SC Kaefertal - SG Hohensachsen, Kreisklasse A2, v.l. Kaefertals Friedrich Hoehnle gegen Hohensachsens Timo Dausend. Bild: Berno Nix

SC Kaefertal - SG Hohensachsen, Kreisklasse A2, v.l. Kaefertals Friedrich Hoehnle gegen Hohensachsens Timo Dausend. Bild: Berno Nix

Tausendsassa Sascha Harbarth – Bei der SG Hohensachsen hat er quasi 3 Jobs

Kreisklassen | erstellt am Di. 16.03.2021

Als Trainer arbeitet er in einer Doppelfunktion, trainiert die Landesliga-Frauen und die Männer, die in der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel II, spielen. Und dass es nicht doch langweilig wird, steht er beim A-Ligisten auch noch als Spielertrainer auf dem Platz.

Sein Pensum ist gigantisch: montags und dienstags coacht er die Männer, mittwochs und freitags die Frauen. „Die Spiele legen wir dann so, dass sie beide sonntags sind. Meistens klappt das gut, weil die Frauen morgens spielen“, betont Harbarth. Nur der Samstag ist ihm heilig, den hat er immer frei. Aktuell ist der Stress bedingt durch Corona natürlich gering. Es wird nicht gespielt und auch nicht trainiert.

Doch in Hohensachsen hat sich abseits des Rasens einiges getan. So ist mittlerweile klar, dass Harbarth in seiner Doppelfunktion weitermachen wird. „Bei den Männern war das sowieso klar. Ich verfolge dort einen 3-Jahresplan. Bei den Frauen wollte ich eigentlich aufhören, um wieder etwas mehr Zeit für mich zu haben. Durch die Coronakrise hänge ich jetzt aber noch ein Jahr dran“, berichtet er, „denn das wäre ein unwürdiger Abschied gewesen.“ Schließlich hat man noch einiges vor: Man peilt den Aufstieg an und war eigentlich auch auf einem sehr guten Weg.

Hohensachsens Frauen hatten alle seine 5 Spiele gewonnen – ehe man durch den Lockdown ausgebremst wurde. „Und so wie es aussieht, wird es in dieser Runde nicht mehr weitergehen. Das ist schade, aber dann probieren wir es in der neuen Saison eben wieder.“ Die Voraussetzungen im Frauenbereich sind in Hohensachsen sehr gut. Aus der eigenen B- Jugend kommen immer wieder Talente nach und auch eine 2. Mannschaft ist mittlerweile gemeldet.

 

Sascha Harbarth (SG Hohensachsen). Bild: SGH

Eine klare Aufwärtstendenz ist auch bei den Männern zu erkennen. Als Harbarth Ende 2019 kam, stand die SGH auf dem drittletzten Tabellenplatz. Seit dem Abbruch rangiert man nun an Position 8 und hat mit dem Abstieg nichts zu tun. „Wenn man sieht, dass wir die guten Mannschaften eigentlich schon fast alle in der Hinrunde hatten, wären wir wohl noch weiter nach oben gekommen“, berichtet Harbarth, der natürlich gerne weiterspielen würde, aber auch für einen Abbruch Verständnis hätte. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Gesundheit vor geht. Wir spielen hier nicht in der Bundesliga, Fußball ist unser Hobby und es geht eben nicht um den maximalen Erfolg.“

Eine Hoffnung hat aber auch, nämlich dass der Kreispokal irgendwie zu Ende gebracht werden kann. Verständlicherweise, denn Hohensachsen steht im Halbfinale und hat dort den FV Brühl II vor der Brust. „Das ist schon jetzt der größte Erfolg in unserer Vereinsgeschichte. Es wäre toll, wenn man den Wettbewerb noch zu Ende spielen könnte, notfalls eben auch erst in der neuen Saison“, erklärt er. Gespräche mit dem Verband hat man diesbezüglich schon geführt und auch positive Signale bekommen. „Es wären ja nur noch ein paar Spiele und durch unseren Halbfinaleinzug hätten wir uns ja auch für den badischen Pokal in der neuen Runde qualifiziert. So etwas gab es bei uns noch nie.“

Wer dann in der neuen Saison auflaufen würde, ist mittlerweile auch so gut wie klar. Der Kader bleibt nahezu komplett erhalten. Neu hinzu kommt Markus Hasselbring, der bislang beim SV Schriesheim als Co-Trainer fungiert hat. „Er soll bei uns eine wichtige Rolle übernehmen und eine Art Headcoach sein und sich um alles während eines Spiels kümmern, weil ich ja selbst noch auf dem Platz stehe“, betont Harbarth. Verstärkung bringt Hasselbring noch für die Offensive mit. Künftig wird sein Sohn Kevin für Hohensachsen stürmen.

 

 

{loadmoduleid 374}

zurück