Spielszene aus dem Duell der Vorsaison Bild: AS Sportfoto
Zu Gast an der „Bremer Brücke“ ++ Der SV Sandhausen will beim VfL Osnabrück die ersten Auswärtspunkte
SV Sandhausen | erstellt am Do. 29.10.2020
In der Partie des 6. Zweitliga-Spieltags möchten die Kurpfälzer dabei erstmals in dieser Saison auswärts punkten. Kein leichtes Unterfangen, denn die Osnabrücker sind in der laufenden Saison bei vier Unentschieden und einem Heimsieg gegen Hannover eines von drei noch unbesiegten Teams der Liga. Die Niedersachsen mussten jedoch am Mittwochabend ihr kräftezehrendes Nachholspiel gegen Darmstadt 98 bestreiten. Die Heimpartie bei strömendem Dauerregen endete 1:1-Unentschieden.
Die Rückkehr zur Vierer-Abwehrkette und die Hereinnahme von Denis Linsmayer im defensiven Mittelfeld stellte sich für die Hardtwälder als positiv heraus. Der SVS wirkte im Vergleich zu vorherigen Partien wieder besser sortiert und ließ im letzten Spiel gegen den SC Paderborn (1:1) nicht viel zu, kam allerdings selbst auch zu selten gefährlich vors Gästetor.
Die Schwarz-Weißen wurden gegen spielstarke Ostwestfalen wohl viel beschäftigt, doch die Balance, aus einer funktionierenden Defensive gefährliche Angriffe nach vorne zu tragen, ist noch zu wenig gegeben und das Spiel des SVS von zu vielen Fehlpässen geprägt. Die Stürmer bekommen noch zu wenig an guten Vorlagen serviert, und das Spiel gegen Darmstadt, in dem Daniel Keita-Ruel mit allerdings gütiger Mithilfe des Gegners dreimal traf, bleibt bislang die Ausnahme.
Für den VfL Osnabrück ist es das dritte Spiel in sechs Tagen, nachdem die Niedersachsen zuvor 23 Tage lang kein Pflichtspiel bestritten. Zwei Spieler des VfL wurden Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet, wodurch Trainer Marco Grote einige Zeit nur mit zehn Feldspielern und drei Torhütern das Training durchführen konnte. Die anderen Spieler des Kaders mussten in diesen schwierigen Zeiten in die häusliche Quarantäne und sich dort fit halten.
Umso beachtlicher die Leistung beim 1:1 in Heidenheim in einem temporeichen Spiel. Nach der Zweitliga-Rückkehr im vergangenen Jahr beendete der VfL die abgelaufene Saison auf Rang 13. Auf Erfolgstrainer Daniel Thioune, der zum Hamburger SV wechselte, folgte der als konsequent und entscheidungsfreudig geltende Wunschkandidat Marco Grote, der 12 Jahre als Jugendtrainer beim SV Werder Bremen tätig war.
Als Schlusslicht im Finanzranking ist es für die Niedersachsen das Ziel, sich in der Spielklasse zu halten und längerfristig zu etablieren. Als Neuzugänge holte Sportdirektor Benjamin Schmedes einige zweitligaerfahrene Spieler wie Ken Reichel (Union Berlin), Sebastian Kerk (1. FC Nürnberg) sowie Timo Beermann und Maurice Multhaup (beide 1. FC Heidenheim) ablösefrei.
Als Ersatz für den abgewanderten Torjäger Marcos Alvarez wurde der 32-jährige venezolanische Sturmtank Christian Santos aus La Coruna verpflichtet, der in den vier Partien bereits 3 Saisontore erzielte.
Mögliche Aufstellungen:
VfL Osnabrück: Kühn – Adjini, Trapp, Beermann, Reichel – Taffertshofer – Amenyido, Blacha, Henning, Kerk – Santos
SV Sandhausen: Fraisl – Diekmeier, Nauber, Zhirov, Contento – Linsmayer, Nartey – Scheu, Esswein – Behrens, Keita-Ruel
{loadmoduleid 374}
zurück