SV Waldhof unterliegt Eintracht Frankfurt / starke Leistung des Hollich-Teams

SV Waldhof unterliegt Eintracht Frankfurt / starke Leistung des Hollich-Teams

SV Waldhof unterliegt Eintracht Frankfurt / starke Leistung des Hollich-Teams

Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Do. 26.07.2012

… weniger Tage gegen einen Bundesligisten über weite Strecken eine richtig gute Leistung. Vor 3.554 Zuschauern, darunter knapp 2.000 Frankfurter Fans – entwickelte sich von Beginn an eine gute Testspielbegegnung. Trotz hochsommerlicher Temperaturen zeigten beide Teams eine sehr gute Laufarbeit.

Viele Frankfurter Anhänger im Stadion / toller Gäste-Support

Der Frankfurter Gästeblock „proppenvoll“, zeigte einen überragenden Support, machte Stimmung im Stadion und so die Begegnung zu einem Heimspiel für die Gäste aus Hessen.

Wie schon gegen Hoffenheim bot sich den Mannheimern die erste große Chance des Spiels, als Vllaznim Dautaj einen langen Ball erlief und alleine vor Torhüter Trapp auftauchte. Sein Heber (9.) ging jedoch knapp am Tor der Frankfurter vorbei. In der 18. Minute verhinderte die Torlatte des Waldhof-Gehäuses einen Gegentreffer. Sebastian Jung hatte von von rechts aufgelegt und Occean aus 10 Metern per Direktabnahme das Aluminium getroffen.

Foto: Gefahr vor dem Waldhof-Tor. Frankfurts Alexander Meier steigt am höchsten. Foto: Rhein-Neckar Picture

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Die Waldhöfer in der ersten Halbzeit mit einer richtig starken Leistung

In der Folge eine starke Vorstellung der Waldhöfer. Die Räume wurden sehr gut zugestellt, sodass das Frankfurter Kombinationsspiel keine „Effektivität“ mit sich brachte. So versuchten es Jung (25.) und Meier (30.) mit Distanzschüssen, die knapp ihr Ziel verfehlten.

Erneut eine Riesenchance für den Regionalligisten in der 41. Minute. Dennis Franzin erlief einen langen Ball und flankte von der linken Angriffsseite aus vollem Lauf in den Strafraum. Vllaznim Dautaj stand „goldrichtig“ und vollkommen frei – sein Kopfball strich nur knapp über das Tor. Und die Hollich-Elf legte nach: Wieder war es Franzin, der einen Frankfurter Abwehrspieler ausspielte, sich das Leder auf den rechten Fuß legte und aus 18 Metern Torhüter Trapp mit einem satten Weitschuss prüfte.

0:0 zur Halbzeit – Respektabel

Foto: Vllaznim Dautaj alleine vor Torhüter Trapp. Der Heber ging knapp am Pfosten vorbei (Foto: Marc Schüler)

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Schlechtes Catering im Stadion

Schade nur, dass das Catering im Stadion ein ganz schwaches  Niveau hatte. Die hochsommerlichen Temperaturen hatten das Trinkbedürfnis der Zuschauer gesteigert, aber darauf war man sichtlich nicht eingestellt. Endlos lange Schlangen an den Getränke- und Speisebuden, viele verärgerte Zuschauer, weil sie teilweise 20-30 Minuten für ein Getränk anstanden.    

In der zweiten Halbzeit wurde auf beiden Seiten kräftig durchgewechselt und Frankfurts Stürmer Idrissou versuchte sich zunächst mit einem Schuss aus 12 Metern, der knapp am Tor vorbeistrich (51.), danach mit einem Schuss aus 14 Metern, den Waldhof-Schlussmann Rainer Adolf entschärfte. Waldhof jetzt etwas defensiver ausgerichtet. Karapetjan, der in der 46. Minute für Dauatj kam, war die einzige Spitze – Franzin und Wagner spielten etwas zurückgezogener.

In der 2. Halbzeit Kräfteverschleiß sichtbar

Vielleicht wäre diese Taktik aufgegangen, wenn Patrick Huckle in der 56. Minute an einer ungefährlichen Spielposition gegen Matmour nicht das Bein hätte stehen lassen. Der theatralische Fall des Frankfurters wurde vom Schiedsrichter sofort wahrgenommen – Elfmeter. Benjamin Köhler ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und schickte Torhüter Adolf in das falsche Eck – 0:1 in der 56. Minute.

Foto: Köhler trifft per Strafstoß zum 1:0 für die Frankfurter Eintracht (Foto: Marc Schüler)

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Bei den Mannheimern bemerkte man mit zunehmender Spieldauer den Kräfteverschleiß und die eingewechselten Karapetjan, Malchow, Starke,  Memic und Kochendörfer – konnten bis auf letztgenannten  zu keiner zweiten „Luft“ verhelfen. So war es Matmour, der in der 74. Minute nach schöner Vorarbeit von Idrissou zum 0:2 nur noch ins leere Tor einschieben musste.

Foto: Frankfurts Idrissou von drei Waldhöfern umringt (Foto: Marc Schüler)

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Team stärker als im Vorjahr / Im Angriff müsste nachgebessert werden

Auf den Leistungen gegen die Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt lässt sich aufbauen. Die Mannschaft scheint wesentlich stärker aufgestellt, als im Vorjahr. Insbesondere die Defensivarbeit der Blauschwarzen war in den letzten beiden Spielen sehr überzeugend. Problemzone dürfte wohl auch diese Spielzeit die Offensive werden. Außer Vllaznim Dautaj gibt es keinen wirklichen „Knipser“ im Team von Hollich.

Franzin, Wassey und Wagner sind zwar Spieler mit „Zug“ zum Tor, aber im Abschluss  weniger erfolgreich. Ein zusätzlicher, gefährlicher Angreifer würde dem Hollich-Team gut zu Gesicht stehen.

Alexander Karapetjan, der beim SV Wehen-Wiesbaden II bei 13 Einsätzen in der Regionalliga ohne Torerfolg blieb und sich auch beim SV Elversberg nicht durchsetzen konnte, überzeugte bei seinen bisherigen Einsätzen als Gastspieler beim SV Waldhof nicht.

Foto: Und nach dem Spiel brannten die Gäste aus Frankfurt ein kleines Feuerwerk ab (Foto: Müller/immer-svw.de)

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SVW-Coach Reiner Hollich: „Ich bin mit der Leistung meines Teams insgesamt gesehen einverstanden. In der 2. Halbzeit haben wir jedoch die Bälle öfters einfach nur weggekickt, anstatt zu spielen – da hat auch die Kraft gefehlt. Das waren innerhalb weniger Tage zwei Spiele gegen Bundesligisten, dabei mussten wir auch noch auf etliche Spieler verzichten. Vllaznim Dautaj hat nach seiner Verletzung noch nicht die erforderliche Fitness – da steht uns noch viel Arbeit ins Haus. Vorne fehlt uns noch die Durchschlagskraft und wir sehen im Angriff nach wie vor Handlungsbedarf. Alexander Karapetjan werden wir nicht verpflichten – ich habe ihm das gestern nach dem Spiel mitgeteilt.“

SV Waldhof: Adolf – Stiller (69. Starke), Huckle, Geiger (81. Memic), Colak, Wassey (58. Malchow), Lauretta (64. Kochendörfer), Franzin, Wagner, Zeric, Dautaj (46. Karapetjan)

Eintracht Frankfurt: Trapp – Jung, Demidov (46. Celozzi), Butscher, Oczipka (67. Djakpa) – Schwegler (46. Lanig), Rode – Aigner (46. Matmour), Meier (46. Köhler), Inui (67. Kittel) – Occéan (46. Idrissou)

Tore: 0:1 Köhler (56., Elfmeter) 0:2 Matmour (74.)

Zuschauer: 3.554


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