Demir Duric ist als Trainer für eine neue Herausforderung offen. Bild: Berno NIx

Demir Duric ist als Trainer für eine neue Herausforderung offen. Bild: Berno NIx

„Der Fußball gehört zu meinem Leben“ – Demir Duric im Gespräch

Landesliga | erstellt am Mo. 23.02.2026

sport-kurier. Der Name Demir Duric ist vielen Menschen aus dem Heidelberg-Mannheimer Raum ein Begriff, die sich mit dem Fußballsport befassen. Aus der jüngeren Vergangenheit kennt man ihn insbesondere als Trainer des Mannheimer Landesligisten FK Srbija Mannheim. Dort war der 49-jährige rund 6 Jahre – mit einer kurzen Unterbrechung – als Coach tätig.

Duric führte den Verein mit serbischen Wurzeln unter anderem auch wieder aus der Mannheimer Kreisliga hoch in die Landesliga Rhein-Neckar. Ende Oktober 2024 war schließlich Schluss bei Srbija, was definitiv überraschend gekommen ist. Immerhin stand man in der Landesliga wirklich sehr gut da. Duric trat zurück, obwohl seine Truppe Tabellenvierter gewesen ist und es nur 4 Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz waren.

Seitdem ist es ruhig um Duric geworden. Das könnte sich aber bald ändern, denn der ehemalige Profi-Fußballer, der in jungen Jahren beim FSV FRankfurt einen Spielervertrag (2. Liga) besaß, liebäugelt nach dieser Saison mit einer Rückkehr auf die Trainerbank. Wir haben uns mit Demir Duric ausführlich unterhalten.

Hallo Herr Duric, von Ihnen hat man jetzt länger nichts gehört, wie geht es Ihnen?

DURIC: Mir geht es gut. Ich denke, dass mir die Pause jetzt auch ganz gutgetan hat. Denn ich bin jetzt glaube ich seit 22 Jahren Trainer in verschiedenen Vereinen und Ligen gewesen. Und gerade zuletzt bei Srbija war es eine sehr anspruchsvolle und auch erfolgreiche Zeit. Von daher war die Pause gut, aber ich würde gerne ab Sommer wieder einsteigen. Man muss mal schauen, was die Zukunft bringt.

Man kann sicher sagen, dass es für jemanden wie Sie, der so lange im Fußballgeschäft dabei war, schwierig ist ohne Fußball auszukommen.

DURIC: Ich bin von klein auf Fußballer. Ich habe es ja auch weit nach oben geschafft. Ich war mal Profi und habe mit dem Fußball meine Familie ernährt. Ich habe früh geheiratet und bin auch früh Vater geworden. Aus Spaß bin ich wieder als Trainer in die Fußballwelt in den unteren Ligen reingegangen. Seit 2004 bin ich als Trainer aktiv. Zu einem Teil gehört der Fußball schon zu meinem Leben dazu.

Wie war es seit Ihrem Ende bei Srbija, haben Sie trotzdem noch ab und zu auf Sportplätzen bei Ligaspielen vorbeigeschaut?

DURIC: Ich muss sagen, dass ich nach dem Srbija-Aus nur selten auf Sportplätzen war. Zur Rückrunde habe ich mir aber vorgenommen, mir wieder mehr interessante Spiele anzuschauen.

Bei Srbija Mannheim war es bis zum Schluss eine erfolgreiche Zeit, warum haben Sie denn aufgehört?

DURIC: Das Thema war die Kommunikation innerhalb des Vereins. Das hat mir nicht gefallen, ich hätte mir da auch etwas mehr Wertschätzung erwartet.

Wenn man aber 6 Jahre bei einem Verein ist, muss es insgesamt eine gute zeit gewesen sein.

DURIC: Ja, das war eine schöne, aber auch eine brutal anstrengende Zeit, denn meine Landsleute ticken ein wenig anders. Drumherum war immer viel los. Da hieß es dann, warum spielt der nicht oder der nicht. Ich hatte irgendwann um mich herum 10 Trainer. Das ist nicht immer einfach (lacht). Aber im Endeffekt hatte ich mit meinem Trainerteam eine gute Zeit. Henrik Hofstätter war mein Co-Trainer. Und mein Ziel ist es, dass er in der neuen Runde irgendwo mit mir zusammen wieder anfängt. Ich weiß natürlich, dass er momentan noch bei der SpVgg Wallstadt als Co-Trainer arbeitet.

Es gab also nie den Gedanken, dass Sie gesagt haben, dass Sie nach Srbija nie mehr als Trainer irgendwo anheuern möchten?

DURIC: Nein, auf keinen Fall. Jedoch sage ich es mal so, wenn ich im nächsten halben oder einem Jahr nichts finden sollte, kann es schon sein, dass ich aufhöre. Dann wäre ich zweieinhalb Jahre draußen gewesen. Doch ich denke, dass ich noch zu jung bin und zu viel Fußballtrainer im Kopf bin, dass ich sagen könnte, dass ich aufhören möchte.

Gibt es eine Liga, die es mindestens sein sollte?

DURIC: Mein Anspruch ist es schon einen Landesligisten zu übernehmen. Ob es aber ein Landesligist im Rhein-Neckar-Kreis, Pfalz oder Mittelbaden ist, da bin ich nicht so festgelegt. Wobei ich auch bei einem ambitionierten Kreisligisten, der etwas aufbauen möchte, nicht abgeneigt wäre. Auch ein Verbandsligist wäre mal eine tolle Sache. Ich selbst bin auch kein Trainer, der sich irgendwo bewirbt. Bisher kamen die Vereine immer auf mich zu und wir haben schnell eine Lösung gefunden.

Gab es bereits Gespräche?

DURIC: Ja, es gab bislang 3 Anfragen, wo es letztlich aber aus unterschiedlichen Gründen nicht gepasst hat. Ich will wirklich nicht alles machen. In die A-Klasse würde ich nicht gehen.

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