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SV Sandhausen bezwingt SpVgg Greuther Fürth mit 1:0 (0:0) – Wooten mit Befreiungsschlag
Archiv 2. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 15.09.2014
Foto oben: Kollektive Freude bei den Spielern des SV Sandhausen, nachdem Andrew Wooten den Treffer zum 1:0 (84.) erzielte.
Grund hierfür war die Schweigeminute für den verstorbenen Siegfried „Siggi“ Müller, der ehemalige Pressesprecher des SV Sandhausen verstarb im Alter von nur 65 Jahren.
Sandhausen mit Mut, Leidenschaft und Schnelligkeit
Nicht schlecht staunten die 4.608 anwesenden Zuschauer im Hardtwaldstadion über das fußballerische Tempo in der Anfangsphase. Bereits die ersten Minuten ließen andeuten, dass sich aus dem Zweitligaduell zwischen dem SV Sandhausen und den Gästen aus dem Frankenland eine rasche und spannende Partie entwickelt.
Die erste „Dicke“ Torchance hatte das Team von SVS-Coach Alois Schwartz in der 7. Spielminute, als Florian Hübner nach einer Flanke von Marco Thiede zum Kopfball zog, doch das Gehäuse von Fürth-Keeper Wolfgang Hesl knapp verfehlte. Der SV Sandhausen zog das Tempo weiter an, indem man mit überzeugenden Spielzügen über die Außenbahn versuchte den Gegner in Bedrängnis zu bringen.
Foto: Fürths Tom Weilandt scheitert mit dem Strafstoß an SVS-Keeper Manuel Riemann.
Beide Fanlager sorgten für eine ungewohnte Stimmung am Hardtwald
Die Stimmung in Sandhausen, was die Lautstärke der Fans betrifft ist ja bekanntlich nicht die eines „Hexenkessels“, doch scheinbar arbeiteten die Fan-Verantwortlichen an dieser „Baustelle“, denn mit einem Megaphon gibt es nun einen „Stimmungsantreiber“ am Hardtwald. Dazu kommt, dass die Franken ebenfalls mit ihren rund 550 Auswärtsfans einen erheblichen Anteil zur tollen Stimmung beitrugen.
Die Partie blieb auch Mitte der ersten Hälfte weiterhin auf Augenhöhe. Beide Teams mussten oft umschalten, denn es entwickelte sich ein echtes „Hin und Her“. Eine
Unaufmerksamkeit brachte die Franken im Strafraum in Ballbesitz, diese Möglichkeit nutzte der freistehende Niko Gießelmann zum Schuss (38.) aus rund 9 Metern. SVS-Keeper Riemann hielt jedoch mit einer Glanztat die Null bei den Sandhäusern fest. Zur Halbzeitpause mussten sich beide Teams mit einem 0:0 zufrieden geben. Jedoch machten die Eindrücke aus Hälfte eins Lust auf mehr.
Riemann der Elfmeter-Killer – Wooten mit Siegtreffer
Schrecksekunde im Hardtwaldstadion: Kulovits kommt gegen Röcker wenige Meter vor dem Tor zu spät und bringt den Verteidiger zu Fall. Elfmeter für Fürth (50.)!
Tom Weilandt trat an, doch SVS-Keeper Riemann der ja bekanntlich ein Elfmeterkiller ist, entschied sich auf am heutigen Sonntag für die richtige Ecke und hielt die „Null“ für den SVS fest. Dieser parierte Elfmeter sorgte nochmals für einen Schub, denn Fans und Spieler des SV Sandhausen bildeten sich zur Einheit, um sich etwas Zählbares gegen die „Großen“ aus dem Frankenland zu erkämpfen.
Mit Erfolg, denn gegen Ende der Partie gab der Gastgeber nochmals richtig Gas. Die Belohnung erfolgte in der 84. Spielminute, als Andrew Wooten den verdienten 1:0 Siegtreffer für den SV Sandhausen erzielen konnte. Mit der Folge, dass die Emotionen explodierten und der SV Sandhausen seinen ersten „Dreier“ in der Saison 2014/2015 feiern konnte.
SV Sandhausen: Riemann – Kübler, Olajengbesi, F. Hübner, Paqarada (20. Achenbach) – Linsmayer, Kulovits – Stiefler (79. Zillner), Bieler, Thiede – Wooten (90. Gartler).
SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Schröck, Korcsmar, B. Röcker, Gießelmann – Fürstner, Sukalo – Stiepermann, Trinks (90. M. Caligiuri), Weilandt (74. Rojas) – K. Przybylko (68. Zulj).
Tor: 1:0 Wooten (84.).
Zuschauer: 4.608
Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf)
Fotos: Sörli Binder AS Sportfotos
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