Foto: Edmund Nohe (VfR).
VfR Mannheim verliert torreichen Schlagabtausch gegen den FC Homburg mit 4:5 (2:2)
Oberliga BW | erstellt am Mo. 19.01.2026
(mk) Das erste Testspiel der laufenden Wintervorbereitung endete für den VfR Mannheim in einer 4:5 (2:2)-Niederlage gegen den höherklassigen Regionalligisten FC Homburg. Wie das Ergebnis bereits vermuten lässt, sahen die Zuschauer im blau-weiß-roten Nachwuchszentrum ein unterhaltsames Fußballspiel mit zahlreichen Strafraumszenen. Über mangelnden Unterhaltungswert konnte sich nach Abpfiff niemand beklagen.
Homburgs Teamkapitän Markus Mendler eröffnete nach einer knappen Viertelstunde den Torreigen (13.). In den folgenden Minuten offenbarte sich ein offener Schlagabtausch. Die Rasenspieler hatten Gelegenheiten, den Ausgleich herzustellen, ließen vor dem gegnerischen Gehäuse jedoch die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Sowohl Luca Stellwagen (20.) als auch Umut Sentürk (30.) hätten mit etwas mehr Effizienz und Fortune im Abschluss das 1:1 erzielen können.
Auch bei einem Distanzschuss von Enes Tubluk ertönte ein kurzes Raunen im Nachwuchszentrum (23.). Spielerisch waren die Mannheimer den Saarländern in dieser Periode keinesfalls unterlegen. Wie bereits in der Hinrunde haderte die gefährlichste Offensivreihe der Oberliga Baden-Württemberg jedoch etwas mit der Chancenverwertung. „Es wären zwei, drei Tore sicherlich möglich gewesen“, merkte VfR-Trainer Marcel Abele an. „Homburg hat aus den wenigen Möglichkeiten fast den maximalen Ertrag erzielt. Daran können wir uns orientieren.“
Nach einer guten halben Stunde stand plötzlich Schiedsrichter Marvin Hoffmann im Mittelpunkt des Geschehens. Der Unparteiische sprach den Homburgern nicht nur einen Foulelfmeter zu, den Mendler souverän verwandelte (38.), sondern verwies darüber hinaus den blau-weiß-roten Schlussmann David Nreca-Bisinger mit einer Gelb-Roten Karte des Platzes. Sowohl bei den Mannheimern als auch aufseiten der Gäste stieß diese Entscheidung auf breites Unverständnis. Da in einem Testspiel, so das Argument der Kritiker, der Erkenntnisgewinn im Vordergrund steht, sei es kontraproduktiv, wenn mehr als 45 Minuten zehn gegen elf gespielt wird.
Mit einem Mann weniger auf dem Feld hielt der VfR jedoch ordentlich dagegen und verkürzte zunächst durch Pasqual Pander (44.). Pander bekam einen langen Ball serviert und blieb im Eins-gegen-Eins-Duell mit dem gegnerischen Schlussmann abgeklärt. Eine Zeigerumdrehung später stellte Lennart Thum sogar den Ausgleich her. Der Mittelstürmer vollendete einen verlängerten Freistoß per Kopf zum 2:2 (45.).
In der zweiten Halbzeit stellte Ken Mata nach einem ansehnlichen Solo und einem präzisen Abschluss ins lange Eck die abermalige Homburger Führung her (53.). Daraufhin plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin, ehe Mata eine knappe Viertelstunde vor Abpfiff auf 2:4 erhöhte (76.). Eine Zeigerumdrehung später ließ aufseiten des VfR Jassem Nasraoui seine Muskeln spielen. Der bullige Offensivspieler marschierte Richtung gegnerisches Gehäuse und war anscheinend nicht vom Ball zu trennen. Krönung des imposanten Angriffs war schließlich der zum 3:4-Anschluss führende Abschluss Nasraouis (78.). Nachdem Homburg durch Armend Qenaj den fünften Treffer erzielte, verkürzte der VfR drei Minuten vor Abpfiff erneut. Isaac Okwubor vollendete einen Konter nach Vorarbeit Nasraouis souverän zum 4:5-Endstand.
VfR-Cheftrainer Marcel Abele zeigte sich nach Abpfiff vor allem mit dem Laufpensum und der Einstellung seiner Mannschaft einverstanden. „Die Jungs haben ihre Hausaufgaben gemacht und gezeigt, dass sie marschieren können. In den ersten 30 Minuten haben auch viele Abläufe gestimmt“, erläutert der Coach. In den kommenden Wochen steht nun der spielerische und taktische Feinschliff auf dem Programm.
Aufstellung VfR Mannheim: Nreca-Bisinger – Stellwagen (46. Wemhoener), Kuhn (66. R. Becker), Mißbach, Akoto (73. Nasraoui), Sentürk (46. Okwubor), Krüger (73. Tokcan), Paraschiv (46. Veselaj), Tubluk (36. Seiberling [ET]), Thum (46. C. Becker), Pander (66. Rona).
Aufstellung FC 08 Homburg: Gelt (48. Cervenka) – Kober (46. Nkansah), Baum (47. Schumann), Qenaj, Joachims (46. Petermann), Mendler (46. Kovacic), Röseler, Gonçalves, Jörg (47. El-Helwe), Steinmetz, Steinhart (47. Mata).
Tore: 0:1 Mendler (13.) 0:2 Mendler (38., Foulelfmeter) 1:2 Pander (44.) 2:2 Thum (45.) 2:3 Mata (54.) 2:4 Mata (76.) 3:4 Nasraoui (78.) 3:5 Qenaj (84.) 4:5 Okwubor (87.)
Schiedsrichter: Marvin Hoffmann
Pressemitteilung VfR Mannheim
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