Szene aus dem Pokalfinale 2019/2020 zwischen dem FC Nöttingen und SV Waldhof. Die Blauschwarzen gewannen den Badischen Pokal. AS Sportfoto
„Wenn man das Finale erreicht, will man es auch gewinnen“ ++ Astoria Walldorf und SV Waldhof kämpfen um den Pokalsieg
Fussball | erstellt am Fr. 28.05.2021
Aber noch immer sind vier Spieler im Team, die den letzten Pokalsieg miterlebt haben und dieses Gefühl noch einmal erleben wollen. „Wenn man das Finale erreicht, will man es auch gewinnen“, sagt der langjährige Coach der Walldorfer und betont: „Es ist für uns das highlight der Saison.“
Mit einem Triumph über Waldhof kann Walldorf die Saison noch etwas freundlicher gestalten. In der Liga war das Team, in dem mit Jonas Weik, Morris Nag, Christoph Becker und Giuseppe Burgio vier ehemalige Waldhof-Buben spielen, lange auf Abstiegskurs, doch durch die Reduzierung der Zahl der Absteiger von sechs auf zwei Mannschaften hat sich die Astoria, die noch bis Mitte Juni weitere Punktspiele bestreiten wird, bereits gerettet. Mit einem Sieg über Sonnenhof Großaspach ist die Generalprobe für das Finale geglückt.
Für Waldhofs Trainer Patrick Glöckner wäre es in seinem ersten Jahr beim SVW am Samstag schon der zweite Pokalsieg mit den Blauschwarzen, da der letzte Wettbewerb erst nach der Sommerpause zu Beginn der Sommervorbereitung zu Ende gespielt wurde. Neuzugang Dominik Martinovic führte sich mit seinen Toren gegen den FC Nöttingen im Hoffenheimer Stadion seinerzeit gleich mal gut ein. Diesmal wurde das Finale nach Pforzheim verlegt, was auf den ersten Blick aufgrund der weiten Anreise für beide Vereine keinen Sinn macht. Der Verband begründete seine Entscheidung damit, dass man im Stadion „Im Brötzinger Tal“ in Pforzheim alle Hygienemaßnahmen optimal umsetzen könne. Die Spielstätte des 1.CfR wurde in den vergangenen Jahren aufwendig saniert.
Die Favoritenrolle liegt, wenn am Samstag um 14 Uhr der Anpfiff ertönt, naturgemäß beim Drittligisten aus Mannheim. 22 Spieler will Glöckner in das Aufgebot nehmen, für manche wird es der letzte Auftritt im Waldhof-Dress. Die Abgänge des derzeit verletzten Marco Schuster und Max Christiansen sowie Jan Hendrik Marx sind bereits fix oder so gut wie fix, welche weiteren Spieler den Club verlassen, ist aber noch unbekannt.
Bei Arianit Ferati spricht Trainer Glöckner vom kleinen Fünkchen Hoffnung, ihn zum Bleiben bewegen zu können, weiß aber auch um einige Mitbewerber. Die Form stimmte zuletzt bei Ferati und Co. Bei zehn Punkten aus vier Spielen zeigten sich alle noch sehr motiviert und ließen die Zügel nicht schleifen. Volle Konzentration ist auch nötig, denn Glöckner erinnerte an Pokalspielschlappen anderer Drittligisten in den vergangenen Tagen. Regionalligist Wuppertaler SV deklassierte den MSV Duisburg gleich mit 6:2, auch der SC Verl und der FSV Zwickau scheiterten gegen klassentiefere Mannschaften. Waldhof ist also gewarnt.
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