10:1 Ecken - 6:1 Chancen, aber der SV Waldhof trennt sich von Eintracht Trier mit 1:1 (1:1)
10:1 Ecken – 6:1 Chancen, aber der SV Waldhof trennt sich von Eintracht Trier mit 1:1 (1:1)
Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am So. 06.04.2014
Foto oben: Waldhofs Ajdin Zeric scheitert an Triers Torhüter Lengsfeld.
Unter dem Strich stand aber ein 1:1 (1:1)-Unentschieden, weil die neuformierte Waldhof-Elf ihre Chancen nicht nutzte. Damit verpasste es die Mannschaft von Kenan Kocak, an den Trierern vorbeizuziehen.
Kocak hatte seine Mannschaft kräftig durcheinander gewirbelt. Neben Dennis Broll, der für Kevin Knödler im Tor stand, rückten Nico Müller, Marcel Avdic, Shaban Ismaili, Seba Öztürk und Marcel Sökler in die Startformation. Shqipon Bektashi, Marc Gallego, Vllaznim Dautaj, Christoph Becker und Enis Saiti sahen sich das Spiel zunächst von außen an. „Ich will mir einen Überblick über die Jungs machen und außerdem waren die Leistungen zuletzt ja nicht so, dass man nicht wechseln muss“, hatte Kocak noch vor dem Spiel erklärt.
Foto: Marcel Sökler (li.) setzt zum Torschuss an.
In der Anfangsphase machten sich die Wechsel sofort bezahlt, denn nach nicht einmal sechs Minuten spielte Müller einen weiten Ball auf Sökler, der plötzlich frei vor dem Tor auftauchte und Triers Keeper Andreas Lengsfeld zum 1:0 „tunnelte“ (6.). Erfrischend offensiv präsentierten sich die Blau-Schwarzen, doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Trierer aktiver, gestalteten die Partie offen ohne jedoch zu Torchancen zu kommen. Broll sollte über die gesamten 90 Minuten beschäftigungslos bleiben, mit der Ausnahme von einer Situation.
In der 38. Minute legte Kasal im eigenen Strafraum nach einem weiten Ball auf Alon Abelski „Hand an“ und brachte den Trierer Angreifer so aus dem Gleichgewicht – und Schiedsrichter Kai Vonderschmidt entschied auf Elfmeter. „Die Entscheidung war richtig“, befand Kocak später. Abelski legte sich den Ball selbst zurecht und traf mit einem harten Flachschuss zum überraschenden 1:1 (38.). „Für Dennis war es schade, denn er konnte sich gar nicht auszeichnen. Er musste keine Flanke runterpflücken und keinen Ball abwehren. Nur beim Elfmeter musste er den Ball aus dem Netz holen“, sagte der Waldhof-Trainer.
Foto: Dennis Broll im Tor der Waldhöfer konnte sich nicht auszeichnen. In 90 Minuten bekam er nur einen Schuss auf sein Tor – das war der 1:1 Ausgleich per Strafstoß.

Unmittelbar vor der Pause gerieten die Mannheimer dann in Überzahl, weil Torge Hollmann zu einer Notbremse gegen den durchstartenden Avdic gezwungen wurde – und dafür regelgerecht die Rote Karte sah. „Das war in Ordnung“, hatte Triers Trainer Jens Kiefer nichts an der Entscheidung auszusetzen.
In personeller Unterzahl waren die Trierer nach der Pause gezwungen, sich in erster Linie auf die Verteidigung zu konzentrieren und diese Aufgabe erledigten sie gut. Zudem hatten sie mit Andreas Lengsfeld den herausragenden Spieler auf dem Platz im eigenen Tor. Der Schlussmann reagierte glänzend gegen Ajdin Zeric (55.), Marcel Sökler (59.) und Seba Öztürk (71., 76.) und rettete seinem Team damit das Unentschieden.
Foto: Waldhofs Ismaili wird von den Beinen geholt.

Und als auch noch Steven Kröner wegen Spielverzögerung die Gelb-Rote Karte sah, waren die Mannheimer sogar zwei Mann mehr, aber auch der Schlussspurt ab der 87. Minute blieb ohne das erhoffte 2:1 für den SVW. „Der Schiedsrichter hat alle wichtigen Entscheidungen richtig getroffen“, sagte Kiefer, der die Schuld an den Platzverweisen bei seinen Spielern suchte. Die Mannheimer blickten am Ende auf 10:1-Ecken zurück und 6:1-Torchancen, aber drei Punkte gab es für diese Überlegenheit nicht. „Wir müssen daraus lernen und künftig unsere Möglichkeiten besser nutzen“, resümierte Kocak.
SV Waldhof: Broll – Müller, Geiger, Islamoglu, Mladenovic – Kasal – Ismaili (89. Gallego), Zeric, Öztürk, Avdic (57. Bektashi) – Sökler (77. Dautaj)
Eintracht Trier: Lengsfeld – Bender, Konrad, Hollmann, Buchner – Spang, Kröner – Guenther (61. Quotschalla), Abelski (77. Comvalius), Lushtaku (81. Anton) – Kuduzovic.
Tore: 1:0 Sökler (6.), 1:1 Abelski (38., Foulelfmeter).
Zuschauer: 2182.
Schiedsrichter: Vonderschmidt (Mühlheim).
Rote Karte: Hollmann (43., Notbremse). Gelb-Rote Karte: Kröner (87., Spielverzögerung). Gelbe Karten: Guenther, Lushtaku.
Fotos: Marco Bschirrer