Bild: IMAGO/osnapix

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SV Sandhausen und Olaf Janssen beenden die Zusammenarbeit

Regionalliga | erstellt am Di. 31.03.2026

Der SV Sandhausen und Cheftrainer Olaf Janßen haben sich einvernehmlich auf die Auflösung des Vertrags verständigt. Auch Co-Trainer Dominik Idel-Peters wird den Verein verlassen. Die Trainerfrage ist bis zum Ende der laufenden Saison geregelt: Der bisherige NLZ-Leiter Kevin Stotz übernimmt interimsweise die Verantwortung und wird gemeinsam mit Benjamin Sachs, der neu zum SVS stößt, ab sofort das Training leiten.

Janßen: „Dürfen die Augen nicht verschließen.“

„Im vergangenen Sommer bin ich den Schritt zum SVS ganz bewusst gegangen und mit großer Vorfreude gestartet. Gleichzeitig wusste ich, dass ein herausforderndes Projekt vor uns liegt“, sagt Olaf Janßen. Gemeinsam mit dem Verein wurde eine komplett neue Mannschaft aufgestellt. Seither habe Janßen dabei „vom ersten bis zum letzten Tag volle Unterstützung und großen Zuspruch von allen Seiten erfahren, angefangen bei den Mitarbeitern über Fans und Sponsoren bis hin zur Vereinsführung mit Jürgen Machmeier, Volker Piegsa, Dominik Machmeier und Anthony Loviso“, so Janßen.

Janßen betont, dass die Ausgangslage von Beginn an besonders gewesen sei und der gemeinsame Weg alles andere als einfach. Dennoch sei „der Glaube an das Ziel und die Überzeugung, es gemeinsam erreichen zu können, jederzeit spürbar gewesen. Ich habe in all dieser Zeit meine Kraft, meine Energie und meinen Enthusiasmus nie verloren“, sagt Janßen. Gerade nach der starken Entwicklung zum Ende des Kalenderjahres 2025 habe man das Gefühl gehabt, „wieder in der Spur zu sein“. Mit Blick auf die Entwicklung nach dem Jahreswechsel findet Janßen dann klare Worte: „Mit dem Start in die Rückrunde, der Niederlage gegen Astoria Walldorf sowie den darauffolgenden Ergebnissen und Leistungen durften wir die Augen vor der Entwicklung nicht verschließen.“ Auch in dieser Phase habe es jederzeit vertrauensvolle Gespräche mit den Verantwortlichen gegeben.

Umso schmerzlicher sei nun der Schritt, den gemeinsamen Weg zu beenden. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem alle Beteiligten das Gefühl haben, so nicht mehr weitermachen zu können“, sagt Janßen. „Es ist sehr schmerzhaft, dieses Projekt als Cheftrainer loszulassen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass es eine mutige und vor allem die richtige Entscheidung ist, die wir gemeinsam getroffen haben“, so Janßen. Zuletzt richtet Janßen seinen Dank an seine Mitstreiter: „Vielen Dank für alles. Der SV Sandhausen ist mit seinen Fans, den Mitarbeitern und der Führung eine ganz besondere Gemeinschaft. Ich bin dankbar, ein Teil davon gewesen zu sein.“

Loviso: „Der erhoffte Fortschritt ist weitgehend ausgeblieben.“

„Wir sind im Sommer mit großen Erwartungen und der klaren Aussicht auf eine sportliche Weiterentwicklung in dieses Projekt gestartet“, sagt Anthony Loviso, Direktor Sport. „Dass wir nach einer langen Phase mit großer Hoffnung auf einen Aufwärtstrend, nach vielen intensiven Gesprächen und Anpassungen heute an diesem Punkt stehen, bedauern wir außerordentlich. Der erhoffte Fortschritt ist im Gesamtverlauf weitgehend ausgeblieben, zuletzt haben sich die Leistungen sogar rückläufig entwickelt. Wir hätten uns alle gewünscht, diesen Weg gemeinsam erfolgreich weiterzugehen.“

Die ausbleibende sportliche Entwicklung, die Punkteausbeute, das Aus im Verbandspokal und die Leistungen der vergangenen Wochen machten nach einer offenen und ehrlichen Analyse aller Beteiligten deutlich, dass die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit die beste Lösung für den Verein ist. Da die Vereinsführung das Projekt über den gesamten Zeitraum mit Überzeugung unterstützt hat, fiel die Entscheidung besonders schwer.

Abschließend findet Loviso persönliche Worte: „Der Austausch mit Olaf war jederzeit offen, ehrlich und von gegenseitigem Respekt geprägt. Gerade deshalb fällt uns dieser Schritt menschlich alles andere als leicht. Olaf und Dominik haben in einer schwierigen Phase mit großem Einsatz, hoher Intensität und viel Offenheit gearbeitet und den Verein mitgerissen. Dafür gebührt ihnen Anerkennung. Wir danken beiden ausdrücklich für ihre Arbeit beim SV Sandhausen und wünschen ihnen für die Zukunft persönlich und beruflich alles Gute.“

Kevin Stotz übernimmt interimistisch den Cheftrainerposten

Mit Kevin Stotz rückt ein Fußballfachmann in die Rolle des Cheftrainers, der nicht nur in der Nachwuchsarbeit, sondern auch auf verschiedenen Trainerstationen im In- und Ausland Erfahrung gesammelt hat. Der frühere Jugendtrainer der TSG Hoffenheim war unter Felix Magath als Co-Trainer in China tätig, arbeitete anschließend im internationalen Nachwuchsbereich des FC Bayern München und übernahm in den USA bei Daytona Rush Verantwortung als Trainer und Technischer Direktor. Zurück in Deutschland folgten Stationen als Co-Trainer beim SV Waldhof Mannheim sowie als Cheftrainer des FK Pirmasens.

Unterstützt wird Stotz bis Saisonende von Benjamin Sachs, der ebenfalls über langjährige Erfahrung im Trainerbereich verfügt. Bereits am Samstag wird das neue Gespann auf der Bank des SV Sandhausen sitzen. Mit der Interims-Lösung bis zum Ende der Saison verschafft sich der SV Sandhausen die notwendige Zeit, um die Suche nach einem neuen Cheftrainer mit der gebotenen Sorgfalt fortzusetzen.

Pressemitteilung SV Sandhausen

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