René Schwall (rechts) hier noch im Trikot des VfR Mannheim. Schwall spielt aktuell beim FC Türkspor Hochstätt. AS Sportfoto

René Schwall (rechts) hier noch im Trikot des VfR Mannheim. Schwall spielt aktuell beim FC Türkspor Hochstätt. AS Sportfoto

Wie haben die Clubs aus der Metropolregion die Entscheidung für einen Saisonabbruch aufgenommen?

Fussball | erstellt am Fr. 16.04.2021

Feytullah Genc (Trainer beim Landesligisten VfL Kurpfalz Neckarau): Prinzipiell war es die richtige Entscheidung. Es ist einfach noch nicht absehbar, wann wir wieder regulär trainieren können. Für die kurze Zeit, die jetzt noch bleibt, hätten wir es nicht geschafft, die Runde zu spielen. Man sieht ja jetzt auch in der 2. Liga, wie die Termine eng werden. Für Teams wie unseres ist es natürlich hart. Die Spieler waren mit Fleiß und Engagement dabei, es lief sehr positiv. Für die Mannschaft tut es mir wirklich leid. Wir wollen den bisherigen zu großen Teilen so beibehalten und die neue Runde dann so fortführen, wie wir es bis zum Abbruch geschafft haben. Wieder eine solche Vorrunde zu spielen, wäre eine schöne Geschichte, daher ist es wichtig, schnell wieder in die Spur zu finden.

Cem Islamoglu (Trainer beim Kreisligisten Enosis Mannheim): Es war auf jeden Fall die richtige Lösung. Dass es so kommt, war auch zu erwarten. Ein reguläres Training war halt einfach nicht mehr möglich. In der Mannschaft sind alle natürlich enttäuscht, aber sie verstehen es natürlich auch, dass es jetzt so gekommen ist und wir nicht weiterspielen konnten. Jetzt sind wir halt Meister der Herzen.

Rene Schwall (Spieler beim A-Ligisten FC Hochstätt Türkspor): Ich verstehe die Entscheidung. Es gibt natürlich Pro und Contra. Als Fußballer will man immer spielen, mir persönlich fehlt es. Dazu kam, dass unsere Mannschaft einen sehr guten Lauf hatte, wir haben gerade als Team gut zusammengefunden und erfolgreich gespielt. Dieser Lockdown hat uns als Mannschaft jetzt wieder auseinandergerissen. Das Teamgefüge hat sehr gelitten, weil man sich ja auch privat nicht mehr treffen konnte. Dass aber ein Spielbetrieb aufgrund der Zahlen nicht mehr haltbar war, war auch klar. Jetzt nach drei Wochen Training noch einmal in den Spielbetrieb einzusteigen, halte ich für schwierig bei Amateurmannschaften. Da wird man kaum verletzungsfrei bleiben.

Hakan Atik (Teammanager beim Verbandsligisten VfR Mannheim): Es war auf jeden Fall die beste Lösung, auch weil die Vereine dann wenigstens etwas planen können. Eine andere Möglichkeit als ein Abbruch blieb wohl nicht übrig. Ich hoffe für die nächste Spielzeit, dass wir schnell versuchen, mit der Runde starten zu können. Klar ist für mich, dass uns Corona noch lange begleiten wird. Daher wäre es wichtig, für sportliche Entscheidungen zumindest eine Saisonhälfte absolvieren zu können, falls erforderlich auch mit englischen Wochen.

 

 

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