VfR Mannheim - FC Normannia Gmünd, Oberliga Baden-Württemberg, v.l. Mannheims Erich Berko gegen Gmünds Tim Grupp. 14.03.2026 / Foto: Berno Nix

VfR Mannheim - FC Normannia Gmünd, Oberliga Baden-Württemberg, v.l. Mannheims Erich Berko gegen Gmünds Tim Grupp. 14.03.2026 / Foto: Berno Nix

Ein dickes Brett im Schwabenland ++ VfR reist zum 1. Göppinger SV

Oberliga BW | erstellt am Do. 19.03.2026

(mk) Am Samstag (14 Uhr) reist der VfR Mannheim zum Regionalligaabsteiger 1. Göppinger SV. Alle relevanten Infos zum 23. blau-weiß-roten Ligaspiel der Saison sind im Folgenden zusammengefasst.

Der Gegner: Göppingen ist in das neue Kalenderjahr mit vier sieglosen Partien gestartet. Auf die Punkteteilungen in Bietigheim-Bissingen (1:1) und gegen Gmünd (1:1) folgten zwei aufeinanderfolgende Niederlagen gegen Essingen (0:1) und in Aalen (1:3). Mit 26 Zählern befindet sich der ehemalige Regionalligist nach wie vor im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt aktuell drei Punkte.

Gegenwärtig beschäftigt Göppingens Trainer Gianni Coveli vor allem die Divergenz zwischen hohem Aufwand und geringem Ertrag. Selbst beim Aalener Ligaprimus präsentierte sich der GSV über weite Strecken als ebenbürtiger Gegner und ging nach sieben Minuten sogar in Führung. Coveli sprach im Anschluss der Partie von einer unverdienten Niederlage beim gegenwärtigen Dominator der Oberliga Baden-Württemberg. Aus seiner Perspektive stimmten in den vergangenen Wochen die Resultate mit dem Spielverlauf nicht überein. Göppingen schafft es laut Coveli zwar, sich in der Hälfte des Gegners festzubeißen, allerdings zeugen drei Treffer aus den vergangenen vier Partien auch von einer Abschlussschwäche im Offensivspiel.

Stimmen zum Spiel: Der VfR Mannheim erlebte vergangene Woche eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle. Auf den viel umjubelten Einzug in das Finale des bfv-Pokals folgten keine 72 Stunden später zwei schmerzhafte Punktverluste beim 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen den 1. FC Normannia Gmünd. „Die Partie in Sandhausen war natürlich sensationell und auch emotional ein absolutes Highlight“, ließ Cheftrainer Marcel Abele den großen Coup am Hardtwald nochmals Revue passieren, ehe er auf das Unentschieden gegen Gmünd zu sprechen kam. „In dieser Partie stellen wir uns einfach zu blöd an. Wir verteidigen nicht gut genug und verpassen es darüber hinaus, den zweiten Treffer zu erzielen. Das müssen wir uns auf jeden Fall ankreiden lassen.“

Aufgrund der vermeidbaren Punkteteilung gegen Gmünd ist der Rückstand auf den Spitzenreiter VfR Aalen weiter angewachsen. Dementsprechend fokussieren sich die Blau-Weiß-Roten gegenwärtig auf die Absicherung des zweiten Tabellenrangs. Diese Platzierung würde am Ende der Saison zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest berechtigen. „Das ist unser Minimalziel“, betont der Coach. „Um dieses zu erreichen, möchten wir möglichst rasch wieder punkten.“ Damit der VfR wieder zurück auf die Siegerstraße finden kann, muss er am Samstag laut Abele ein „ganz dickes Brett bohren“. An seinen Ausführungen ist zu merken, dass er sich vom Tabellenplatz des Gegners nicht blenden lässt. „Viele ihrer Spieler standen bereits vergangenes Jahr im Regionalligakader“, führt Abele aus.

„Das ist eine gestandene Herrenmannschaft.“ Dementsprechend rechnet er mit einem robusten, körperbetonten und intensiven Spiel. Göppingen, so Abele, sei ein „echter Gradmesser“. Gleichzeitig ist aufgrund des bisher starken blau-weiß-roten Saisonverlaufs das Selbstvertrauen groß. Sollte der VfR sein Potenzial ausschöpfen, dürfte ein Sieg im Bereich des Möglichen liegen. „Wir fahren zwar mit großem Respekt nach Göppingen, natürlich möchten wir aber drei Punkte einfahren“, gibt Abele die Marschroute aus.

Personalsituation: Enes Tubluk steigt zwar langsam wieder ins Mannschaftstraining ein, ist in Göppingen allerdings noch keine Option. Zu den bereits verletzten Spielern ist vergangenes Wochenende Leo Wemhoener hinzugestoßen. Wemhoener bekam beim Spiel der U23 gegen Eppelheim einen Schlag auf den Fuß.

Bilanz: Zwischen dem VfR Mannheim und dem 1. Göppinger SV gab es bereits 17 Aufeinandertreffen in der Oberliga Baden-Württemberg. Die Bilanz ist ausgeglichen: Beide Mannschaften feierten jeweils sieben Siege und mussten sich dreimal mit einer Punkteteilung begnügen. Besonders interessant: Während der VfR vor heimischem Publikum gegen Göppingen noch kein Spiel verlor (6/3/0), tat er sich im Schwabenland meistens sehr schwer (1/0/7). In der Hinrunde dieser Saison konnten die Blau-Weiß-Roten einen 0:1-Pausenrückstand noch drehen und in einen 2:1-Heimsieg umwandeln.

Pressemitteilung VfR Mannheim

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