Cottbus war ein verdammt hartes Brett für die TSG 1899 Hoffenheim

Cottbus war ein verdammt hartes Brett für die TSG 1899 Hoffenheim

Cottbus war ein verdammt hartes Brett für die TSG 1899 Hoffenheim

Archiv | erstellt am Mi. 25.09.2013

Im August 2008 brillierten die Kraichgauer bei ihrem Erstligadebüt souverän mit 3:0 in der Lausitz und schoben sich gleich an die Tabellenspitze. Im Januar 2009 folgte im ersten Heimspiel in der neuen Rhein-Neckar-Arena ein 2:0 Premierensieg. Nur zwei Jahre später gab es eine enttäuschende 0:1 Auswärtsschlappe im DFB-Pokal-Viertelfinale.

Energie Cottbus erwies sich als unbequemer Gegner

Beim neuerlichen Aufeinandertreffen in der zweiten Pokalrunde am vergangenen Dienstag revanchierte man sich durch einen verdienten 3:0 Heimerfolg und qualifizierte sich für das Achtelfinale. Es war jedoch ein langes und zähes Unterfangen, ehe der Pflichtsieg nach 120 Spielminuten eingefahren war.
Cottbus erwies sich als unangenehmer, kampfstarker und vor allem sehr defensiv spielender Gegner.

Das Abwehrbollwerk des Zweitligisten hielt bis zur 95. Minute, ehe Torwart Robert Almer bei seinem einzigsten Fehler sich beim Herauslaufen verschätzte, Yannik Vestergaard per Kopf den Pfosten traf und Youngster Niklas Süle mit seinem ersten Pflichtspieltor unbedrängt aus sechs Meter einschoss. Der Bann war nun gebrochen. Die weiteren Treffer, einer niveauarmen, einseitigen und spielerisch schwachen Partie mit vielen Fehlpässen vor nur 11.579 Zuschauern, erzielten Roberto Firmino (113.) und „Joker“ Sven Schipplock (117.). 1899-Coach Markus Gisdol: „Wir mussten ein richtig dickes Brett bohren und lange auf das Tor warten. Meine Mannschaft stand in der Abwehr sehr stabil und hat mit einer kontrollierten Spielweise konzentriert unsere Strategie bis zuletzt verfolgt.“

Torhüter Jens Grahl, der erstmals in einem Pflichtspiel in Startformation stand im Gespräch mit dem Sport-Kurier:

„3:0 gewonnen, kein Gegentor – besser kann es nicht laufen. An das Elfmeterschießen habe ich zu keinem Zeitpunkt gedacht, weil ich wusste, dass wir ein Tor schießen, obwohl Cottbus weit hinten stand und wenig zugelassen hat.“

Die Fans haben Grahl nach dem Abpfiff ganz besonders gefeiert. Als seine Kollegen bereits in der Kabine waren, ließ sich Hoffenheims Nummer zwei mit der Rückennummer 13, seine Glückzahl, die er sich auch auf den Arm tätovieren ließ, vor der Fankurve feiern und schenkte einem kleinen, überglücklichen Jungen sein Torwarttrikot. Grahl: „Eigentlich hatte ich mein Trikot vom ersten Pflichtspiel meinem besten Freund versprochen, doch der Fan hatte ein so schönes Plakat mit der Aufschrift: „Jens schenk mir dein Trikot“ gemalt, dass ich es ihm für seine Mühen einfach geben musste.“ Grahls Wunschgegner, der am Sonntag in der ARD-Sportschau gezogen wird, ist der SV Sandhausen, am liebsten im Heimspiel.

Der erneut unermüdlich rackernde Stürmer Kevin Volland war nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert über das Vollbrachte: „Die 90 Minuten waren ganz besonders zäh, Cottbus hat sich hinten rein gestellt und das Zentrum ziemlich dicht gemacht. Da ist es für einen Stürmer ganz besonders schwer Räume zu finden, um durch zu kommen. Der Trainer hat uns immer wieder gesagt, wir sollen geduldig und konzentriert spielen und auf unsere Chance warten. Dies haben wir letztendlich bis zum Schluss befolgt. Der Türöffner zum Sieg folgte durch eine Standartsituation und letztendlich haben wir den Sieg souverän heruntergespielt und verdient gewonnen.“

Beck: „Mir war klar, dass Cottbus eine zähe Nuss wird.“

TSG-Kapitän Andreas Beck, der vor zwei Jahren bei der schmerzhaften Pokalniederlage in Cottbus dabei war, wusste um die Schwere der Aufgabe. Beck gegenüber dem Sport-Kurier: „Mir war klar, dass Cottbus ist eine zähe Nuss wird und wir alles abrufen müssen. Am Ende haben wir verdient die Oberhand behalten und können uns jetzt konzentriert auf die nächste Heimpartie am Samstag gegen den FC Schalke 04 vorbereiten.“

Foto oben: BWA

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