Marvin Pelzl (Neuzugang) spielte in der Jgd. des SV Waldhof und in der Oberliga beim VfR Mannheim und Mechtersheim. Er verstärkt den A-Ligisten. Szene vom Inselcup 12/13 Bild: AS Sportfotos

Marvin Pelzl (Neuzugang) spielte in der Jgd. des SV Waldhof und in der Oberliga beim VfR Mannheim und Mechtersheim. Er verstärkt den A-Ligisten. Szene vom Inselcup 12/13 Bild: AS Sportfotos

Sportkurier-Serie (27) – Trainer Gabor Gallai will mit dem SC Olympia Neulußheim in die Kreisliga aufsteigen

Kreisligen | erstellt am Do. 13.08.2015

Zwei Teams zogen einsam ihre Kreise: die Germania aus Friedrichsfeld und Turanspor Mannheim, das den Sprung in die Kreisliga letztlich durch den Relegationserfolg über den FV Ladenburg perfekt machte.

Doch eigentlich war da in der Liga noch eine andere Mannschaft, die mithalten konnte – auch wenn das bei einem Blick auf die Abschlusstabelle nicht zu erkennen ist. Denn der SC Olympia Neulußheim lag als Dritter nach Punkten weit zurück. „Letztlich waren es zwölf Punkte, glaube ich“, sagt Neulußheims Trainer Gabor Gallai: „Aber in den direkten Duellen haben wir uns gar nicht so schlecht verkauft.“ Stimmt: So wurde Turanspor im Heimspiel geschlagen und dort sprang ein Remis heraus.
    
Der Grund für den großen Rückstand war laut Gallai ein anderer

Der Trainer: „Leider waren wir über die gesamte Saison nicht konstant genug. Das wollen wir in dieser Runde ändern, denn diesmal wird der oben stehen, der am wenigsten unnötige Punkte abgibt.“
Womit wir bei den Saisonzielen der Neulußheimer wären – und die sind ehrgeizig. Gallai, der nun schon seit 2010 sein Fachwissen als Coach beim SC weitergibt, hat die ersten beiden Plätze im Visier. Doch das haben auch andere. In die Quere könnten Neulußheim vor allem Seckenheim und Reilingen kommen. Gallai: „Beide waren schon in der letzten Saison stark und nun haben sie personell noch nachgelegt.“
     
Aber auch Neulußheim hat nachgebessert. Acht neue Spieler haben angeheuert. Wobei fünf davon aus der eigenen Jugend stammen. Von anderen Vereinen kommen Marvin Pelzl (TuS Mechtersheim/Mittelfeld), Lucas Jahn (SV Seckenheim/Mittelfeld) und Abwehrspieler Emin Yilmaz (ein Ur-Neulußheimer, der zuletzt aber in Reilingen spielte). Abgänge gibt es keine. „Das war uns sehr wichtig, denn somit sind wir eingespielt.“
     
Vieles wird auf einen guten Start ankommen

Und das Auftaktprogramm ist nicht unbedingt Furcht einflößend. Am ersten Spieltag, der am 23. August ausgetragen wird, erwartet der SC die Kreisliga-Absteiger vom TSV Neckarau. „Was man so hört, wollen sie nicht sofort wieder hoch und sie haben wohl auch ein paar gute Spieler verloren. Wir hoffen, dass wir da punkten können“, betont Gallai. Weiter geht es dann mit zwei Partien gegen Reserve-Teams: dem SV Schwetzingen II folgt der FV Brühl II. „Wenn man oben mitspielen will wie wir, sollte man diese drei Partien möglicht unbeschadet überstehen.“
     
Wie es sich anfühlt, eine Etage höher zu spielen, weiß man in Neulußheim nur zu gut

Unter Gabor Gallai (Foto rechts) gelang bereits zwei Mal der Aufstieg in die Kreisliga. Dem Jubel folgte jedoch schnell wieder die Ernüchterung. Denn es ging prompt sofort wieder runter. „Das Problem ist, dass du in der Kreisliga nicht so viele Torchancen bekommst, wie in der A-Klasse. Und die, die du hast, musst du dann eben nutzen. Uns ist das leider nicht gelungen“, erinnert sich Gallai.
     
Sei’s drum. Die Infrastruktur und das ganze Drumherum ist in Neulußheim bereits Kreisligareif. So wird in Kürze nun noch ein neuer Kunstrasenplatz eingeweiht. Voraussichtlich wird es im November soweit sein. „Langfristig sehen wir uns deshalb schon in der Kreisliga. Dazu müssen wir aber die nötige Konstanz in unser Spiel bringen.“
     
Das Spielsystem ist in der Regel stets das gleiche. Gallai ist ein Verfechter der schnellen Balleroberung. „Aus meiner Sicht ist es im Fußball nun mal das Wichtigste, den Ball zuhaben und dann blitzartig umzuschalten.“ Dass man das kann, will man ab dem nächsten Wochenende wieder beweisen.

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