Setzt der SV Waldhof auch gegen den FC Homburg positiven Trend fort?
Setzt der SV Waldhof auch gegen den FC Homburg positiven Trend fort?
Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Do. 13.03.2014
Für Kenan Kocak war die Freude schneller vorbei, schließlich muss er seine Mannschaft auf die nächste Aufgabe vorbereiten. Am Samstag (14 Uhr) kommt mit dem FC Homburg ein höchst ambitionierter Klub ins Carl-Benz-Stadion. Und Kocak möchte einen weiteren Erfolg mit seinen Spielern landen.
Kocak: „Wir haben noch nichts erreicht“
„Der Sieg in Offenbach war etwas besonderes, auch für uns“, blickt Kocak gerne noch einen Moment zurück auf den vergangenen Samstag, als Marc Gallego die Mannheimer Fans zum Jubeln brachte. Aber schnell kehrt der Trainer des SVW in die Gegenwart zurück, denn: „Wir haben noch nichts erreicht, deswegen haben wir uns über den Sieg gefreut, aber keine große Party gefeiert.“ Das überlässt der 33-Jährige gerne den Anhängern des SVW – und möchte sie am Samstag möglichst schon wieder erfreuen. In welcher Aufstellung er das tun möchte, kann der Coach noch nicht sagen. Trotz zweier Siege zuletzt genießt die Startelf keinen Bonus.
Foto: Im Hinspiel kassierte Bektashi die Rote Karte – der SVW unterlag in Unterzahl 2:0.
„Ich muss wieder die passenden elf Spieler finden, die die Aufgabe gegen Homburg lösen können“, sagt Kocak. In jedem Fall hilft es ihm, dass sein Kader jetzt deutlich mehr
Alternativen hat, weil sich die Spieler nach und nach zurückmelden. „Die Fitness reicht noch nicht bei allen, aber es sind alle Mann an Bord und das tut uns allen gut.“ Der Siegtorschütze aus dem Offenbach-Spiel, Marc Gallego, ist eine wichtige Option für den Waldhof-Coach, hat nach dessen Meinung aber weiterhin nicht die Fitness, um 90 Minuten zu spielen. Ob der Offensivmann von Beginn an aufläuft, um später ausgetauscht zu werden, oder im Verlauf der Partie eingewechselt wird, wollte Kocak im Vorfeld nicht verraten.
Der FC Homburg war vor der Saison der große Favorit
„Es gibt mehrere Optionen“, verriet der Trainer nur. Und mit einer möchte er die Homburger überraschen, von denen er eine hohe Meinung hat. „Homburg hat den höchsten Etat der Liga und war deshalb vor Saisonbeginn nicht umsonst der große Favorit“, sagt er. Im Moment stottert der Motor der Mannschaft von Christian Titz allerdings etwas, zuletzt gab es drei Remis in Serie. Mit einem Erfolg im direkten Duell könnten die Waldhöfer bis auf einen Punkt an den FCH herankommen.
„Spielerisch sind die Homburger richtig gut und kombinationsstark, sie haben einfach viel Qualität im Kader“, urteilt Kocak und erinnert sich nur ungern an das Hinspiel, das der SVW mit 0:2 verlor. Damals machten die Mannheimer eine richtig gute Partie, gerieten kurz vor der Pause aber in Unterzahl (Rot für Bektashi) und hatten dann nach dem Seitenwechsel keine Chance mehr. Jetzt hoffen die Mannheimer auf Revanche und darauf, dass der Aufwärtstrend beim damaligen Sündenbock Bektashi anhält. Der Angreifer gehört seit dem Jahreswechsel zu den positiven Erscheinungen beim SVW, spielt sehr diszipliniert, kämpft für die Mannschaft und bereitete beide Tore vor, die zu den 1:0-Siegen gegen Frankfurt und in Offenbach führten. Gegen eine Wiederholung der Siegtor-Vorlage gegen Homburg hätten er, sein Trainer und die Waldhof-Fans sicher nichts einzuwenden.
Fotos: Marco Bschirrer