TSV Amicitia Viernheim II - SG Hemsbbach/Sulzbach, Kreisklasse A2, v.l. Viernheims Abdelkarim Lebsir gegen Hemsbachs Sebastian Müller. Bild: Berno Nix
SG Hemsbach-Sulzbach – Trainer Pförtner verlässt nach Saisonende Club: „Wir haben unterschiedliche Vorstellungen über die sportliche Zukunft“
Kreisligen | erstellt am Fr. 11.03.2016
Das bisherige Saisonfazit von Christiaan Pförtner, dem Trainer des Mannheimer Kreisligisten SG Hemsbach/Sulzbach, fällt durchwachsen aus. Aktuell rangiert die Pförtner-Elf auf dem neunten Platz und hat 25 Punkte gesammelt. Eine Zwischenbilanz, bei der man durchaus noch in den Rückspiegel schauen muss. Der Coach: „In dieser Liga ist alles sehr eng beisammen, da muss man aufpassen, unser Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt momentan nur sechs Punkte.“
Erfreulich ist bislang hingegen, was man in des Gegners Strafraum veranstaltet hat: Bärenstarke 47 Treffer hat Hemsbach bis dato erzielt. Besser ist derzeit nur Türkspor Mannheim (52), das auf dem dritten Tabellenplatz steht. Demgegenüber hat man allerdings auch schon 37 Gegentore kassiert.
Ist die Abwehr vielleicht einfach zu schlecht für die Kreisliga?
„Nein, das ist sicherlich nicht so“, betont Pförtner, „bei uns beginnt das Problem schon weiter vorne. Denn wenn das Mittelfeld nicht mit nach hinten arbeitet, entstehen Lücken. Die Arbeit gegen den Ball war nicht immer optimal.“ Auch bei Standardsituationen war man anfällig. „Mittlerweile haben wir das aber besser im Griff. In den letzten fünf Partien ist da nichts passiert.“
Die letzte Partie war übrigens eine recht kuriose, zumindest, wenn man sich den Spielverlauf mal ein wenig genauer anschaut. Ein 0:2 drehte die SG binnen von sechs Minuten in eine 4:2-Pausenführung und gewann am Ende mit 6:3. „Das war sicher kein alltägliches Spiel“, lacht Pförtner, „aber im Hinspiel sind ja auch schon sehr viele Tore gefallen.“

Spielszene SV Schriesheim – SG Hemsbach-Sulzbach. Foto: AS Sportfotos.
Die Vorbereitung lief für die Hemsbacher gut. Laut Pförtner, der bekanntlich auf eine erfolgreiche aktive Karriere zurückblickt und unter anderem auch im Kader von Weltklub Bayern München stand, wurde vor allem gegen viele höherklassige Teams getestet. „Und da haben wir uns wirklich gut verkauft. Ich denke, dass das die Mannschaft wieder einen Schritt nach vorne gebracht hat.“
Christiaan Pförtner wird am Saisonende aufhören
Das soll sich für die Rest-Rückrunde auszahlen und möglichst zu einem versöhnlichen Saisonabschluss führen. Und das wäre eine Platzierung im oberen Tabellendrittel. „Dort würden wir am Ende gerne landen.“
Das -„Wir-“ wird es ab dem Sommer übrigens nicht mehr geben. Denn die Wege von Pförtner und der SG Hemsbach/Sulzbach trennen sich nach dieser Saison. Das liegt an den unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft:
„Der Verein möchte künftig eher mit Spielern aus der eigenen Jugend spielen und Hemsbachern. Auch einen Abstieg würde man dafür in Kauf nehmen“, berichtet Pförtner, der aber nicht im Streit geht: „Ich hatte hier dann zwei schöne Jahre, die mir viel Spaß bereitet haben.“ Wie es mit ihm weitergeht, ist momentan noch völlig unklar: „Ich habe noch keine Gespräche geführt, bin aber für alles offen.“
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