In der Liga nachlegen - SV Waldhof tritt beim SVN Zweibrücken an
In der Liga nachlegen – SV Waldhof tritt beim SVN Zweibrücken an
Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Fr. 22.08.2014
Foto oben: Kenan Kocak wirkt etwas nachdenklich. Das Pokal-Aus hat auch ihm nicht geschmeckt, aber er vertraut seiner Mannschaft. „Wir bewahren die Ruhe“, sagt der Waldhof-Coach.
Nach dem niederschmetternden Pokalaus beim 1.CfR Pforzheim geht es am Sonntag, 14 Uhr, schon wieder in der Liga weiter. Beim SVN Zweibrücken haben die Blau-Schwarzen die Chance, sich in der Regionalliga in die obere Tabellenhälfte zu arbeiten.
„Wir wissen, wo wir stehen“
„Das wird wieder ein richtig schweres Spiel, aber natürlich fahren wir dahin, um zu gewinnen“, sagt Kenan Kocak. Der Trainer der Waldhöfer weiß, dass er einerseits eine junge Mannschaft neu zusammengestellt hat, die Zeit braucht, im Umfeld des SVW aber schnell Nervosität einkehrt, wenn Ergebnisse ausbleiben. „Innerhalb der Mannschaft und des Trainerteams sind wir ganz ruhig, weil wir genau wissen, wo wir stehen“, sagt der Coach, der seinen Spielern ein gutes System gegeben hat, dass sich im Alltag der Punktspiele aber noch nicht wie erhofft behauptet hat.
Wahrscheinlich ist die Enttäuschung in Teilen der Fanszene deshalb so groß, weil die Mannschaft in den Testspielen große Hoffnungen geschürt hat. Beim 5:2 gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt deuteten die Akteure auf dem Rasen ihr großes Potenzial an und beim souveränen 2:0 im Test beim Lokalrivalen VfR Mannheim spielten sie sehr dominant. Das Problem ist nur, dass in der Liga andere Gesetze gelten und sich die Gegner durchaus auf das Potenzial der Blau-Schwarzen eingestellt hat.
Foto: SVW-Keeper Dennis Broll zeigt es an – Nr.1. Das Waldhöfer Eigengewächs steht gegen Zweibrücken zwischen den Pfosten.
Zweibrücken hatte ebenfalls einen personellen Umbruch
Auch die Zweibrücker werden versuchen die Stärken der Blau-Schwarzen auszuschalten. Der SVN hat einen großen personellen Umbruch hinter sich und auch auf der Trainerbank gab es einen Wechsel. Der Saisonstart lief nicht perfekt, aber mit vier Zählern befinden sich die Westpfälzer im Soll. „Kämpferisch wird der SVN alles abrufen“, ist Kocak sicher. Wie er personell antritt, lässt der Trainer noch offen. Möglich ist, dass nach der Niederlage im Pokal andere Spieler eine Chance erhalten.
In jedem Fall wird Dennis Broll ins Tor zurückkehren, was allerdings nichts mit der Leistung von Sebastian Brune zu tun hat, der in Pforzheim keine gute Figur machte. „Der Wechsel war so abgesprochen, außerdem hat er nicht alleine das Spiel verloren, das war die komplette Mannschaft“, nimmt Kocak seinen Keeper in Schutz.
Der Trainer der Mannheimer ist in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass er sich von Strömungen im Umfeld nicht von seinem Weg abbringen ließ und vermutlich ist das die richtige Vorgehensweise, um auch jetzt wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Abzuwarten bleibt, ob Kocak wieder mit zwei echten Stürmern wie beim 2:0 gegen Baunatal spielt, oder zum 4-1-4-1-System zurückkehrt, mit der in den ersten Regionalligapartien und über weite Teile der Vorbereitung agierte. „Entscheidend ist, dass wir flexibel spielen, egal in welcher taktischen Formation“, sagt der Waldhof-Coach.
Khaled Mesfin kommt von Hannover 96 II
Personell haben die Mannheimer in dieser Woche noch einmal nachgelegt. Khaled Mesfin kommt von der zweiten Mannschaft von Hannover 96 nach Mannheim. Der 22-Jährige spielte in der Jugend bei Eintracht Frankfurt, wechselte dann nach Niedersachsen, wo er in der vergangenen Saison aber kaum zum Zug kam. Beim SV Waldhof will er jetzt wieder Fuß fassen. Der Linksfuß ist linker Verteidiger. Im Gegensatz dazu hat Nikola Mladenovic, erst im Winter zum SVW gestoßen, keine Zukunft mehr bei den Blau-Schwarzen, er soll sich einen neuen Verein suchen. Der Vertrag des Linksverteidigers läuft noch bis Juni 2015.
Beide Fotos: AS Sportfoto / Sörli Binder
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