Adler-Coach Hans Zach mit erstem Auftritt

Adler-Coach Hans Zach mit erstem Auftritt

Adler-Coach Hans Zach mit erstem Auftritt

Archiv | erstellt am Do. 02.01.2014

Foto oben: v.l. Mannheims Co-Trainer Markus Berwanger, Mannheims Trainer Hans Zach, Mannheims Manager Teal Fowler und Daniel Hopp bei der Pressekonferenz in der DEL bei den Adler Mannheim.

Daran hatte die Ferienzeit einen kleinen Anteil, der erste Auftritt des neuen Trainers Hans Zach einen großen. Bis Ende April soll der große alte Mann des deutschen Eishockeys aus der im Augenblick  angestaubten Vorzeigeadressen der deutschen Eishockey-Liga (DEL) wieder eine glänzende machen.

Was die Fans von dem 64-Jährigen erwarten, machten sie mit einer kleinen Geste deutlich. Als Zach im ersten Training mit seiner neuen Mannschaft einmal die Stimme anhob und lautere, aber nicht vernehmbare Worte fand, applaudierten die meisten Beobachter. Endlich einer, der den Spielern die Meinung sagt, der keinen Schlendrian duldet, das drückten sie dadurch aus. Dem am Silvestertag entlassenen Harold Kreis hatte der Mob auf der Fantribüne genau das vorgeworfen. Kreis hatte es nicht geschafft, eine Ansammlung hochtalentierter Eishockeyprofis zu einer erfolgreichen Gemeinschaft zu machen.

Foto: Hans Zach ist nach  dreieinhalb Jahren Pause wieder aktiv. Vorerst wird er die Adler Mannheim bis zum Saisonende coachen.
Hans Zach wird dieser Job zugetraut. Von den Leuten, die Woche für Woche Eintritt bezahlen, und von den Bossen der Adler, an vorderster Stelle Daniel Hopp. Der Geschäftsführer der Adler suchte nach Kreis offenbar einen Feuerwehrmann, der für Disziplin und Härte steht. In dreieinhalb Jahren war es Kreis nicht gelungen, die traditionell hohen Erwartungen in Mannheim zu erfüllen. Der sechste Titel in der DEL blieb aus und spätestens nach dem Aus im Playoff-Viertelfinale im März gegen Wolfsburg war die Adler-Spielerlegende als Trainer angezählt.

Weil die Formkurve wie in den Vorjahren auch heuer zum Jahresende hin stark abfiel, feuerte der 33-jährige Hopp den Trainer, dem er als Junge noch von der Tribüne zugejubelt hatte. Er trennte sich von Kreis, als die Masse auf der Tribüne ihm keine andere Wahl mehr ließ. Zach, der nach dem überraschenden Titelgewinn mit den Hannover Scorpions vor dreieinhalb Jahren seine Trainerkarriere für beendet erklärt hatte, konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich mit einem erfolgreichen Kurzengagement in Mannheim auf einen noch größeren Sockel zu heben.

„Ich habe in Köln und Düsseldorf trainiert. Jetzt habe ich mit Mannheim die großen Klubs in Deutschland beisammen“, sagte Zach, der ruhig und gelassen auf die Fragen der Medienschar antwortete und dem der Spaß anzumerken war, wieder in den Fokus der Kameras gerückt zu werden. Unerwartetes hatte Zach nach der ersten Übungseinheit mit dem neuen Personal nicht zu berichten, wie auch. „Ich möchte, dass die Familie Hopp und die Zuschauer in Mannheim gutes Eishockey zu sehen bekommen“, hielt sich der Mann, der seinen Sport zwischen 1998 und 2004 als Trainer der Nationalmannschaft populär gemacht hatte, bewusst an Plattitüden fest. Zach schmeichelte Daniel Hopp nicht nur mit diesen Worten, sondern auch mit dem Lob über die „wunderbaren Bedingungen hier, die man europaweit lange suchen muss“.

Zach wirkte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Coach der Mannheimer Adler beinahe lammfromm und widersprach damit nach außen hin seinem Spitznamen „Alpenvulkan“. Doch das dürfte sich bald ändern, glaubt Zach selbst: „Man weiß ja, wie Vulkane sind. Erst sind sie lange ruhig und plötzlich gehen sie los.“ Zum ersten Mal hinter der Bande steht Zach morgen Abend (19.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei den Krefelder Pinguinen.

Fotos: Ice-Hockey-Picture

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