Beim VfR Mannheim nichts "Neues" / Auch im 10. Spiel keinen Sieg errungen
Beim VfR Mannheim nichts „Neues“ / Auch im 10. Spiel keinen Sieg errungen
Archiv | erstellt am Do. 03.10.2013
Foto oben: Der Jubel über die 1:0 Führung war nur von kurzer Dauer. Drei Minuten nach Wiederanpfiff glichen die Kehler zum 1:1 aus.
„Stephan und ich hätten auf dem Platz stehen müssen“, sagte der Coach des KFV mit Blick zu seinem Trainerkollegen Stephan Groß. Die beiden früheren Klassefußballer hätten vielleicht sogar mehr spielerischen Glanz in die Partie gebracht, die letztlich verdient 1:1 endete. Ein Resultat, mit dem die Kehler besser leben konnten als die Mannheimer.
In der Offensive fehlte die Durchschlagskraft
Auch im zehnten Spiel blieb der erhoffte erste Saisonsieg für den VfR aus, nur am grünen Tisch gab es für die Rasenspieler bislang einen Dreier. „Das kann man Krise nennen, muss es aber nicht“, sagte Groß nach der Partie, in der seine Spieler über weite Strecken der Partie enttäuschten. Vor allem in der Offensive fehlte die Durchschlagskraft, weil der emsige Daniele Toch zwar ein paar Ideen hatte, seine Kollegen Hans Kyei, Piero Adragna und Lukas Cambeis jedoch keine gute Aktionen vorzuweisen hatten. Im Zweikampf ließen sie sich von den robusten Kehlern „abkochen“.
Bora Markovic: „Wir wollten die Verunsicherung des VfR ausnutzen.“
KFV-Coach Markovic kennt die Oberliga und die Verhältnisse dort sehr gut, weshalb ihm die Lage beim letztjährigen Tabellendritten vor dem Spiel nicht entgangen war.
„Wir wussten, dass die Verunsicherung beim VfR groß sein würde und das wollten wir ausnutzen“, erklärte Markovic sein taktisches Vorgehen, dem nominell übermächtigen Gegner beizukommen. Weil die vorherige Analyse den Punkt traf, nahmen die Kehler einen davon mit auf die Heimreise. „Bei uns läuft auch nicht alles rund, wir sind auch unzufrieden mit dem Saisonverlauf, aber das Unentschieden haben wir uns verdient“, sprach der KFV-Coach.
Foro rechts: Mannheims Hans Kyei am Ball.
Inspirationsloser Kick der Mannheimer
Groß musste ihm beipflichten, schließlich verstand es sein Team zu keinem Zeitpunkt, die Kehler am eigenen Strafraum einzuschnüren. Das lag einerseits an dem inspirationslosen Kick der Mannheimer, hatte andererseits seine Ursache an der guten Defensivarbeit der Kehler. Der KFV verstand es letztlich gut, über 90 Minuten die Grundtugenden des Fußballs auf den Rasen zu bringen, was reichte, um die hochgewetteten Mannheimer nie zur Entfaltung kommen zu lassen.
„Das war spielerisch unser schlechtestes Heimspiel“, räumte Groß unumwunden ein und erntete dafür keinen Widerspruch. Kaum eine Torchance erspielten sich die Rasenspieler und mussten deshalb auf eine
Standardsituation hoffen, um in Führung zu gehen.
Unmittelbar vor der Pause war eine davon erfolgreich, denn nach einer Toch-Ecke köpfte Norbert Kirschner stark zum 1:0 ein (45.). Die Führung brachte aber keine Sicherheit ins Spiel der Groß-Truppe, denn nur drei Minuten nach der Pause nutzte Armbruster die erste Gelegenheit für den KFV nach einem Freistoß zum Ausgleich – 1:1.
Stephan Groß mit seinem „Latein“ am Ende?
Im Anschluss waren die Mannheimer durchaus gewillt, den Bock umzustoßen, doch die Mittel fehlten ganz einfach, weil in der Offensive die Durchschlagskraft abhanden kam. „Ich kann den Spielern nur aufs Pferd helfen, reiten müssen sie alleine“, sagte Groß nach der Begegnung.
Am Sonntag bietet sich dem VfR die nächste Gelegenheit, um einen „Dreier“ einzufahren. Beim FV Ravensburg wird der Druck auf dem Team erneut ein Stückchen größer sein, denn die Tabelle sieht für den VfR immer düsterer aus – und die Leistung gegen Kehl war es auch.
VfR Mannheim: Cetin – Höhn, Pritchett (46. Prokop), Kirschner, Bayram – Herm, Malchow – Adragna (58. Terzic), Toch, Cambeis (67. Erdogdu) – Kyei.
Kehler FV: Kornmaier – Aras (89. Gerard), Kaiser, Berger, Karamehmedovic – Zimmerer, Armbruster – Göhringer, Benchenane, Sax (90. Sert) – Weschle (78. Halfmann).
Tore: 1:0 Kirschner (45.), 1:1 Armbruster (48.)
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Cem Tekinarslan (Karlsruhe)
Fotos: Rhein-Neckar Picture
zurück