"Für immer Andi Clauß, für immer Blau-Schwarz"

„Für immer Andi Clauß, für immer Blau-Schwarz“

Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Di. 20.05.2014

Deshalb bedankten sich die Anhänger des Regionalligisten am vergangenen Samstag mit einem großen Transparent bei Andreas Clauß für die geleistete Arbeit. „Für immer Andi Clauß, für immer Blau-Schwarz“, stand darauf zu lesen. Nach sieben Jahren in verschiedenen Trainerfunktionen bei den Blau-schwarzen wird der Vertrag des 45-Jährigen nicht mehr verlängert. Damit schließt sich vorerst das Kapitel Clauß beim SVW.

„Ich hatte eine tolle Zeit beim SVW und werde sie nicht vergessen“, sagte Clauß an einem seiner letzten Arbeitstage. Die Mannschaft beschenkte nicht nur die Fans, sondern auch ihren Co-Trainer zum Abschied mit einem 3:0-Heimsieg gegen Baunatal.

Bei der offiziellen Verabschiedung war Clauß bewegt von den Emotionen und es war ihm anzumerken, dass da jemand nicht nur seinen Job beendet, sondern mit dem Herzen bei der Sache war. In den zurückliegenden sieben Jahren war Clauß als Torhüter, als Torwart-Trainer, als Co-Trainer und für zwei Monate sogar als Cheftrainer bei den Waldhöfern am Werk.

Foto: Unvergessen der Aufstieg in die Regionalliga Südwest in der Saison 2010/2011.
Nicht nur als Coach war Clauß bei den Blau-Schwarzen aktiv, am Alsenweg startete er auch seine Spielerkarriere als Profi-Torwart. Zwischen 1987 und 1998 kam er insgesamt auf 57 Einsätze bei den Blau-Schwarzen, sieben davon in der Bundesliga, der Rest in der Zweiten Liga. Die meiste Zeit verbrachte er als verlässlicher Ersatztorwart. Nach weiteren Spielerstationen bei Kickers Offenbach, Darmstadt 98 und dem 1.FC Kaiserslautern II kehrte er schließlich 2007 an den Alsenweg zurück, wo er zunächst ein Jahr Torwart und Co-Trainer war, ehe Clauß seine aktive Spielerkarriere beendete, vorläufig zumindest.

In der Spielzeit 2010/11 kehrte er in den Kader des Regionalligisten zurück, weil der Vertrag mit Adnan Masic aufgelöst wurde. Zum Einsatz kam er zwar nicht, doch für den Notfall wäre der damals 41-Jährige bereit gewesen.

Clauß war da, wenn er gebraucht wurde und das galt auch für die Zeit von April bis Juni 2013, als er als Interimstrainer einsprang, nachdem Reiner Hollich von seinem Posten zurückgetreten war. Mit einer beeindruckenden Serie ohne Niederlage hielt er die Chancen auf den Aufstieg eine Weile aufrecht, am Ende reichte es aber nicht für einen Spitzenrang. Im Sommer 2013 trat er schließlich nach der Verpflichtung von Kenan Kocak ins zweite Glied zurück. „Das war für mich gar keine Frage“, sagte Clauß damals, obwohl er sich eine Zeit lang Hoffnung gemacht hatte, selbst auf dem Cheftrainerposten zu verweilen.

Foto: Ein letztes Abklatschen mit den Waldhof-Anhängern.


Wie es künftig für den früheren Torwart weitergeht, steht noch nicht fest, einen neuen Klub hat der 45-Jährige aktuell noch nicht. „Ich werde abwarten, was sich ergibt“, sagt Clauß. Nachdem er in den zurückliegenden Jahren beim SVW unter den Cheftrainern Steffen Menze, Walter Pradt, Alexander Conrad, Reiner Hollich und Kenan Kocak gearbeitet hat, wird sich in seinem Berufsleben aber in jedem Fall ein neues Kapitel aufschlagen.

„Ich kann als Cheftrainer, als Co-Trainer oder als Torwart-Trainer arbeiten“, hält Clauß seine Vielseitigkeit für einen großen Vorteil. In jedem Fall kann sich der neue Klub auf einen verlässlichen Coach freuen, unabhängig von der genauen Position.

Fotos: Marco Bschirrer

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