Patrick Rittmaier (weißes Trikot) ist einer der Führungsspieler beim Tabellenführer. Hier noch im Dress des FV Fortuna Heddesheim. SPK.
Vom Jäger zum „Gejagten“ – der SC Reilingen führt die Mannheimer Kreisklasse A I an
Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Di. 20.10.2015
Ein Verein, der in der Sommerpause vieles richtig gemacht hat. Der Sechste der Vorsaison hielt die Augen offen, schaute gezielt nach Spielern, die einen weiter bringen. Und die vor allem sicherstellen, dass sich das, was sich in der Vorsaison in Reilingen abspielte, nicht wiederholt.
Die Runde 2014/2015 war nämlich keine einfache: Trainer Thomas Rittmaier hatte nur 14 Mann im Kader der ersten Mannschaft. „Das war natürlich nicht optimal, aber jetzt ist ja zum Glück alles anders“, sagt Rittmaier. Aus 14 wurden 20 Mann. Der Trainer: „Ich kann jetzt eigentlich jeden 1 zu 1 ersetzen und genau das war ja auch unser Ziel.“
Die Konkurrenz hat die Vorzüge eines breiten Reilinger Kaders mittlerweile zu spüren bekommen
Der SCR ist Tabellenführer, grüßt nach zehn Spieltagen von ganz oben. Eine Momentaufnahme? Rittmaier sagt ja: „Aber eine schöne und wenn wir am Ende noch immer da oben stehen sollten, oder auch als Zweiter an den Relegationsspielen zur Kreisliga teilnehmen würden, hätte ich sicher nichts dagegen“, lacht er.
Spaß beiseite. Rittmaier traut dem Braten noch nicht so ganz. Die Konkurrenz sei sehr stark, sagt er. Das stimmt. Neckarau, Seckenheim, Neulußheim haben viel Potenzial. Aber Reilingen eben auch. Die Rittmaier-Elf ist seit sechs Spielen ungeschlagen und holte in dieser Zeit 14 Punkte. Beeindruckende Zahlen, fast schon meisterlich. Den Grund für den Höhenflug hat er schnell ausgemacht: „Wir bestechen durch unsere mannschaftliche Geschlossenheit“, erklärt er, „aber dass sie uns nach zehn Spieltagen nun bis an die Spitze geführt hat, damit hätte ich im Vorfeld wirklich nicht gerechnet.“

SCR-Trainer Thomas Rittmaier: „Wir sind jetzt die Gejagten. Man muss sehen, wie wir damit umgehen können.“
Das eigentliche Ziel lautete irgendwie oben dabei sein
In der Spitzengruppe auf der Lauer liegen und dann vielleicht am Ende zuschlagen – wenn keiner mehr damit rechnet. Momentan ist die Situation nun aber eine andere: Man ist selbst der Gejagte. Zu einem Trumpf im Titelkampf könnte sein eigener Sohn werden. Denn mit Patrick Rittmaier, der auch schon bei der Fortuna aus Heddesheim am Ball war, hat der SCR einen echten Knipser im Kader. In der Spielzeit 13/14 markierte Partrick Rittmaier stolze 47 Saisontore! für die Reilinger.
Am letzten Wochenende erspielte sich Reilingen einen 2:1-Erfolg bei Viktoria Neckarhausen. Hundert prozentig zufrieden war der Chef mit Spiel trotzdem nicht. Sein Fazit: „Wir hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, haben aber zu wenig Tore gemacht. An diesem Wochenende wünsche ich mir, dass wir schon vor der Pause ein, zwei Treffer erzielen, um so beruhigter in die zweite Halbzeit gehen zu können.“
Die Leidtragenden sollen die Spieler der TSG Eintracht Plankstadt II sein. Das ist der kommende Gegner gegen den Rittmaier die Reilinger Erfolgsgeschichte weiter schreiben will.
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