Gleich fünf Mal durften die Waldhöfer das runde Leder aus dem eigenen Tor holen.  Bild: Alfio Marino

Gleich fünf Mal durften die Waldhöfer das runde Leder aus dem eigenen Tor holen. Bild: Alfio Marino

SV Waldhof kommt bei 1860 München mit 5:0 (3:0) unter die Räder

Waldhof Mannheim | erstellt am So. 13.12.2020

sport-kurier. Debakel für den SV Waldhof. Bei 1860 München verlor der SVW nach einer erschreckend schwachen Vorstellung mit 0:5 (0:3). Sascha Mölders mit einem lupenreinen Hattrick vor der Pause (3., 24., 27.) sowie Philipp Steinhart mit einem Doppelpack (54. per Handelfmeter und 71.) besiegelten die höchste Drittliganiederlage des SV Waldhof. „Wir sind jetzt eineinhalb Spiele aus der Fahrt gekommen. Das Spiel heute ist aber kein Weltuntergang“, meinte Trainer Patrick Glöckner nach dem Abpfiff.

Der SV Waldhof hatte den Ausfall einiger Leistungsträger zu beklagen (Max Christiansen, Jesper Verlaat, Arianit Ferati) und es war eine anstrengende Reisewoche. Erst am Mittwochfrüh kehrte man aus Meppen zurück und schon am Freitag ging es wieder in den Bus nach München. Aber kann das alles als Erklärung reichen? In den Vorwochen standen andere Formationen auf dem Feld und trotzdem wartet der SVW schon seit über sieben Stunden auf ein Auswärtstor. Das muss zu denken geben.

Schon am Dienstag in Meppen hatte man nach wenigen Sekunden eine Chance des Gegners zugelassen, die aber nicht genutzt wurde. Auch in München war man in den ersten Minuten noch nicht richtig bei der Sache. Steinhart ging zwei Schritte über die Mittellinie und sein langer Ball in Richtung Strafraum des SVW erreichte Mölders. Der 35-jährige Torjäger nahm den Ball mit der Brust an und ließ sich auch von Marcel Hofrath nicht am Führungstor hindern (3.).

Seinem 2:0 ging ein Freistoß von Quirin Moll voraus. Kein Waldhöfer konnte den Kopfball des Münchners abwehren (24.). Drei Minuten später überwand Mölders Keeper Jan Christoph Bartels mit einem Lupfer zum 3:0 (27.), der Hattrick war perfekt. Nach gut eiern halben Stunde rief Glöckner seinen Kapitän an die Seitenlinie und gab neue Anweisungen. Bis dahin gab es keine Harmonie in der Dreierkette, viel zu große Abstände zu den Gegenspielern und kein Zugriff auf das Spiel durch das zentrale Mittelfeld. Chancen hatten die Kurpfälzer keine. Ein Kopfball von Seegert ging weit am Kasten vorbei (14.) und Joseph Boyambas Abschluss war ungefährlich (28.).

In der zweiten Halbzeit stellte Glöckner Marcel Hofrath in das defensive Mittelfeld und spielte mit Viererkette. Zudem brachte er mit Gillian Jurcher und Manfred Osei Kwadwo neue Offensivspieler. Der SVW War fortan etwas öfter im Ballbesitz, Torgefahr konnte man nicht erzeugen.

Dafür schlug es hinten wieder ein. Als Marcel Costly der Ball beim Abwehrversuch an die Hand sprang, gab es einen fragwürdigen Handelfmeter, den Phillipp Steinhart zum 4:0 verwandelte (54.). Mit seinem 5:0 sorgte der Münchner Steinhart schließlich für den Endstand (71.). „Das war heute eine Klatsche, die wir knallhart analysieren müssen“, meinte SVW-Kapitän Seegert.

Am Dienstag empfängt der SV Waldhof in dieser englischen Woche die SpVgg Unterhaching, Anpfiff ist um 19 Uhr.

TSV 1860 München – SV Waldhof 5:0 (3:0)

1860 München: Hiller – Willsch, Moll, Salger (55.Belkahia), Steinhart – Erdmann – Lex (72.Knöferl), Tallig, Neudecker, Greilinger – Mölders (86.Durrans)
SV Waldhof: Bartels – Gohlke, Seegert, Hofrath – Costly (77.Just), Saghiri (46.Jurcher), Ünlücifci, Donkor – Garcia, Boyamba (46.Osei Kwadwo) – Martinovic

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Mölders (3., 24., 27.), 4:0, 5:0 Steinhart (54., HE, 71.)
Schiedsrichter: Stegemann (Bonn)
Gelbe Karte: Steinhart, Neudecker / Costly, Garcia

 

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