Michael Wagner trainiert die Wallstädter seit der Saison 2017/2018. Bild: Berno Nix

Michael Wagner trainiert die Wallstädter seit der Saison 2017/2018. Bild: Berno Nix

Hinten stabil, vorne uneffektiv – Wallstadts Trainer Michael Wagner im Interview

Kreisligen | erstellt am Mi. 07.01.2026

sport-kurier. Die Kreisliga Mannheim befindet sich aktuell in der Winterpause. Auch bei der SpVgg Wallstadt werden noch die Beine hochgelegt, bevor am 27. Januar die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte beginnt. Wir haben uns mit Michael Wagner, dem Trainer der Wallstädter unterhalten. Seine Jungs überwintern als Achter der Tabelle, womit er nicht ganz zufrieden ist.

Michael Wagner, wie fällt denn Ihr Fazit der Hinserie aus?

Wir stehen eigentlich genau mittendrin. Die Liga ist dieses Jahr wirklich sehr eng. Hätten wir einen Sieg mehr, dann hätten wir unser Ziel erreicht, denn dann wären wir unter den ersten 5 Teams in der Tabelle. Momentan müssen wir das einfach so akzeptieren.

Dass die Kreisliga dieses Mal sehr ausgeglichen ist, hört man immer wieder.

Jeder, der sich ein bisschen näher mit ihr befasst, wird oder muss das so sehen. Nimmt man jetzt die TSG Rheinau und den FV Brühl II am Tabellenende heraus, liegen alle anderen recht nahe beieinander.

Wallstadt will in dieser Saison also unter die Top 5?

Ja, das wäre schon gut und unser Ziel, dass wir dass wieder erreichen. Aber das ist natürlich kein Selbstläufer. Unser Problem in der Vorrunde war, dass wir extrem oft unentschieden gespielt haben. Nämlich 6 Mal. Das muss sich in der Rückrunde ändern, wir müssen eine Führung dann auch einfach häufiger durchs Ziel bringen.

Gab es ein bestes und schlechtestes Spiel, die sich sofort aufdrängen?

Nein, eigentlich nicht wirklich. Bessere oder schlechtere Spiele gibt es immer wieder. Da ist es schwer spezielle herauszugreifen. Vieles gleicht sich auch schon aus. Manchmal hast du Pech und gewinnst ein Spiel nicht, dass du gewinnen musst und manchmal hast du auch etwas Glück, weil du vielleicht nicht ganz verdient noch zu Punkten kommst.

Gibt es Bereiche, an denen die SpVgg in der Winterpause gezielt arbeiten sollte oder muss?

Unsere Defensive war gut. Wir haben 22 Gegentore bekommen, damit haben wir aktuell die zweitbeste Defensive der Liga. Das kann sich schon sehen lassen. Für uns gilt es, dass wir vorne effektiver werden und dass wir trotz der wenigen Gegentore die individuellen Fehler abstellen, denn die sind es oft gewesen, die uns am Ende die Punkte gekostet haben.

Wird sich personell etwas im Winter tun?

Wir haben einen neuen Spieler dazu bekommen. Das ist ein Stürmer aus der Ukraine. Er trainiert schon seit zwei Monaten bei uns mit und für ihn haben wir jetzt die Spielgenehmigung bekommen. Er macht einen guten Eindruck, sowohl menschlich als auch sportlich. Unser Kader für die restliche Saison umfasst jetzt 21 Spieler.

Wer wird aus Ihrer Sicht am Ende aufsteigen?

Das ist schwer vorherzusagen. Käfertal spielt bis jetzt eine sehr konstante Runde. Lützelsachsen hätte ich persönlich nicht so stark erwartet und Neulußheim hat sich noch einmal im Winter gut verstärkt. Wer sich letztlich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Sind Testspiele vereinbart worden für die Winterpause?

Ja, wir spielen gegen SV Sandhofen, SV Fürth, TSG Freinsheim und Blau-Weiß Mannheim. Ein oder zwei weitere Gegner suchen wir noch.

zurück