Ist Jesper Verlaat mehr als nur eine Alternative für das Spiel gegen Wehen-Wiesbaden? AS Sportfotos
Eine Reaktion soll her – Der SV Waldhof empfängt nach der Derbyschmach Wehen Wiesbaden
Waldhof Mannheim | erstellt am Fr. 12.02.2021
Ausgerechnet im Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern wurde der SV Waldhof am letzten Samstag gestoppt. Und dieses 0:2 wirkte noch die ganze Woche über nach. „Es war ernüchternd zu sehen, dass uns ausgerechnet in diesem Spiel 2, 3 Prozent gefehlt haben“, analysierte Waldhofs Chefcoach Patrick Glöckner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden, das am Samstag um 14 Uhr im Mannheimer Carl-Benz-Stadion angepfiffen wird.
Wie sehr dem Anhang die Leistung im Derby aufs Gemüt schlug, bekamen auch die Spieler, die mit der Derby-Historie zwischen dem SVW und Lautern bislang wenig am Hut hatten, zu spüren. Noch am Dienstag versammelten sich einige Fans am Alsenweg und stellten die Mannschaft zur Rede.
Glöckner berichtet von einem friedlichen Gespräch, das ihm imponiert zu haben scheint. „Ich sehe so etwas immer grundsätzlich positiv. Es sind natürlich auch ein paar härtere Worte gefallen. Klar ist aber, dass wir eine Einheit sind. Wir brauchen die Fans“, betonte Glöckner. Es sei nun schade, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis das nächste Derby ansteht, aber dann wolle man es besser machen.
Die Chance für eine Reaktion bietet sich aber schon gegen den SVWW. Im Hinspiel glückte ein 1:0-Erfolg in der Fremde. Damals war man nicht die bessere Mannschaft. Wehen baute einen enormen Druck auf und der SV Waldhof verteidigte mit Mann und Maus. Und auch am Samstag dürfte es ein hartes Stück Arbeit werden. Denn Wehen reist mit einer kleinen Serie an. Die Mannschaft des einstigen Waldhof Spielers Rüdiger Rehm ist seit 7 Ligaspielen ungeschlagen. Zuletzt gelang ein 3:1 Sieg gegen Türkgücü München und eine Woche davor ein 1:0 Erfolgserlebnis beim 1. FC Kaiserslautern.
Glöckner glaubt, dass sich ein Spiel anbahnt, in dem es wenige Torchancen geben wird. Umso wichtiger sei es deshalb, dass man seine eigenen nutzt. „Wir werden uns auf jeden Fall nicht verstecken“, stellt er klar.
Das Spiel gegen Lautern wurde unter der Woche nochmals genau analysiert. Besonders im Fokus waren dabei die beiden Gegentore, die Glöckner nach wie vor zu ärgern scheinen. „Das waren 2 Gegentore, die so niemals fallen dürfen. Da sind leider unnötige Fehler im Vorfeld gemacht worden. In diesen Momenten war man vom Kopf her nicht so da.“
Wer alles gegen Wehen auflaufen wird, wollte Glöckner nicht verraten. Doch er deutete an, dass es wohl zumindest eine Veränderung geben wird. Jesper Verlaat wäre mehr als nur eine Alternative. Nach seiner Verletzung im Dezember stand der Innenverteidiger mit Zweitligaerfahrung zuletzt im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. „Gerrit Gohlke und Marcel Seegert haben das zuletzt gut gemacht. Letztlich entscheidet das Leistungsprinzip. Dennoch ist Jesper natürlich ein hervorragender Innenverteidiger“, betont Glöckner.
Gerne würde er sicher auch wieder mit Anton Donkor planen. Doch der schnelle Außenbahnspieler wird dem SVW auch gegen Wehen nicht zur Verfügung stehen. Für Arianit Ferati kommt das Spiel ebenfalls noch zu früh. Glöckner hofft, dass beide am nächsten Dienstag wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.
{loadmoduleid 374}
zurück