Archivbild - Sven Erbel (ganz links im Bild) noch im Trikot der TSG Rheinau, für die er damals Tore am Fliesband erzielte. Aktuell hat er in der Kreisklasse B die meisten Treffer der Liga erzielt. Bild: Berno Nix
Das „Alter“ schützt vor Toren nicht – Pfingstbergs Knipser Sven Erbel trifft häufig
Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Mi. 16.09.2015
Und was ist mit dem Kopf? Da fängt der Stürmer an zu lachen: „Also die Kopfballtore, die ich bislang in meiner Karriere erzielt habe, kannst du an einer Hand abzählen.“
Warum auch köpfen, wenn man am Boden so stark ist!?
Schon neun Mal hat der 34-Jährige in dieser Saison für den SC Pfingstberg-Hochstätt in der B Klasse, Staffel I, zugeschlagen. 
Besser ist keiner. Nicht in Pfingstberg und nicht in der gesamten Liga. Allerdings überrascht das nicht wirklich. Denn bevor er vor zwei Jahren beim bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer angeheurt hat, spielte er unter anderem schon für die TSG Rheinau oder die SpVgg Ilvesheim.
Eine erfolgreiche Zeit, in der Erbel diverse Abwehrreihen in der A Klasse und der Kreisliga schwindelig gespielt hat. Oder anders: Sven Erbel ist im Fußball Kreiss Mannheim ein Begriff. Seine Knipserqualitäten sind gefürchtet. Da spielt das Alter keine Rolle. Instinkt ist alles – und den verlernt man nicht. Erbel über Erbel: „Also gerade in den 1:1-Situationen klappt es nach wie vor ganz gut.“ Flachst er.
Doch irgendwann ist dann auch mal für ihn Schluss. Wann das ist?
„Ich entscheide immer von Saison zu Saison. Es bringt einfach nichts, wenn du zu weit vorausschaust“, plaudert Erbel aus dem Nähkästchen. „Für mich wäre es jedenfalls nochmals ein kleiner Traum mit Pfingstberg in der A-Klasse zu spielen.“
Und die Chancen dazu stehen bekanntlich nicht schlecht. Pfingstberg hat einen Topstart hingelegt. Fünf Spiele, fünf Siege. Erbel hat mit seinen Toren daran einen großen Anteil. Trotzdem will er seine Rolle nicht überbewerten. Der Knipser bleibt bescheiden: „Ich bin in der Mannschaft einer der älteren Spieler, meine Aufgabe ist es deshalb auch, dass ich die jüngeren Kollegen führe.“
Einst hat auch er von solchen Akteuren profitiert. „Na ja, so vor zehn Jahren war ich manchmal schon selbst noch ein echter Hitzkopf, aber man wird älter und damit eben auch ruhiger. Da schlägst du nicht mehr so über die Stränge.“ Wichtig ist vor allem eins, wenn man sich Wochenende für Wochenende auf den Platz stellt: der Spaß darf nie verloren gehen. Und genau den hat Erbel noch immer.
„Wir haben eine tolle Mannschaft beisammen, da kämpft man gerne für die anderen.“
Wo liegt denn eigentlich das Erfolgsgeheimnis in Pfingstberg? Ist es eher eine starke Defensive oder ein starker Angriff, der die Gegner bislang in Schach gehalten hat. „Ich würde sagen, dass wir sowohl hinten als auch vorne unsere Qualitäten haben. Die Mannschaft ist einfach sehr überlegt und mit viel Sachverstand zusammengestellt worden. Außerdem hatten wir zuletzt auch einen Lauf, da gelingt eben auch mal was, was sonst nicht so einfach klappt.“
Die Hauptkonkurrenten an der Tabellenspitze sind für Erbel der VfL Hockenheim und die SG Oftersheim II. Sei’s drum, Erbel hat den Aufstieg fest im Visier. „Wir haben eine tolle Mannschaft und man spielt doch immer Fußball, um den maximalen Erfolg zu haben. Ich glaube fest an unsere Chance im Titelrennen.“
Am Sonntag soll deshalb der TSV Neckarau II daran glauben. Ein Sieg ist das Ziel. Erbel sagt es so: „Es ist immer wichtig, dass du jeden Gegener ernst nimmst, trotzdem gehen wir aber in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Wir sind der Tabellenführer und dementsprechend treten wir dann auch auf.“
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