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Wird „1907 Media“ die Live – Übertragung dauerhaft entzogen?

Archiv | erstellt am Do. 26.09.2013

SV Waldhof untersagte mit sofortiger Wirkung die Übertragung der Begegnungen

Wurden… denn mit sofortiger Wirkung untersagte der Verein den Machern von „1907 Media“ die Übertragung der Begegnungen. Anlass dafür ist ein Spielankündigungsplakat der Websitenbetreiber vor dem Duell am Sonntag gegen den 1.FC Kaiserslautern II. „30 Jahre Feindschaft und Hass“ war darauf zu lesen.

„Wir können solche Plakate nicht dulden, da wir mit 1907 Media in einer Kooperation standen“, begründet Andreas Laib die Maßnahme, die Live-Übertragungen ab sofort zu verbieten. Gerade im Hinblick auf die Ausschreitungen am Rande der Partie gegen die Offenbacher Kickers vor exakt einem Monat sah sich der Geschäftsführer des Vereins zu drastischen Maßnahmen gezwungen.

„Der Klub kann sich nichts mehr erlauben, wir stehen im Fokus der Öffentlichkeit, gerade im Blick auf Gewalt“, so Laib. Gegenüber der kritischen Öffentlichkeit und Sponsoren war der Verein gezwungen, sich öffentlich von 1907 Media zu distanzieren.

1907 Media bot diesen hervorragenden Service unentgeltlich an

Bereits in der vergangenen Saison startete das Team mit Live-Radio-Übertragungen der Heimspiele des SV Waldhof. Hinzu kamen Interviews mit Trainer, Spielern und Offiziellen. Den gesamten Aufwand betrieben die Verantwortlichen unentgeltlich, was auch in dieser Saison so blieb, obwohl die Kosten wegen der Live-Bilder deutlich höher waren. Über Spenden versuchte 1907 Media, die Kosten zu decken, was immerhin zum Teil gelang.

Innerhalb der Fanszene genießt das Projekt eine sehr große Anerkennung, schließlich haben so alle Anhänger die Chance, zumindest die Auswärtsspiele live zu sehen, auch wenn es ihnen nicht möglich ist, die Fahrten selbst auf sich zu nehmen.

Geschäftsführer Andreas Laib versucht die  Entscheidung zu rechtfertigen

Die Betreiber der Website und des Livestreams bereuen inzwischen die reißerische Parole auf ihrem Spielankündigungsplakat und änderten es ab. „Wir sind ein Service von Fans – für Fans“, heißt es in einer Stellungnahme, verbunden mit der Hoffnung, vielleicht mit einer „Gelben Karte“ davonzukommen. Immerhin schauten sich zuletzt mehrere hundert Waldhof-Fans die Übertragungen von 1907 Media im Internet an.

„Wenn jetzt einige die Spiele des SVW nicht mehr gucken können, ist das nicht das Verschulden des Vereins, sondern der Personen, die das Plakat erstellt haben“, hat Laib durchaus Verständnis für die Enttäuschung einer großen Anzahl von Fans, sieht sich aber nicht in der Lage, von der Entscheidung des Klubs abzurücken.

„Wir distanzieren uns nochmals von jeglichen Auffassungen, dass wir mit diesem Plakat in irgendeiner Form zur Gewalt aufrufen wollten“, sagt 1907 Media in einer Stellungnahme.

Bahnt sich in Bälde eine Lösung an? Der Verein scheint gesprächsbereit.

Eventuell gibt es aber noch die Gelegenheit, in einiger Zeit einen neuen Konsens zu finden. „Das ist der Status Quo“, lässt 1907 Media verlautbaren, verbunden mit der Hoffnung, nochmals mit den Verantwortlichen des SVW ins Gespräch zu kommen.

„Vielleicht gibt es noch einmal eine Lösung in diese Richtung“, macht Laib Hoffnung, verdeutlicht jedoch, dass die jetzt gefällte Entscheidung vorläufig und auch für die Partie am Sonntag gilt.

 

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