Derby-Schlager zwischen Wormatia Worms und dem SV Waldhof
Derby-Schlager zwischen Wormatia Worms und dem SV Waldhof
Archiv | erstellt am Do. 24.10.2013
Insgesamt 13 Neuzugänge, darunter namhafte Akteure, wie z.B. Rainer Adolf (SV Waldhof), Erdal Celik (FC Homburg), Raschid El Hammouchi (Wuppertaler SV), Carsten Sträßer (Chemnitzer FC), Kevin Wölk und Markus Hofmeier (beide FSV Frankfurt), Srdjan Baljak (MSV Duisburg) und Markus Müller (SV Babelsberg). In Worms nahm man richtig Geld in die Hand, wurde der Jahresetat erheblich aufgestockt.
Ziel des Clubs: Um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielen.
Worms enttäuschte bisher auf der ganzen Linie
Nach 13 Spielen stehen die Wormaten auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz. Nur ein Sieg, 8 Remis und 4 Niederlagen. Zu wenig für die Ansprüche der Wormser. Coach Stefan Emmerling nahm seinen Hut – für Ihn kam Hans-Jürgen Boysen, kein Unbekannter in der Region.
Foto: Der Wormser Anhang ist bisher sehr enttäuscht über die Darbietungen „ihrer“ Wormatia.
„Wir müssen die Verunsicherung aus den Köpfen der Spieler bekommen. Das Potenzial im Team ist gut, aber es muss auch bei jedem abgerufen werden“, so Boysen vor seinem ersten Spiel als verantwortlicher Trainer gegen den KSV Baunatal. Aber auch dort lief es nicht nach Wunsch – es setzte eine verdiente 2:0 Niederlage, mittlerweile die dritte in Serie. Sein Kapitän Carsten Sträßer sah in dieser Begegnung die Rote Karte und wurde vom Verband für drei Wochen gesperrt. Er wird somit gegen den SV Waldhof definitiv fehlen.
Kocak fordert mehr Konzentration
„Wir müssen nach uns schauen, nicht wie es derzeit in Worms läuft. Angeschlagene Gegner sind oft die gefährlichsten, von daher tun wir gut daran, mit voller Konzentration in dieses Spiel zu gehen“, so Kocak. Und genau diese volle Konzentration ist auch notwendig, wenn die Mannheimer nach mittlerweile sechs sieglosen Spielen (vier Remis) wieder dreifach punkten wollen. Immer wieder sind es leichtsinnige, individuelle Fehler, die zu Gegentoren führen.
Foto: Letzte Saison stand Torhüter Kevin Knödler noch für die Wormatia zwischen den Torpfosten. Jetzt tritt er mit seinem SV Waldhof an alter Wirkungsstätte an.
So war auch Kenan Kocak nach der Partie gegen TuS Koblenz angefressen: „Das 0:1 und das 0:2 hat nichts, aber auch gar nichts mit Training, Taktik oder System zu tun. Das sind persönliche Fehler, die das Team immer wieder zurückwerfen. TuS Koblenz hat aus dem Spiel heraus keine einzige wirkliche Torchance gehabt. Noch nicht einmal die zwei Treffer waren herausgespielt. Die fielen nur mit tatkräftiger Unterstützung von uns. Und das müssen wir einfach abstellen“, erwartet Kocak gerade auch von Führungsspielern in dieser Hinsicht einfach mehr.
Saiti, Franzin und Kochendörfer wieder im Aufgebot
In Worms wird Enis Saiti wieder erstmals im Aufgebot der Waldhöfer stehen. Mit dabei auch der zuletzt erkrankte Steffen Kochendörfer und der wegen der 5. gelben Karte gesperrte, aber auch gleichzeitig verletzte Dennis Franzin. Ob und wer von den drei genannten in der Anfangsformation steht, das lässt Kocak noch offen. „Wir warten die letzten zwei Trainingseinheiten ab.“ Fehlen werden nach wie vor Fabian Schleusener (Schambeinentzündung), Phil Weimer (Knochenödem), David Lauretta (Außenbanddehnung im Knie) und Shqipon Bektashi (gesperrt).
„Es wird Zeit den „Bock“ umzustoßen. Wir müssen uns für unseren Aufwand auch belohnen und nicht wieder einem unnötigen Rückstand hinterherrennen. Koblenz stand sehr tief, da ist es immer schwer. Die Mannschaft hatte dennoch nach dem 0:2 Rückstand wieder sehr gute Moral bewiesen und ist in das Spiel zurückgekommen. Das verdient auch Respekt. An der kämpferischen Einstellung gibt es deshalb überhaupt nichts zu kritisieren“, übt Kocak keine generelle Kritik am Spiel seines Teams.
Foto: Waldhof-Angreifer Vllaznim Dautaj traf nach seiner Einwechslung im Spiel gegen TuS Koblenz zum wichtigen 2:2 Ausgleich.
Kenan Kocak: „Wir wollen in Worms das Spiel für uns entscheiden.“
Und weiter: „Ich bin niemand, der ständig auf die Tränendrüse drückt und bei negativen Ergebnissen auf fehlendes Personal verweist. Aber wir müssen schon alle zur Kenntnis nehmen, dass wir zuletzt auf viele Stammkräfte verzichten mussten. Es scheint sich jetzt wieder etwas zu entspannen, sodass wir wieder mehr Alternativen haben.“
Gegen Worms will Kenan Kocak auf zwei, drei Positionen Änderungen vornehmen. „Welche, die wird man erst zu Spielbeginn sehen. Die Wormser müssen nicht alles Tage zuvor wissen“, entlockt der Satz sogar ein schmunzeln beim Waldhof-Coach. Und zum Schluss: „Wir werden in Worms alles abrufen und wir wollen diese drei Punkte mit nach Mannheim nehmen“, gibt der Waldhof-Coach auch gleich die Richtung vor.
Spielbeginn: Samstag, den 26.10.13 um 14:00 Uhr.
Fotos: Rhein-Neckar Picture
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