Szene aus 2014/2015 - FV Leutershausen - SC Käfertal, Kreisklasse A2, v.l. Kaefertals Marc Hanselmann gegen Leutershausens Frieder Pfefferle. Bild: Berno Nix
Der FV Leutershausen schlittert Richtung Kreisklasse B – Preuß-Elf ist zur Zeit in der A-Klasse „Kanonenfutter“
Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Do. 01.10.2015
Aber mit so einem Start hatte man beim FV Leutershausen dann doch nicht gerechnet. Der ging nämlich sprichwörtlich komplett in die Hose. Nach sieben Spielen rangieren die Bergsträßer auf dem vorletzten Rang der Kreisklasse A, Staffel II. Einem Sieg stehen sechs Niederlagen gegenüber.
Wobei der eine Sieg in Wirklichkeit eigentlich gar keiner war
Da Bosna Mannheim nicht gegen Leutershausen angetreten ist, bekam der FVL die Begegnung als gewonnen gewertet. Mit 3:0. Demnach sieht die eigentliche Bilanz folgendermaßen aus: 0 Siege, 0 Unentschieden und sechs Niederlagen. Bei einer Tordifferenz von 4:26.

Team des FV Leutershausen Saison 2015/2016 – Bild: FV Leutershausen.
Zu erwarten war solch ein Absturz nicht. Vor allem, wenn man sich die Vorbereitung anschaut. So glückte Leutershausen im letzten Testspiel vor dem Rundenbeginn beispielsweise ein 2:1-Erfolg über Lindenhof, das in der Kreisliga bislang einen sehr guten Eindruck hinterlässt. „Unser Problem ist einfach, dass uns nach der letzten Saison sehr viele Spieler verlassen haben und wir konnten sie nicht gleichwertig ersetzen“, berichtet der Spielausschuss-Vorsitzende Marcel Fischer, „und momentan haben wir nach wie vor ein paar Verletzte und Urlauber zu beklagen.“
Demnach sollen es aktuell insbesondere ehemalige Jugendspieler aus Leutershausen richten, die teilweise seit ein paar Jahren, seit sie die A-Jugend verlassen haben, nicht mehr gespielt haben. „Ihnen fehlt die Spielpraxis“, erklärt Fischer. „Wir machen derzeit insgesamt einfach zu viele Fehler. Vorne treffen wir aus zwei Metern das Tor nicht und hinten legen wir uns die Dinger selbst rein.“
An die Mannschaft glaubt Fischer trotzdem noch
„Nimmt man mal die 0:9-Niederlage gegen Käfertal raus, waren wir in den anderen Spielen nicht schlechter als die Gegner.“ Heißt: Leutershausen befindet sich aktuell in einer Art Negativspirale aus der es momentan kein Entkommen zu geben scheint.
An Trainer Olaf Preuß (Foto rechts) , der ein ausgewiesener Fachmann ist, liegt es jedenfalls nicht. „Was soll er denn machen, wenn die Qualität fehlt. Unser ganzes Trainerteam macht einen guten Job.“
Demnach liegt es an den Spielern. Muss da in der Winterpause vielleicht nochmals nachgebessert werden? Fischer: „Klar ist, dass wir immer die Augen offen halten. Wir haben auch momentan Spieler im Probetraining. Es kann schon sein, dass sich da noch etwas tut.“
Der Plan ist jedenfalls klar umrissen: Bis zur Winterpause sollen noch ein paar Punkte her, dass der Anschluss nicht verloren wird. Schon am letzten Wochenende hatte man einen Sieg im Visier, musste sich dem SV Schriesheim II aber mit 0:3 geschlagen geben. „Aus meiner Sicht waren wir in diesem Spiel die bessere Mannschaft, gereicht hat es aber nicht“, grübelt Fischer.
An diesem Wochenende steht nun wieder eine immens wichtige Partie an, eine Art Sechs-Punkte-Spiel
Leutershausen trifft auf den TSV Amicitia Viernheim II, der nur zwei Plätze davor steht. „Für mich ist das eine richtungsweisende Partie“, sagt Fischer. Leicht wird es jedoch nicht, denn diesmal fallen noch zwei weitere Spieler zusätzlich aus, die eine Sperre absitzen.
Zudem wird gerade der Trainer der Viernheimer Reserve extrem motiviert sein: „Es geht dann gegen unseren Ex-Trainer Hans Scheidel, der wird sicherlich nicht verlieren wollen“, betont Fischer.
Wichtig wird sein, dass die Abwehr gut steht. Fischer leicht nachdenklich: „Genau die haben wir derzeit leider nicht.“
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