1899 reist mit viel Selbstvertrauen zum badischen Derby nach Freiburg

1899 reist mit viel Selbstvertrauen zum badischen Derby nach Freiburg

1899 reist mit viel Selbstvertrauen zum badischen Derby nach Freiburg

Archiv | erstellt am Do. 06.02.2014

Foto oben: Hoffenheims Roberto Firmino (Nr.22) gegen Max Kruse (SC Freiburg). Szene aus dem Hinspiel.

Hinten gut stehen, möglichst zu null spielen, vorne die Chancen nutzen und drei Punkte gegen einen Mitkonkurrenten holen. Nachdem in den letzten drei Duellen insgesamt 17 Tore fielen, darf man sich auf eine torreiche Partie gefasst machen. Beim spektakulären 3:3 Hinspiel gab es zudem drei Platzverweise.

1899-Profi Sejad Salihovic blickt zuversichtlich auf das badische Derby: „Durch den HSV-Sieg haben wir Rückenwind und Selbstvertrauen gewonnen. Dies müssen wir jetzt in Freiburg nutzen.“ Dank des zweiten Saison-Heimsiegs gegen einen direkten Konkurrenten hat sich die TSG etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Fast die halbe Liga befindet sich nach 19 Spieltagen im Abstiegskampf. Zwischen dem Relegations- und elften Tabellenplatz liegen gerade mal vier Punkte. Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt noch zwölf Zähler.

Bislang taten sich die Nordbadener gegen Mannschaften aus den Tabellenniederungen meist schwer. Der neuerliche Erfolg wurde daher sehr positiv bewertet. Dies soll sich nun in den beiden bevorstehenden baden-württembergischen Derbys gegen SC Freiburg und VfB Stuttgart (15. Febr.) fortsetzen.

Tobias Strobl, die neue Alternative auf der Rechtsverteidigerposition: „Wichtig war, dass wir gegen Hamburg die richtige Reaktion auf die Niederlage in Nürnberg gezeigt haben. In Freiburg wird es nicht leichter, auch da müssen wir den Gegner bekämpfen und punktemäßig nachlegen, um den Abstand zu den gefährdeten Plätzen aufrecht zu halten.“ Für Innenverteidiger Niklas Süle gilt die Divise: „Kompakt stehen, den Gegner früh anlaufen und ihm wenig Anspielmöglichkeiten im Mittelfeld bieten.“

Trainer Markus Gisdol ließ sich bei der Abschluss-Pressekonferenz erneut nicht bei der Aufstellung in die Karten schauen. Seine Fünf-Mann-Rotation gegen Hamburg war erfolgreich. Die neu formierte Viererkette machte gegen harmlose Hanseaten einen guten Job. Man darf gespannt sein, wem er im Breisgau sein Vertrauen schenkt, zumal Fabian Johnson wieder einsatzbereit ist. Gut möglich, dass die Divise „Never change a winning team“ der Fall sein wird. Mit Hinblick auf das Duell der beiden jüngsten Bundesligateams erwartet der 1899-Coach eine schwierige Aufgabe: „Beim SC hängen die Trauben sehr hoch. Sie werden mit ihrem tollen Publikum im Rücken alles geben und fighten bis zuletzt. Freiburg hat zu Hause Leverkusen geschlagen und gegen die Bayern unentschieden gespielt – das sagt schon alles.“


Eine ähnlich emotionale Partie wie im Hinspiel hält Gisdol eher unwahrscheinlich: „Solche Spiele wiederholen sich normalerweise nicht. Wir tun gut daran, die Emotionen auch im Vorfeld etwas heraus zu nehmen.“

Rund 700 Hoffe-Fans werden dabei sein, allein 500 reisen mit einem Sonderzug an

Die Integration des Winterneuzugangs Jiluan Hamad verlief, wie er im Gespräch mit dem Sport-Kurier verriet, sehr positiv: „Das Gefühl, erstmals vor den eigenen Fans in dieser tollen Arena aufzulaufen, war für mich außergewöhnlich. Ich fühle mich schon heimisch, da ich von den Mitspielern, den Personen rund um das Team und den Fans sehr herzlich aufgenommen wurde.“

Der schwedische Nationalspieler stand in Nürnberg in der Startformation, fiel dann aber der Rotation gegen den HSV zum Opfer. Erst in der Schlussphase kam er zum Heimdebüt. Hamad: „Wir standen zuletzt in der Defensive tiefer und sicherer. Gegenüber dem Rückrundenauftakt haben wir gegen Hamburg unsere Torchancen viel besser genutzt. Nach unserer Führung bekamen wir mehr Sicherheit und eine bessere mannschaftliche Performance.“ Der 23-jährige, gebürtige Kurde, ist in Hoffenheim angekommen: „Alles ging ziemlich schnell und einfach. Bisher lief alles sehr gut für mich, ganz besonders in den Vorbereitungsspielen. Beim Training macht es sehr viel Spaß und ich spüre deutlich, dass ich immer besser mit den Kollegen harmoniere.“

Fabian Johnson wird nach Vertragsende am Saisonende die TSG ablösefrei verlassen. Gisdol: „Wir haben seit Sommer um Fabian gekämpft. Schade, wir hätten ich gerne behalten.“ In der Personalie Andreas Beck gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen. Der Kontrakt des 1899-Kapitän läuft im Sommer aus. Ein vorliegendes Hoffenheimer Vertragsangebot hat er bislang noch nicht angenommen.

Bereits am nächsten Mittwoch empfängt Hoffenheim um 19:00 Uhr in Sinsheim im DFB-Pokal Viertelfinale den VfL Wolfsburg. Hierbei bietet sich die große Chance, sich erstmals für das Halbfinale zu qualifizieren.

Fotos: Rhein-Neckar Picture

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