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SV Waldhof Mannheim will ins Pokal-Halbfinale einziehen / Mittwoch beim FC Nöttingen

Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Di. 01.04.2014

Foto oben: Enis Saiti im Laufduell mit seinem Neckarelzer Gegenspieler.

Nur weil sie jetzt beendet ist, bedeutet das aber nicht, dass die Mannschaft von Kenan Kocak mit gesenktem Haupt in die nächste Aufgabe geht. Wenn der SVW am Mittwoch, 18.30 Uhr, beim FC Nöttingen antritt, ist das Selbstvertrauen weiterhin groß. Das ist auch nötig, denn beim Tabellenführer der Oberliga geht es für die Mannheimer darum, das einzig verbliebene Saisonziel zu erreichen. Noch drei Siege sind nötig, um den Einzug in den DFB-Pokal zu schaffen, der Erste im Viertelfinale des Krombacher-Pokals in Nöttingen.

 

Kocak will mit seinem Team den FC Nöttingen ausschalten

„Für uns geht es jetzt darum, den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals zu schaffen“, erklärte Kocak nach der Niederlage in Neckarelz. Der Fokus, das wollte er damit ausdrücken, liegt jetzt zu 100 Prozent auf der Pokalaufgabe. Schließlich träumen nicht allein die Fans davon, nach mehr als elf Jahren mal wieder sportlich ins überregionale Rampenlicht zu geraten. Allein aus dem TV-Topf winken für den Verein knapp 100.000 Euro, hinzu kämen die Zuschauereinnahmen, die sich bei einem attraktiven Gegner in ähnlicher Größenordnung bewegen würden.

Das hört sich toll an, ist im Moment aber noch Zukunftsmusik. Die Mannschaft und Kocak tun also gut daran, sich mit dem kommenden Gegner zu beschäftigen. „Nöttingen ist Tabellenführer in der Oberliga, das sagt schon alles über die Stärke aus“, ist sich Kocak sicher, auf eine Top-Mannschaft zu treffen. Hinzu kommt für den FCN der Heimvorteil, auch wenn mehr als 600 Waldhof-Fans im Panoramastadion vor Ort sein werden. Von der Tatsache, dass die Nöttinger ihre Generalprobe vermasselt haben und 1:3 gegen Villingen verloren, lässt sich Kocak nicht blenden.

„Das eine Spiel hat mit dem anderen nichts zu tun. Nöttingen wird gegen uns sehr stark sein. Ich gehe davon aus, dass sie mit einem 4-1-4-1 System spielen und somit defensiv kompakt stehen werden. Da müssen wir gut aufpassen, vor allem bei Nöttinger Standards.“

 

Dem Waldhof-Coach steht ein breiter Kader zur Verfügung

Von Vorteil ist für den Waldhof-Trainer, dass er durch die Winter-Transfers und die Rückkehr einiger ehemals verletzter Spieler mittlerweile eine erstaunliche Breite in seinem Kader hat. Zuletzt nutzte Kocak dies, indem er regelmäßig rotierte. „Es kann sein, dass ich wieder etwas wechsele“, will sich der Deutsch-Türke aber nicht in die Karten schauen lassen. FCN-Coach Michael Wittwer soll grübeln, wie und mit welchem Personal der SVW in Nöttingen antritt.

Foto: Waldhofs Marcel Sökler versucht vor Nöttingens Busch an den Ball zu kommen.
Für Wittwer und die Nöttinger ist der Pokalwettbewerb – anders als beim SVW – nur der zweitwichtigste Wettbewerb in dieser Saison. Der Aufstieg in die Regionalliga genießt Priorität. Im Saisonendspurt ringen die Nöttinger mit dem FCA Walldorf und dem TSV Grunbach um die Meisterschaft. „Wir werden trotzdem alles gegen den Waldhof geben“, sagt Wittwer. Schließlich haben die beiden zurückliegenden Jahre Lust auf mehr gemacht. Da waren die Nöttinger nämlich im DFB-Pokal dabei – und erlebten gegen die Bundesligisten Hannover 96 und FC Schalke große Fußballfeste.

 

Bei Sieg geht’s im Stadtderby gegen den VfR Mannheim

Bereits ausgelost sind die Halbfinalpartien. Im ersten Halbfinale trifft der SV Spielberg auf den FC-Astoria Walldorf. Der Sieger der Partie zwischen FCN und SVW tritt in der Vorschlussrunde beim VfR Mannheim an. Für die Waldhöfer wäre es ein reizvolles Stadtduell. Und für Kocak die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Doch soweit will der Trainer des SVW nicht denken – zunächst zählt die Aufgabe in Nöttingen. Und zwar ausschließlich.

Fotos: Marco Bschirrer
 

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