Trainer Marco Berardi (DJK Feudenheim). Bild: Berno Nix
„Wir wollen den Ball haben und zocken“ – DJK Feudenheim Trainer Marco Berardi im Interview
Kreisklassen | erstellt am Di. 20.01.2026
sport-kurier. Am Montagabend war es endlich wieder so weit für die Fußballer der DJK Feudenheim. Der Tabellendritte der Kreisklasse A, Staffel I, hat den Startschuss für die zweite Saisonhälfte gesetzt und legte mit der Vorbereitung los. Das Trainerteam um die gleichberechtigten Coaches Rafal Dach und Marco Berardi leitete die erste Trainingseinheit. Wir haben uns mit Berardi unterhalten, der mit dem Erreichten bislang zufrieden ist. Bis zum Aufstiegsrelegationsplatz sind es nur 3 Punkte, den hat momentan der FV Hockenheim (33 Zähler) inne. Ganz vorne thront der SV Rohrhof mit 38 Punkten.
Hallo Herr Berardi, mit der Hinserie dürfte man in Feudenheim zufrieden sein. Oder?
Ja, das sind wir. Mit der Entwicklung im Gesamten auch. Wir möchten da jetzt weiter darauf aufbauen und sind wirklich komplett entspannt.
Wie lautete denn das Ziel vor der Saison, sicher hatte man schon die Absicht oben dabei zu sein …
Ja, das kann man so sagen. In der letzten Saison wurden wir Fünfter, was mit einer tollen Rückrunde zusammenhing. Daran wollten wir ansetzen und hatten uns vorgenommen, wieder die ersten 5 Plätze anzugreifen. Bis dato haben wir das gepackt.
Wenn man so weit oben dabei ist, träumt man da insgeheim nicht aber auch von mehr. Also vom Aufstieg?
Natürlich schaut man da ein bisschen nach oben, aber wir sind so eine junge Mannschaft, da kann in der Rückrunde noch so viel passieren. Deshalb haben wir das bisher nicht geäußert. Auch den Jungs gegenüber nicht. Denn Rafal und ich sind wirklich so, dass wir nur von Spiel zu Spiel denken.
Langfristig dürfte die Kreisliga aber schon mal das Ziel sein, schließlich haben Sie selbst betont, dass Ihre Mannschaft noch sehr jung sei und sich dementsprechend eher verbessern als verschlechtern wird.
Das kann man schon sagen und es wäre toll, wenn uns das irgendwann mal gelingen sollte. Denn es ist hier bei der DJK Feudenheim ohnehin eine besondere Situation. Bei uns sind es fast alles Eigengewächse. Das wäre eine coole Nummer, wenn du das schaffen könntest ohne wirklich viele externe Spieler. Aber wie gesagt, dieses Jahr ist das nicht das Ziel.
Wie sieht die Spielidee aus?
Wir spielen mutigen Fußball. Im Endeffekt probieren wir immer viel aus. Wir wollen den Ball haben, wir wollen kicken, wir wollen zocken. Das zeigt ja auch unser Torverhältnis von 47:18.
Gab es ein Spiel, das als bestes in Erinnerung geblieben ist?
Puh, da tue ich mir schwer. Ich bin in der Hinrunde immer vorsichtig, weil man da immer viele Gegner hat, die sich auch noch etwas finden müssen. Gegen den TSV Neckarau (Anm. d. Red. ein 6:1-Heimsieg) war es natürlich ein geiles Spiel. Ein super Spiel war es auch gegen Reilingen (Anm. d. Red. ein 5:0-Heimerfolg). An dem Tag hat einfach alles gepasst. Aber ganz ehrlich, ich bin zurückhaltend, weil die Jungs sonst schnell mal einen Höhenflug bekommen könnten und das wollen wir nicht. Es gab auch schlechtere Spiele gegen vermeintlich schwächere Gegner.
Passiert im Winter etwas mit Zugängen oder Abgängen?
Wir bekommen einen Spieler dazu, der jetzt hier studiert. Er heißt Noah Shim, ist Torhüter und kommt von der SpVgg Durlach-Aue. Bei uns kicken einige Studenten, das ist so das typische Profil. Dass Leute von außerhalb kommen, ist aber eher ungewöhnlich, weil die DJK nichts bezahlt. Deshalb ist es eine coole Sache, dass wir dennoch immer eine gute Mannschaft haben. Und ach ja, auch Fabio Lang vom SC Varnhalt kam auch noch dazu. Abgänge haben wir keine. Die erweitere Kadergröße liegt jetzt bei 24 Spielern und 3 Torhütern.
Testspiele der DJK Feudenheim, 4. Februar, 19.30 Uhr: bei Fortuna Heddesheim II, 8. Februar, 13 Uhr: gegen SKV Sandhofen, 22. Februar, 13 Uhr: gegen VfB Gartenstadt II, 26. Februar, 19.30 Uhr: gegen SV Schriesheim, 1. März, 12 Uhr: bei SpVgg Ilvesheim.
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