Hinter dem Einsatz von Kapitän Marcel Seegert (links im Bild) steht noch ein dickes Fragezeichen. Bild: Alfio Marino
SV Waldhof mit Personalsorgen gegen Tabellenführer 1.FC Saarbrücken
Waldhof Mannheim | erstellt am Fr. 04.12.2020
Dies sagte Trainer Patrick Glöckner gut 26 Stunden vor dem Anpfiff, der am Samstag um 14 Uhr im Carl-Benz-Stadion ertönt.
Eine Mitschuld für Seegerts Handicap, der am Donnerstag im Training umknickte und eine Kapselverletzung erlitt, sowie Hamza Saghiri, der sich schon einige Tage zuvor ein Band am Fuß gerissen hat, gibt der Coach dem schlechten Zustand des Trainingsplatzes. Man habe schon im Sommer gewarnt, sei aber nicht erhört worden, klagte Glöckner. Eine kleine Hoffnung hat der 44-jährige noch für den Samstag: „Wir müssen das Abschlusstraining abwarten“, hofft er natürlich auf einen Einsatz beider Stammkräfte.
Gut gebrauchen könnte Glöckner beide Spieler, denn der Gast aus Saarbrücken besticht ebenso wie Waldhof durch eine starke Offensive. Beim saarländischen Traditionsverein aus Saarbrücken schwingt Lukas Kwasniok das Zepter. Im letzten Jahr trainierte er bis zu seiner Freistellung noch Carl Zeiss Jena. Nach der Heimniederlage der Thüringer gegen Waldhof meinte er seinerzeit auf der Pressekonferenz: „Auf Wiedersehen bis zum Rückspiel, wenn ich dann noch da bin.“
Ein Wiedersehen mit dem SVW gab es seinerzeit nicht mehr, doch nun kreuzen sich die Wege wieder. Mit dem FCS mischt er derzeit die 3. Liga auf und konnte trotz der jüngsten Unentschieden die Tabellenführung behaupten, weil auch die Verfolger wie z. B. am Montag der FC Ingolstadt patzten. Dass Waldhof nach der Spielabsage von Lübeck eine längere Pause hatte, sieht Glöckner eher als Nachteil, weil der Rhythmus abhanden kam.
Mit Maurice Deville spielt beim FCS ein ehemaliger Waldhöfer, der sich mit seinem Last-Minute-Ausgleichstreffer gegen Kaiserslautern am letzten Wochenende in die Torschützenliste eintragen konnte. Beim SVW hingegen hofft Gillian Jurcher auf einen Einsatz gegen die Saarländer, denen er im Sommer den Rücken kehrte.
„Nach zehn bis fünfzehn Minuten werden wir sehen, ob es ein Offensivspektakel wird oder ein taktisches Abklopfen“, weiß Glöckner noch nicht genau, was da am Samstag passieren wird. Aus den letzten drei Heimspielen holte er sieben Punkte, verstecken braucht sich Waldhof also auch vor dem Spitzenreiter nicht.
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