Schwere Entscheidungen gilt es zu treffen

Schwere Entscheidungen gilt es zu treffen

Schwere Entscheidungen gilt es zu treffen

Archiv | erstellt am Di. 21.01.2014

Foto oben: Hoffenheims Neuzugang Jiloan Hamad am Ball.

Alle vier Testspiele konnten gewonnen werden. Im letzten Härtetest am Sonntag vor 3.000 Zuschauern gegen den türkischen Erstligisten Kasimpasa Spor Istanbul gab es einen souveränen 4:1 Sieg zu feiern. Die Treffer erzielten zweimal Sven Schipplock und je ein mal Roberto Firmino und Eugen Polanski.

Die Rückrundenvorbereitung machte deutlich, dass einige Positionen noch hart umkämpft sind. Alexander Rosen, Direktor für Profifußball, sieht gegenüber der Vorbereitung im Sommer personell große Unterschiede: „Wir sind jetzt auf einem ganz anderen Niveau als in der Saisonvorbereitung. In der Hinrunde haben sich Spieler wie Jeremy Toljan, Niklas Süle, Tobias Strobel und Kai Herdling sehr gut weiterentwickelt und in die Mannschaft gespielt. Dadurch haben wir jetzt vier zusätzliche Optionen, die vor der Saison null oder ganz wenig Bundesligaeinsätze hatten. Die Duell für die Stammformation sind sehr eng.“

Foto: Hoffenheims Keeper Jens Grahl kämpft um den Platz als Nr. 1 im Tor der TSG.

Modeste oder Schipplock

Während die Torhüterfrage zwischen Koen Casteels und Jens Grahl noch offen ist, scheint es im Sturmzentrum keine Veränderung zu geben. Schipplock konnte in der Vorbereitung gegenüber Anthony Modeste punkten, erzielte zuletzt in zwei Testspielen drei Treffer. Im Gespräch mit dem Sportkurier wirkt der Publikumsliebling zuversichtlich: „Ich bin mit meiner Leistung nach einwöchiger Verletzungspause aufgrund einer Archilessehnenverletzung sehr zufrieden. Anthony und ich geben beide im Training richtig Gas, jeder möchte in Nürnberg in der Anfangsformation stehen. Entscheiden wird letztendlich der Trainer, wer den besseren Eindruck hinterlassen hat.“

Foto: Sven Schipplock nimmt das Duell mit Anthony Modeste auf.

Neuzugang Jiloan Hamad hat einen bisher hervorragenden Eindruck hinterlassen

Neuzugang Jiloan Hamad hat sich sehr schnell akklimatisiert und fußballerisch einen sehr guten Eindruck hinterlassen. In kürzester Zeit hat er sich an das schnelle, intensive Hoffenheimer Spiel angepasst, konnte in den Vorbereitungsspielen, wo er vier Torvorlagen gab, technisch und läuferisch überzeugen. Die Erwartungen an den schwedischen Neuzugang sollten, in Betracht einer möglichen Anfangseuphorie, dennoch nicht zu hoch gesetzt werden. Der zweite Hoffe-Neuzugang kommt vom Drittligisten SpVgg Unterhaching und heißt Janik Haberer. Der Transfer des 19-Jährigen spielt perspektivisch erst für die nächste Saison eine Rolle. Nachdem alle Formalitäten geklärt sind, wird er die Rückrunde weiter für Unterhaching spielen und dann ab 1. Juli zur TSG stoßen.

Auslaufende Verträge

Laut Alexander Rosen, Direktor für Profifußball, sollen keine weiteren Spieler mehr verpflichtet werden. Gesprächsbedarf ist weiterhin bei den auslaufenden Verträgen von  Andreas Beck (Foto rechts), Fabian Johnson und Stefan Thesker gefragt. Bei Thesker wollten die Kraichgauer noch abwarten, wie er sich in der Vorbereitung entwickelt. Aufgrund einer erneuten Verletzung wird die Entscheidung erst im März erwartet. In der Woche nach dem Nürnberg-Spiel möchte man bei den Stammkräften Beck und Johnson zu Einigungen kommen. Hoffenheim hat bereits Anfang  Oktober beiden schriftliche Angebote unterbreitet. Rosen: „Beck und Johnson sind am Saisonende ablösefrei, haben dadurch auf dem Markt einen besonderen Wert. Um entsprechend planen zu können, wollen wir am Monatsende Klarheit haben.“  

Die Defensive

In der Vorbereitung wurde vor allem am Defensivverhalten intensiv gearbeitet. Nur ein Gegentreffer in vier Testspielen stimmen dabei zuversichtlich. 38 Gegentore in der Hinrunde waren Liga-Negativwert. Trainer Markus Gisdol: „Vom Gefühl her denke ich, dass wir stabiler geworden sind. In beiden Spielrichtungen, sowohl defensiv als auch offensiv macht es aktuell einen ganz guten Eindruck, wenngleich die Bundesliga nochmals ein ganz anderes Niveau hat.“ Personell „die Spieler haben es uns sehr schwer gemacht. Insgesamt haben wir durchweg positive Leistungen auf mehreren Positionen gesehen, Es sind jetzt Millimeter-Entscheidungen die jetzt anstehen und wir werden in aller Ruhe entscheiden, welche Spieler am besten zueinander passen. Für uns stehen schöne, schwere Entscheidungen bevor.“

Fotos: Rhein-Neckar Picture

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