Der Sportkurier im Gespräch mit Markus Gisdol
Der Sportkurier im Gespräch mit Markus Gisdol
Archiv | erstellt am Mi. 08.01.2014
Sportkurier: Hatten Sie in der kurzen Winterpause genügend Zeit, den Akku für die Rückrunde neu aufzuladen?
MARKUS GISDOL: Ich konnte über die Feiertage sehr gut abschalten, das Handy blieb aus, an Fußball habe ich nur wenig gedacht und dafür mit meiner Familie eine schöne Zeit verbracht.
Sportkurier: Nach einer turbulenten, ereignisreichen Vorrunde bereiten Sie sich mit Ihrer Mannschaft in Spanien auf die Rückrunde vor. Was sind für Sie die nächsten Herausforderungen für die zweite Saisonhälfte?
MARKUS GISDOL: Für meine Spieler war es wichtig, einige erholsame Tage zu haben. Die letzte Saison war aufgrund der Relegationsspiele sehr lange und aufreibend. Auch in der abgelaufenen Hinrunde gab es vieles zu verkraften, vieles zu verarbeiten. Daher war es wichtig, den Kopf frei zu bekommen, um sich nun im Trainingslager gezielt auf die Rückserie vorbereiten zu können.
Sportkurier: Richtet sich die Vorbereitung eher auf konditionelle oder eher taktische Bereiche?
MARKUS GISDOL: Dadurch, dass die Pause nicht all zu lange war, haben die Spieler konditionell nicht all zu viel verloren. Es gab zudem Laufaufgaben zu erfüllen, sodass wir nicht bei Null einsteigen müssen. Eine gewisse Basis ist demnach noch vorhanden. In den ersten Trainingstagen werden wir Schwerpunkte in den Bereichen Ausdauer setzen, gleichzeitig widmen wir uns weiterhin dem Prozess taktischer Verbesserungen.
Foto: Markus Gisdol gibt seinem Torjäger Kevin Volland letzte Anweisungen.
Sportkurier: Worauf richten Sie ganz besonders das Hauptaugenmerk für die zweite Saisonhälfte?
MARKUS GISDOL: Wir haben viele Tore geschossen, aber auch viele kassiert. Klar, dass dies auch ein Thema in der Vorbereitung sein wird und wir daraus die richtigen Schlüsse ziehen müssen. Es wäre fatal, wenn wir uns jetzt verstärkt auf die Defensive konzentrieren und unsere Offensivstärken vernachlässigen würden. Wir müssen schneller umschalten, den Gegner hoch attackieren, über die gesamten 90 Minuten. Je mehr uns das gelingt, umso erfolgreicher werden wir sein. Die vielen positiven Erkenntnisse aus der Vorrunde müssen wir nutzen, um uns weiter zu stabilisieren.
Sportkurier: Transfers sollen in der Winterpause kein Thema werden.
MARKUS GISDOL: Wenn aktuell in unserem Kader nichts passiert, bleibt alles so beim Alten. In der Winterpause ist es schwer, die entsprechenden Wunschspieler zu bekommen, oft sind es Zufallstreffer, die gelingen. Im Normalfall geben Vereine in diesem Zeitraum keine guten Spieler ab, von daher muss es schon zu außerordentlichen Situationen kommen, um da noch tätig zu werden.
Sportkurier: Mönchengladbach ist sehr stark an Fabian Johnson interessiert.
MARKUS GISDOL: Unsere Spieler sind auf dem Markt aufgrund guter Leistungen begehrt, das ist uns wohl bekannt. Dies ist für die Spieler wie für den Verein eine hohe Auszeichnung. Dennoch wollen wir alle Spieler aus dem aktuellen Kader gerne behalten, das ist auch bei Johnson der Fall.
Sportkurier: Die Torhüter-Frage dürfte sich zu einem interessanten Zweikampf zwischen Koen Casteels und Jens Grahl entwickeln.
MARKUS GISDOL: Alle Spieler starten in der Vorbereitung bei Null. Das gilt auch für die beiden Torhüter. Wir werden sehen, wer zum Rückrundenauftakt in der Stammformation steht.
Sportkurier: Was erwarten Sie von Neuzugang Jiloan Hamad?
MARKUS GISDOL: Wir sind zunächst einmal sehr froh, einen Spieler von seiner Qualität nun in unseren Reihen zu haben – noch dazu ablösefrei. Wir dürfen aber zu Beginn noch nicht zu viel von ihm erwarten. Wir werden ihm die nötige Zeit geben, sich zu integrieren und sich an das Spieltempo der Bundesliga zu gewöhnen. Er ist ein Spieler, der sehr vielseitig einsetzbar ist und ich bin sicher, dass er unserem Spiel gut tun wird.
Foto 1 BWA Foto 2+3 Rhein-Neckar Picture
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