Viernheims Coach Damir Podgorac ist mit der Hinrunde nicht unzufrieden. Bild: Berno Nix
„Die jungen Wilden haben richtig Bock zu kicken“ ++ TSV Amicitia Viernheim II – Coach Damir Podgorac im Gespräch
Kreisklassen | erstellt am Do. 12.02.2026
sport-kurier. Im April 2025 (Saison 2024/2025) zog der TSV Amicitia Viernheim II seine Mannschaft wegen Personalmangels vom Spielbetrieb der Kreisliga Mannheim zurück, nachdem man zuvor als Meister der Kreisklasse A II aufgestiegen war.
Der Neuaufbau der 2. Mannschaft gelang. Mit Damir Podgorac, der zuvor die 3. Mannschaft des FV Fortuna Heddesheim betreut hatte, fand man für die Spielzeit 2025/2026 einen ambitionierten Trainer. Mit 22 Punkten auf der Habenseite rangieren die Viernheimer zur Winterpause auf Platz 8. Nach oben ist kaum was möglich, nach unten ist der Puffer groß.
Wir haben uns mit Trainer Damir Podgorac unterhalten.
Wann seid ihr mit der Vorbereitung gestartet?
PODGORAC: Am 30.01.2026 sind wir in die Vorbereitung gestartet. Alle Langzeitverletzten sind inzwischen wieder im Kader, sodass wir die Vorbereitung endlich komplett durchziehen können.
Wie wird die Hinrunde 2025/2026 insgesamt bewertet? Ziele erreicht oder nicht?
PODGORAC: Vor der Saison haben wir einen Kader mit einigen neuen Spielern zusammengestellt. Allerdings hatten wir über weite Strecken viele Langzeitverletzte zu beklagen. An den Spieltagen mussten wir daher regelmäßig mit Spielern aus der A-Jugend, der 1. Mannschaft sowie aus der AH aufstocken – sogar beide Trainer der 1. Mannschaft haben uns unterstützt. Wenn man den 8. Tabellenplatz und die Umstände betrachtet, mit denen wir umgehen mussten, bin ich insgesamt zufrieden. Dennoch haben wir viele Spiele unglücklich verloren. Gerade gegen die Top-Teams hätten wir durchaus gewinnen können. Phönix Mannheim war der einzige Gegner, dem wir an diesem Tag klar unterlegen waren. In allen anderen Partien waren wir auf Augenhöhe, wenn nicht sogar die bessere Mannschaft. Es ist ein neu zusammengestellter Kader, und uns war von Anfang an bewusst, dass so ein Prozess Zeit braucht.

Was war das Positivste und das Negativste in der Hinrunde?
PODGORAC: Das Positivste war definitiv unser Pokalauftritt. So weit zu kommen, war schon eine starke Leistung. Selbst gegen Wallstadt hatten wir die Chance weiterzukommen, leider hat es am Ende nicht gereicht. Mit meinen „jungen Wilden“ kann man einiges bewegen – die Jungs haben richtig Bock zu kicken. Das Negativste war natürlich das 0:10 gegen Phönix Mannheim. Wir hatten gute 10 bis 20 Minuten, in denen wir sogar in Führung hätten gehen können. Doch an diesem Tag hat einfach nichts funktioniert. Diese Niederlage hat lange an mir und der Mannschaft genagt.
Sportliche Zielsetzung für die Rückrunde 2026?
PODGORAC: Wir haben mittlerweile vier Trainingseinheiten absolviert. Die Jungs sind fit und das Training macht einen sehr guten Eindruck. Ich denke, wir werden wieder jedem Gegner Paroli bieten und unsere Fehler minimieren. Wenn uns das gelingt, können wir uns in Richtung Platz 5 orientieren.
Gab es Wintertransfers?
PODGORAC: Nils Vögele ist zur Fortuna Heddesheim II gewechselt. Das kam für uns etwas überraschend, aber so ist das im Fußball. David Busalt musste aus beruflichen Gründen aufhören, da er für ein halbes Jahr an einem anderen Standort arbeitet. Lennart Bayer ist zur Bundeswehr gegangen und hat zeitlich nicht mehr die Möglichkeit, weiterzuspielen. Mit Timo Endres konnten wir dagegen einen erfahrenen Spieler vom FV Leutershausen gewinnen. Da Timo unsere A-Jugend trainiert, passen die Trainingszeiten optimal.
Welche Testspiele wurden vereinbart?
PODGORAC: Im Januar habe ich zwei kurzfristige Absagen erhalten. Daher steht aktuell nur das Spiel am Samstag, den 14.02., gegen den Kreisligisten SpVgg Wallstadt fest. Mal schauen, ob sich kurzfristig noch etwas ergibt. Eventuell spielen wir spontan gegen unsere A-Jugend, die zuletzt sogar unseren Gegner FV Leutershausen mit 4:3 besiegt hat.
zurück