Rückblick Kreisklasse A II Mannheim Spielzeit 2013/2014 / T II

Rückblick Kreisklasse A II Mannheim Spielzeit 2013/2014 / T II

Rückblick Kreisklasse A II Mannheim Spielzeit 2013/2014 / T II

Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Do. 03.07.2014

Foto oben: Großer Jubel bei den Akteuren des MFC 02 Phönix Mannheim nach dem Schlusspfiff im Spiel gegen TSV Am. Viernheim II .

In der kommenden Woche übt der Sportkurier noch einen Rückblick auf die Verbandsliga Nordbaden, bei den Vertretern aus dem Fußballkreis Mannheim (SV Waldhof II, SV 98 Schwetzingen, TSG 62/09 Weinheim).

Der Tabellenerste: MFC Phönix Mannheim
72 Punkte 101:29 Tore

Im Sommer 2013 ließ der Club vom Herrenried mit einigen hochkarätigen Transfers aufhorchen – darunter bekannte Namen wie die von Konstantinos Cafaltzis, Cemil Tasdemir und Habib Altundag – und wurde früh als größter Favorit der Staffel ausgehandelt. Diese Routine setzte sich bereits früh in der Saison durch, am 5. Spieltag eroberte der MFC Phönix den ersten Tabellenplatz und gab ihn bis Saisonende nicht mehr her. Auch die weiteren Fakten lesen sich meisterwürdig: Das Team verlor nur zwei Mal, erstmals am 17. Spieltag gegen den LSV Ladenburg II (1:2). Stellt zudem die zweitbeste Defensive der Liga und die beste Offensivabteilung der Liga (im Schnitt 3,4 Tore pro Partie) und hat den Torschützenkönig der Liga in seinen Reihen. In der nächsten, stark besetzten Kreisliga-Saison stößt mit diesem Mannheimer Traditionsverein eine interessante Truppe zum hochqualitativen 18er-Feld hinzu. Bester Torschütze: Cemil Tasdemir (28 Treffer).
SPORTKURIER-Wertung: 1,3

Der Tabellenzweite: SG Hemsbach/Sulzbach
63 Punkte 88:28 Tore

Welch ein emotionales Saisonfinale war das für die Spielgemeinschaft von der Bergstraße! Vor den letzten zwei Spielen betrug der Abstand auf den Relegationsrang fünf Punkte, die bestehende Chance war minimal. Doch der Zweitplatzierte aus Käfertal patzte in beiden Partien, die SG holte hingegen die volle Punktzahl – und holte auch in den Relegations-Knockouts das Maximum aus der Minimalchance heraus, schlug den SC 08 Reilingen in beiden Spielen (3:1/2:1) verdient. Und auch die Problematik, als Spielgemeinschaft nicht in der Kreisliga antreten zu dürfen, wurde vor wenigen Tagen beseitigt. Unter dem Namen SG Hemsbach wird die Saison in der neuen Spielklasse angetreten. Die heimstärkste Mannschaft der Liga (12 S – 2 U – 1 N, 45:7 Tore) hat außerdem mit dem Heddesheimer Trio Schreiner, Marth und Rabe bereits drei vielversprechende Neuzugänge bekannt gegeben. Bester Torschütze: Frank Gassner (19 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 1,6

Der Tabellendritte: SC 1910 Käfertal
63 Punkte 92:36 Tore

Des einen Freud – des Anderen bitterstes Leid. Unfassbar, dass der SCK diese Ausgangsposition noch aus der Hand gegeben hat. Zunächst stellte die SG Hohensachsen der Mannschaft ein Bein, gewann mit 0:2, das zweite Bein zog dann der SV Enosis vom Boden, das 3:3-Remis sorgte zwar für Punktgleichheit. Allerdings zogen die Hemsbacher durch ein um lediglich vier Treffer besseres Torverhältnis an den Käfertalern vorbei. Dass es sich hierbei um zwei Gegner handelte, deren Saison quasi „beendet“ war, spricht wohl für schwache Nerven auf Seiten der Blau-Weißen. Die Käfertaler starten in die neue Saison mit dem klar definierten Ziel eines neuen Angriffs auf den ersten Platz, angeführt von einem neuen Übungsleiter: Marc Ritschel übernimmt den Posten des zurückgetretenen Steffen Usler. Bester Torschütze: Dominik Wallerus (24 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 2,2

Der Tabellenvierte: SSV Vogelstang
59 Punkte 75:47 Tore

Die zweite erfolgreiche Saison auf einem vierten Platz – der SSV Vogelstang bleibt ein etabliertes Mitglied in der Spitzengruppe der Staffel A2. Mit dem Kampf um den Relegationsplatz hatte man in den letzten Spielen aber nichts zu tun, für den Anschluss an die Top 3 fehlte noch ein Tick, vor allem in den direkten Duellen: dort reichte es nur zu vier von achtzehn möglichen Punkten. Trotz allem eine tolle Saison des SSV, umso überraschender dass der erfolgreiche Coach Thomas Jöhl bereits früh in der Rückrunde mitgeteilt bekam, dass man zur neuen Saison nicht mehr mit ihm plane. Eine Entscheidung, die vor allem innerhalb des Teams großes Unverständnis hervorrief. Der Nachfolger von Thomas Jöhl tritt auf jeden Fall in etwas größere Fußstapfen und wird sicher auch darauf bedacht sein den zweifelhaften Titel des Remis-Königs (8 Stück) nicht zu verteidigen. Bester Torschütze: Alexander Rückher (13 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 2,0

Der Tabellenfünfte: SV Enosis Mannheim
49 Punkte 63:45 Tore

Die Hellenen stiegen im Vorjahr recht deutlich aus der Kreisliga Mannheim ab, sahen dort wenig Land. Der darauffolgende Aderlass und die Einstellung des neuen Trainers Eleftheris Konstantakis gaben den Verantwortlichen den Anlass, zunächst kleinere Brötchen zu backen. Das ausgegebene Ziel war die Etablierung in der neuen Spielklasse, das hat der SV Enosis mehr als zufriedenstellend erreicht. In der Hinrunde schnupperten die Griechen sogar noch mit großen Atemzügen am zweiten Platz, hielten gut mit. In der zweiten Hälfte der Spielzeit reichte es dann nur noch zu 22 Zählern und der Erkenntnis, dass die Konsolidierung weiter im Vordergrund stehen sollte. Man darf gespannt sein, welchen Entwicklungsschritt die Griechen in der zweiten Saison nach dem Abstieg nehmen. Bester Torschütze: Philipp Bochinski (12 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 2,5

Der Tabellensechste: LSV Ladenburg II
46 Punkte 68:68 Tore

Großes Veränderungen und Neuaufbau auch beim LSV Ladenburg. Nach dem Rückzug der Kreisliga-Mannschaft wurden Mannschaft, Trainerteam und Leitung des Vereins komplett umgekrempelt. Die LSV-Urgesteine Tamer Tan und Hasan Gögercin machten ihren Job an der Seitenlinie und bei der Zusammenstellung des Teams gut. Vor der Winterpause gehörte der LSV sogar noch überraschend zum erweiterten Kreis der Relegations-Verfolger. Mit dem neuen Jahr gelang sogar der Sprung auf eben jenen zweiten Platz nach zwei Siegen über den Ortsrivalen FV 03 II und den FC 67 Waldhof. Danach lief aber nicht mehr viel zusammen, es setzte einige derbe Klatschen und es folgte der schnelle Sturz ins obere Mittelfeld der Tabelle. Bester Torschütze: Stefan Brandt (12 Tore)
SPORTKURIER-Wertung: 2,5

Der Tabellensiebte: Spvgg 03 Ilvesheim
43 Punkte 70:60 Tore

Ordentlich geklotzt hatten die Insulaner vor der Saison, insgesamt sechzehn Neuzugänge, größtenteils mit Erfahrung aus höheren Spielklassen verstärkten die Ilvesheimer. Und auch die Übungsleitung konnte durch Jens van der Veen mit einem erfahrenen und erfolgversprechenden Coach sehr gut besetzt werden. Doch wurde nach einem durchwachsenen Start in die Saison relativ schnell klar, dass es für den Inselcup-Gastgeber eine eher ereignisarme Saison wird. Der Anschluss an die Spitzengruppe konnte nie richtig hergestellt werden, zwei Niederlagen zu Rückrundenbeginn besiegelten schließlich das Mittelfeld-Dasein für den Rest der Spielzeit. Allerdings hatten die Ilvesheimer einen gewissen Unterhaltungsfaktor: Siege in Höhe von 8:1, 5:4, 7:2 gab es ebenso wie hohe Niederlagen, beispielsweise mit 3:5, 2:5 oder 3:4. Bester Torschütze: Christian Dimassi (11 Treffer)
SPORTKURIER-Wertung: 3,2

Der Tabellenachte: FV Leutershausen
41 Punkte 66:77 Tore

Auch der zweite Neuankömmling aus der Kreisliga Mannheim hatte mit dem Wiederaufstieg nichts zu tun. Das Tabellenmittelfeld blieb über die ganze Saison das zuhause des FVL, das gleich in doppelter Hinsicht für „Alles oder Nichts“ steht. Das Team spielte nur zwei Mal Remis und rangiert zudem wieder einmal auf dem letzten Tabellenplatz der Fairness-Tabelle, mit wirklich deftigen Werten: 81 gelbe Karten, 7 gelb/rote, 6 rote Karten. Ehrliches Malochen ist das eher nicht mehr, sondern eine deutlich zu ausgeprägte Statistik, die im Amateur-Fußball nichts verloren hat. Insgesamt hatte man sich in Leutershausen für diese Spielzeit deutlich mehr ausgerechnet.
SPORTKURIER-Wertung: 4,0

Foto: Berno Nix

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