Zunächst „Schiedsrichterhader“ – Danach klare Union-Sache

Zunächst „Schiedsrichterhader“ – Danach klare Union-Sache

Zunächst „Schiedsrichterhader“ – Danach klare Union-Sache

Archiv | erstellt am So. 06.10.2013

Foto: Sandhausens Manuel Riemann (Nr. 33) beim Abschlag.

…Bundeshauptstadt treu und brav ab. Während für die Gäste eine kleine Serie endete, untermauerten die „Eisernen“ ihre Anwartschaft auf einen Aufstiegsplatz. Sehr unterschiedlich verliefen die 90 Minuten im umgebauten Stadion vor 18.756 Besuchern, wovon 18.600 Union-Anhänger waren und denen stockte schon nach 120 Sekunden der Atem.

Daniel Haas, ein „Sohn“ aus der Kurpfalz patzte, Ranisav Jovanovic erkannte die Situation blitzschnell und er wurde von dem Torhüter von den Beinen geholt. Der klare Elfmeterpfiff für die Gäste ließ jedoch auf sich warten.

„Das war ein klarer Elfmeter“, waren sich alle einig, nur nicht der Unparteiische. Die Gastgeber taten sich auch im weiteren Verlauf sehr schwer, fanden kaum zu einem konstruktiven Angriff und machten somit der SV-Abwehr das Leben keineswegs schwer.„Aus dem Nichts ging Union dann in Führung“, stellte Alois Schwartz richtig fest. Auf der rechten Platzherren-Seite überlistete Köhler Timo Achenbach und seine Hereingabe landete bei Torsten Mattuschka auf halblinks.

An seinem 33. Geburtstag fackelte der Kapitän nicht lange und zog zur Führung ab, um sich dadurch selbst das schönste Geschenk zu machen. Der kreuzende Simon Terrode (Abseits?) irritierte Manuel Riemann, sodass er keine Abwehrchance besaß.

Nach dem Rückstand  legten die Gäste bei ihren Vorwärtsbemühungen nochmals eine „Schippe“ drauf, doch Marco Thiede (30.) und Jovanovic (36.) verpassten jeweils gute Einschussmöglichkeiten. Die Seiten wurde mit dieser knappen Union-Führung gewechselt und nach der Pause kamen die Platzherren hellwach aus der Kabine, sodass die Vorentscheidung nicht lange auf sich warten ließ.

Gerade einmal zwei Minuten gespielt traf Simon Terodde zum 2:0, nachdem Hübner einen Schritt zu spät kam. Die Vorarbeit leistete dieses Mal Mattuschka erneut auf der linken Seite. Jetzt hatte man den Eindruck, als ob die SV-Hintermannschaft den Rückfall in alte Zeiten probte, denn weitere Einschussmöglichkeiten folgten durch Brandy (63./65.) sowie Terodde (57). Der dritte Union-Treffer lag förmlich in der Luft und ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Der Neu-Berliner Sören Brandy konnte in der 66. Minute doch noch jubeln. Nach einer Stafette von missglückten Abwehrversuchen, die bei Danny Blum ihren Anfang hatten, drückte er die Kugel zum 3:0 über die Linie.

Immer wieder angepeitscht von den mehr als 18.000 Besuchern rollte Angriff um Angriff Richtung SV-Heiligtum und erst in den letzten zehn Minuten erholten sich die Kurpfälzer von dem Sturmlauf, wo Manuel Stiefler noch für Ergebniskosmetik hätte sorgen können. „Die Niederlage wird uns nicht umwerfen“, meinte Alois Schwartz und hat jetzt durch die Länderspielpause zwei Wochen Zeit, um seine Schützlinge für das wichtige Heimspiel gegen SG Dynamo Dresden (19. Oktober) wieder auf zu richten.

1.FC Union Berlin: Haas; Pfertzel, Puncec, Schönheim, Kohlmann; Kreilach; Brandy (76. Dausch), Parensen, Mattuschka (71. Nemec), Köhler; Terodde (84. Skrzybski).

SV Sandhausen: Riemann; Schauerte, Olajengbesi, Hübner, Achenbach; Linsmayer, Kulovits (54. Blum); Stiefler, Ulm, Thiede (53. Löning); Jovanovic (85. Adler).

Tore: 1:0 (25.) Mattuschka, 2:0 (47.) Terodde, 3:0 (66.) Brandy. Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach). Zuschauer: 18.756. Gelbe Karten: Puncec (Union) –  Linsmayer (2), Schauerte, Olajengbesi, Riemann (alle SVS).

Quelle: SV Sandhausen / sim           Foto: Rhein-Neckar Picture

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