SpVgg Sandhofen - VfB Gartenstadt II, Kreisklasse A2 Saison 14/15, v.l. die Gartenstadter Steven Wissenbach und Menderes Altintas gegen Sandhofens Christoph Riegel. Bild: Berno Nix

SpVgg Sandhofen - VfB Gartenstadt II, Kreisklasse A2 Saison 14/15, v.l. die Gartenstadter Steven Wissenbach und Menderes Altintas gegen Sandhofens Christoph Riegel. Bild: Berno Nix

VfB Gartenstadt II obenauf und die Söhne von Waldhof-Legende „Kalle Bührer“ treffen häufig – Kreisklasse B

Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Do. 01.10.2015

Es läuft einfach. Die erste Mannschaft führt das Tableau in der Landesliga Rhein-Neckar an, und die Reserve mischt in der B Klasse oben mit, ist auf dem besten Weg, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. „Das war ja auch das Ziel, das wir zu Saisonbeginn ausgegeben haben“, sagt Andreas Geißelmann, der beim VfB II als Trainer fungiert.

Seit dem letzten Winter hat Geißelmann dort das Kommando, zuvor coachte er die B- und die A-Jugend

„Ich bin wirklich schon ewig in Gartenstadt“, lacht er. Demnach hat er auch den letztjährigen Abstieg miterlebt und der war bekanntlich richtig bitter: Gartenstadt II musste nur runter, weil in der Relegation ein Spieler eingesetzt wurde, der aufgrund der Einsatzregelung (höherklassige Teams), nicht hätte spielen dürfen.

Schwamm drüber, der Blick geht voraus. Wie wichtig der Aufstieg wäre, zeigt auch ein Blick auf die Strukturen im Verein. Denn gerade für Spieler, die eigentlich zum Kader der Landesliga-Elf gehören, aber dort nicht zum Einsatz kommen, wäre es besser, wenn der Unterbau in der A-Klasse am Ball wäre. Geißelmann erklärt: „Für diese Spieler ist es nicht so leicht, sich für die B-Klasse zu motivieren.“

Torjäger Miles Bührer kam bislang auf 11 Saisontreffer. Gemeinsam mit seinem Bruder Nicolas zeigt er sich sehr treffsicher. Foto: Berno Nix.

Wobei man eigentlich keine Verstärkung von oben braucht

Denn der Kader ist nahezu beisammen geblieben. Lediglich ein Feldspieler und ein Torhüter haben den Verein verlassen. Das Gerüst steht also noch und davon profitiert man derzeit auch. Allerdings wird die direkte Rückkehr kein Spaziergang. Die Konkurrenz ist groß: Der SC Blumenau, die SG Viernheim und Fatihspor Weinheim sind nicht zu unterschätzen.

„Diese Mannschaften stehen momentan mit uns da oben, was mir eigentlich auch klar war, denn sie verfügen ebenfalls über gute Spieler“, betont Geißelmann und ergänzt: „Gegen diese Mannschaften müssen wir in den nächsten vier, fünf Wochen antreten. Das werden richtungsweisende Spiele.“

Nicolas Bührer (blau) – hier noch im Trikot von DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen. Foto: Berno Nix.

Zwei Knipser im Kader – die Bührer’s

Verstecken braucht sich die VfB-Reserve aber sicher nicht. Denn man hat da ja noch so zwei Knipser im Kader, zwei Brüder mit einem Vater, den nicht nur in Mannheim jeder kennt, der sich etwas im Fußball auskennt. Gemeint sind Nicolas Bührer und Miles Bührer. Bührer? Da war doch was?! Ja, da war sogar richtig viel.

Ihr Vater Karl-Heinz Bührer glänzte früher beim SV Waldhof Mannheim, mischte diverse Abwehrreihen auf und erzielte in 307 Spielen für die Waldhof-Buben 69 Tore. Eine lebende Legende also.

„Und von ihm haben sie ihr Talent geerbt“, schmunzelt Geißelmann. Ein Statement, das bei einem Blick auf die Statistik nachvollziehbar wird: Miles traf bislang elf Mal, Nicolas laut fussball.de fünf Mal. „Das stimmt aber nicht“, stellt Geißelmann klar, „da wurde nämlich ein Spiel noch nicht berücksichtigt, insgesamt hat er neun Mal getroffen.“

Vorher schnürte Nicolas Bührer seine Fußballschuhe übrigens für Edingen-Neckarhausen. Geißelmann: „Er wollte aber unbedingt wieder mit seinem Bruder zusammen spielen.“ Den Verantwortlichen in Gartenstadt wird es recht sein…
          

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