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SV Waldhof mit zwei Ligaspielen in vier Tagen
Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Do. 13.11.2014
Foto: Ugur Beyazal (li.) gegen Daniel DI GREGORIO / SVW , SV Waldhof Mannheim vs. SpVgg Neckarelz.
Morgen (19 Uhr) geht’s zum FK Pirmasens, am Montag (20.15 Uhr) kommt dann der FC Homburg ins Carl-Benz-Stadion.
In Pirmasens und dann gegen den FC Homburg
„Wieder eine englische Woche“, ist Kenan Kocak mit dem Spielplan überhaupt nicht einverstanden. Zuletzt war seine Mannschaft spielfrei, muss dafür jetzt innerhalb von vier Tagen zwei Mal ran. „So schaffen wir leider keinen Rhythmus, den gerade diese junge Mannschaft bräuchte“, ärgert sich der Waldhof-Coach.
An den maximalen Zielen ändert das allerdings nichts. „Wir wollen in Pirmasens drei Zähler holen“, sagt er. Daran ändert auch nichts, dass Pirmasens Tabellenführer Offenbach eine schmerzhafte 0:3-Niederlage beibrachte. „Pirmasens ist unangenehm und kämpferisch stark“, hat der Waldhof-Coach erkannt, ist aber dennoch zuversichtlich, dass seine Spieler den Gegner bezwingen können.
Foto: Waldhof-Coach Kenan Kocak treibt die frühzeitige Kaderplanung voran. 
Stimmung gut / Verträge vorzeitig verlängert
Die Stimmung rund um das Team ist ohnehin gut, nachdem in dieser Woche fünf Akteure ihre Verträge verlängert haben und der Verein damit erstmals seit vielen Jahren frühzeitig mit der Kaderplanung für die neue Spielzeit beginnt.
„Wir sind weiterhin mit Spielern in Gesprächen“, sagt Kocak und hofft darauf, dass Marcel Seegert, Daniel di Gregorio, Marcel Sökler, Christoph Becker, Markus Krauss und Christian Mühlbauer sich ebenfalls bald dazu entschließen, ihre Verträge zu verlängern. In diesem Fall hätte der SVW zum ersten Mal seit zehn Jahren den Stamm des Teams gehalten.
Für Kocak, der neben seiner Aufgabe als Trainer auch als Sportlicher Leiter fungiert, ist Kontinuität im personellen Bereich die Grundvoraussetzung, um den Träumen der Fans Nahrung geben zu können. „Beim VfR gab es einmal die Kontinuität und danach wären wir fast in die Regionalliga aufgestiegen“, erinnert der 33-Jährige an die Erfolge bei seiner vorherigen Station VfR Mannheim. Und weil die „Waldhof-Buben“ zu den jüngsten Teams in der Regionalliga zählen, sind die sportlichen Perspektiven ordentlich.
Foto: Das Team muss sich für seinen Aufwand noch öfters selbst belohnen. Gegen Pirmasens und Homburg will man gut punkten.
Erstmals seit Jahren die Liquidität nicht akut gefährdet
Damit das so bleibt, arbeitet der Klub daran, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um den Kader nicht nur zusammenhalten, sondern auch perspektivisch besser machen zu können. Zum ersten Mal seit Jahren ist die Liquidität des Vereins nicht akut gefährdet, weil die Unterstützung der Mannheimer Runde, einem Zusammenschluss von etwa 80 regionalen Unternehmen, sowie das Benefizspiel gegen Borussia Dortmund im August knapp eine halbe Million Euro in die Kassen gespült haben.
„Diese Situation hatten wir seit Jahren nicht“, berichtet Andreas Laib und der Geschäftsführer des SVW blickt deshalb optimistisch in die Zukunft. Eine Etatanhebung in der kommenden Saison ist nicht unrealistisch, wenngleich im Moment noch nicht beschlossen. Die Akteure, die ihre Verträge verlängert haben, bekamen zwar einen finanziellen Aufschlag, der sich aber im überschaubaren Rahmen befindet.
Foto: Das Benefizspiel gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund war sehr hilfreich.
Große Hoffnungen setzt man in die Mannheimer Runde
Große Hoffnungen setzen die Waldhöfer weiterhin auf die Mannheimer Runde und ihren Vorsitzenden Stefan Kleiber. Der stellvertretende Vorsitzende der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord ermöglichte im Sommer das Engagement der Mannheimer Runde beim SVW und lotet im Moment die Bereitschaft anderer Unternehmen aus, sich stärker für den Regionalligisten zu engagieren.
Dabei gibt es offenbar positive Signale, die SVW-Geschäftsführer Laib aber nicht kommentieren möchte: „Solange es keine Unterschriften unter Verträge gibt, werden wir uns dazu nicht äußern.“ Gerüchte im Umfeld der Mannheimer Sportlandschaft besagen aber, dass Gespräche weit fortgeschritten sind und die MVV Energie AG mit dem Gedanken beschäftigt, sich als Zugpferd wieder stärker zu engagieren.
Kenan Kocak hofft darauf, dass bald Taten folgen, denn der Mannheimer will den SV Waldhof wieder nach oben führen – und hatte seinen Vertrag deshalb schon vor ein paar Monaten bis Juni 2017 verlängert.
Alle Fotos: AS Sportfotos
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