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Markus Kuhn kann frühestens Mitte Oktober ins Spielgeschehen eingreifen

Archiv | erstellt am Mi. 16.10.2013

Dank des Kreuzbandrisses im vergangenen November und des eher langfristigen Reha-Prozesses kann er frühestens Mitte Oktober wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

„Meine Reha ist sehr gut verlaufen und ich fühle mich fit. Auch in der sechswöchigen Vorbereitung habe ich trainiert und an den Spielersitzungen und Videoanalysen teilgenommen, als würde ich in den vier Spielen auflaufen können“, berichtete Kuhn von der Saisonvorbereitung. Nicht unbekannt ist es für den Viernheimer, der bei den Weinheim Longhorns das Footballspielen erlernt hat und über die Universität von North Carolina State nun in der besten Liga der Welt, der NFL gelandet ist, dem Training seiner Teamkameraden zusehen zu müssen.

Schon in seiner ersten Saison konnte er nicht an den organisierten Trainingseinheiten des Teams im Mai und Juni teilnehmen, erst zum Trainingslager Ende Juli war seine Arbeitserlaubnis da und er konnte endlich ins Geschehen eingreifen. „Markus ist jemand, der sich in den Theoriestunden und bei der Videoanalyse immer mächtig ins Zeug legt und demonstriert wie schnell er diesen Teil des Spiels verinnerlicht hat“, lobte der für die Verteidigung bei den New York Giants zuständige Trainer Perry Fewell den Viernheimer. Ganz an die Seitenlinie verbannt war Kuhn in diesem Jahr jedoch nicht, immerhin durfte er während des normalen Teamtrainings in einem benachbarten Bereich sein Reha-Training absolvieren.

Stärker und kräftiger wirkt Kuhn vor seiner zweiten Profi-Saison, was sicher auch dem verstärkten Krafttraining geschuldet ist, da Lauftraining aufgrund der Verletzung nicht unbedingt  zu jedem Zeitpunkt möglich war. „Die New York Giants haben mir zu verstehen gegeben, dass sie auf mich setzen und mir gerne Zeit geben wollen, bis ich wieder fit bin“, so Kuhn weiter. Daher machte das Team von einer Regelung der Profiliga gebrauch, wonach verletzte Spieler zu Saisonbeginn weiter auf der PUP-Liste (Anm. d. Red.: bedeutet ‚Physically unable to perform‘ – Physisch nicht in der Lage Leistung zu erbringen) bleiben dürfen. Diese Spieler zählen dann nicht zum 53-Mann Kader des Teams, gehören aber weiterhin dem Team an und können nach sechs bis neun Wochen ins Training aufgenommen werden.

„Nachdem sechs Spiele absolviert sind, können mich die Giants in den nächsten drei Wochen ins Training einsteigen lassen und haben ab diesem Tag drei Wochen Zeit mich in den Kader aufzunehmen oder weiter auf die Verletztenliste zu setzen“, erklärt Kuhn die Regeln der NFL. „Ich fühle mich sehr gut und bin auch schon wieder fit. Verletzungen wie meine dauern eben seine Zeit, bis man wieder voll einsatzfähig ist. Ich gehe davon aus, dass ich in dieser Saison noch spielen werde. Die Kraft oder die Schnelligkeit ist ja auch schon wieder vorhanden und Schmerzen habe ich gar keine, jetzt geht es vielmehr darum die kleinen Dinge und Automatismen im Bewegungsablauf wieder zu verinnerlichen. Daran arbeite ich hart“, so der Viernheimer dazu.

Ein wenig wehmütig blickte er dann aber doch drein, als sein Team Mitte August zum ersten Heimspiel der Vorbereitung auf die aktuelle Saison ins New Yorker MetLife Stadium einlief. Gerne hätte er mitgeholfen dieses Spiel zu gewinnen, denn es ging dabei auch noch um ein Deutsch-Deutsches Duell. Björn Werner aus Berlin wurde von den Indianapolis Colts verpflichtet und gilt als der talentierteste Deutsche in der NFL. „Wir haben im Universitäts-Football jedes Jahr gegeneinander gespielt und uns dabei getroffen. Jetzt treffen wir hier auch aufeinander“, erklärt er ein wenig traurig. So informierte er seinen einstigen Konkurrenten in den Wintermonaten über den Ablauf und die Vorbereitung auf das große NFL Sichtungstraining und die bald darauf folgende Spielerauswahl und stand ihm mit dem einen oder anderen Tipp zur Seite. „Er hat mir geraten wie ich meine Vorbereitung angehen sollte und was mich dabei so erwartet. Das war sehr hilfreich“, so der dank von Werner in Richtig seines Landsmanns.

Fotos: Marc Schüler

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