Demir Duric will sein Team in der Spitzengruppe der Liga halten. Bild: Berno Nix
FK Srbija Mannheim mit drei Neuzugängen ++ Starke Hinrunde bestätigen
Kreisligen | erstellt am Mo. 23.01.2017
Aus einem ehemals mittelmäßigen A-Klasse-Team wurde ein ambitionierter Kreisligist, der jetzt auch eine Etage höher ganz vorne mitmischt. Die Serben überwintern aktuell mit 30 Punkten auf dem fünften Platz, sind aber punktgleich mit der TSG Lützelsachsen und der SpVgg Ketsch, die auf dem vierten bzw. dritten Rang stehen. Und auch zum Zweiten, zur TSG Weinheim II fehlt nur ein mickriges Pünktchen.

Der Höhenflug von Srbija ist eng mit einem Namen verbunden: Demir Duric hat Mitte Oktober 2015 das Kommando auf der Trainerbank übernommen und hat seitdem ganze Arbeit geleistet. Träumt man etwa sogar vom nächsten Aufstieg? „Nein“, stellt Duric klar, „wir schauen gar nicht nach einem Tabellenplatz. Für uns geht es vielmehr darum, unsere Leistung zu stabilisieren. Wir verspüren keinerlei Druck.“ Und weiter: „Aber natürlich wäre es super, wenn wir auch in der Rückrunde 30 Punkte holen könnten.“
Es hätten vielleicht schon jetzt auch noch ein paar mehr sein können, wenn da nicht diese Schwächphase gewesen wäre, die Ende September begann und sich bis in den Oktober gezogen hat. Vier Spiele in Serie verließ Srbija da als Verlierer den Platz. Doch die Gründe lagen laut Duric auf der Hand: „Zu dieser Phase hatten wir großes Verletzungspech. Uns haben mitunter sechs Stammspieler gefehlt, das war nicht zu kompensieren.“
Drei Neuzugänge für die Rückrunde
Um in der Rückrunde für solche Fälle besser gerüstet zu sein, hat man sich drei weitere Spieler dazugeholt. Djordje Vlacic kommt von Arminia Ludwigshafen und ist für den Defensivbereich vorgesehen. Insbesondere für die Innenverteidigung. In der Offensive soll Dejan Ljusic für Gefahr sorgen. Er spielte zuletzt bei der SG Heidelberg-Kirchheim, war aufgrund von Verletzungen in den letzten beiden Jahren aber nur selten auf dem Platz. Der dritte neue Mann ist Daniel Adamovic, der vom VfB Gartenstadt II kommt und laut Duric ein hoffungsvoller Perspektivspieler ist.
Die ersten Trainingseinheiten im Freien wird das Trio nächste Woche erleben. Dann startet Srbija in die Winter-Vorbereitung. „Ich denke, dass wir auf unserem Kunstrasenplatz trotz des Wetters ganz gut trainieren können“, sagt Duric, „zudem werden wir einmal die Woche eine Spinning-Einheit durchführen, das mache ich jetzt schon seit zehn Jahren mit meinen Mannschaften. Es hat sich bewährt.“ Von Waldläufen oder ähnlichem hält Duric hingegen weniger. Er lässt nach Möglichkeit immer mit dem Ball trainieren.

Torjäger Luka Stanisic kam auf bislang 10 Saisontreffer. Bild: Berno Nix
Wo in der Vorbereitung die Schwerpunkte gesetzt werden sollen, ist für Duric klar. Gerade am taktischen Bereich soll gefeilt werden. „Da müssen wir noch deutlich flexibler werden. Systemumstellungen sollen während eines Spiels problemlos klappen. Der Wechsel zwischen Dreier- oder Viererkette zum Beispiel. Oder einfach ein Umstellen von zwei auf drei Stürmer.“
Duric sieht sein Team und sich von den Schiedsrichtern benachteiligt
So viel zum Erfreulichen, es gibt nämlich auch Dinge, die Duric nicht gefallen. In Sachen Schiedsrichter fühlt man sich benachteiligt und hat auch schon mehrere Vorfälle an den Verband gemeldet. Duric: „Es ist schon so, dass wir teilweise heißblütige Fans haben, die auch mal etwas reinrufen, was sich nicht gehört. Aber es kann eben nicht sein, dass dann die Spieler oder das Trainerteam dafür bestraft werden.“
Beim Morgenmasters, an dem Srbija am letzten Wochenende teilgenommen hat und in der Vorrunde gescheitert ist, gab es erneut einen Vorfall, der Duric nicht gefallen hat. Einer seiner Spieler wurde laut Duric völlig unberechtigt mit der roten Karte des Feldes verwiesen. „Ich bin jetzt wirklich schon lange Trainer und habe davor in jungen Jahren auch mal als Profi gespielt, aber solch eine Anhäufung von Entscheidungen gegen uns, habe ich wirklich noch nie erlebt.“
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