TSV Amicitia Viernheim - VfB Rauenberg, Finale Landesliga Relegation, Jubel bei der TSV Amicitia 13.06.2026 / Foto: Berno Nix
TSV Amicitia Viernheim dreht Aufstiegsfinale gegen den VfB Rauenberg und bleibt in der Landesliga
Landesliga | erstellt am So. 14.06.2026
sport-kurier. Der TSV Amicitia Viernheim hat im Relegationsfinale gegen den VfB Rauenberg eine scheinbar verlorene Partie noch gedreht und sich damit den Verbleib in der Landesliga Rhein-Neckar gesichert. Die Südhessen lagen bis zur 85. Minute mit 0:2 zurück, erzielten dann jedoch innerhalb von zehn Minuten drei Treffer und feierten am Ende einen dramatischen 3:2-Erfolg.
Im entscheidenden Aufstiegs- bzw. Relegationsfinale trafen auf dem Sportgelände in Heidelberg-Kirchheim der Vizemeister der Kreisliga Heidelberg, der VfB Rauenberg, und der Fünftletzte der Landesliga Rhein-Neckar, TSV Amicitia Viernheim, aufeinander.

Lange Zeit sah es nach einem Erfolg der Rauenberger aus. Doch die Südhessen bewiesen in der Schlussphase große Moral und drehten einen 0:2-Rückstand durch drei späte Treffer noch in einen 3:2-Sieg. Damit sichert sich der TSV Amicitia Viernheim den Verbleib in der Landesliga Rhein-Neckar, während der VfB Rauenberg auch in der kommenden Saison in der Kreisliga Heidelberg antreten wird.
Die Begegnung begann zunächst recht verhalten. Vom Landesligisten aus Viernheim kamen in der Anfangsphase nur wenige zwingende Offensivaktionen, während der VfB Rauenberg etwas aktiver wirkte und die engagiertere Mannschaft war. Dennoch blieb die Partie bis zur Pause torlos.

Kurz nach dem Seitenwechsel erwischten die Rauenberger einen perfekten Start. Siaka Berete brachte seine Mannschaft in der 47. Minute mit 1:0 in Führung und sorgte für großen Jubel bei den VfB-Anhängern. Als Moritz Höffner in der 60. Minute sogar auf 2:0 erhöhte, schien Rauenberg dem Aufstieg einen großen Schritt näher zu sein.
Doch Viernheim gab sich nicht geschlagen. Nach rund 70 Minuten übernahm der TSV zunehmend die Kontrolle, erhöhte den Druck und ging mehr Risiko ein. Zunächst verhinderte noch der Pfosten den Anschlusstreffer (84.). Wenig später zeigte der Schiedsrichter jedoch auf den Elfmeterpunkt. Laurenz Baaß verwandelte den Strafstoß sicher und verkürzte in der 85. Minute auf 1:2.
Plötzlich war die Partie wieder völlig offen. Und tatsächlich folgte nur eine Minute später der nächste Rückschlag für den VfB. Andrej Halter nutzte eine Lücke in der Rauenberger Defensive und erzielte den zu diesem Zeitpunkt kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich zum 2:2 (86.).

Die Rauenberger, die über weite Strecken der Begegnung die bessere Mannschaft gewesen waren, mussten schließlich in der Nachspielzeit den entscheidenden Nackenschlag hinnehmen. In der fünften Minute der Nachspielzeit war Niklas Roesch zur Stelle und erzielte den viel umjubelten Siegtreffer zum 3:2 (90.+5). Damit vollendete der TSV Amicitia Viernheim eine spektakuläre Aufholjagd und sicherte sich in dramatischer Manier den Klassenerhalt.
Tore: 1:0 Berete (47.), 2:0 Höffner (60.), 2:1 Baaß (85., Foulelfmeter), 2:2 Halter (86.), 3:2 Roesch (90.+5).
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