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SV Sandhausen will am „Millerntor“ bestehen
SV Sandhausen | erstellt am Do. 04.02.2021
… am vergangenen 19. Zweitliga-Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg am Freitagabend (18.30 Uhr) ein weiteres wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt bevor. Die Kurpfälzer gastieren dabei am Hamburger Millerntor, wo sie auf den um einen Platz und einen Punkt besser platzierten Tabellennachbarn FC St. Pauli treffen. Beide Mannschaften konnten zuletzt Nehmerqualitäten im Abstiegskampf beweisen, indem sie jeweils einen Dreier einfuhren.
Personell dürfte es beim SVS wieder zu Veränderungen kommen, da die beiden zuletzt Gelbgesperrten Dennis Diekmeier und Emanuel Taffertshofer wieder einsatzberechtigt sind. Neben Philipp Klingmann, der den langjährigen HSV-Profi Diekmeier glänzend vertrat, hat sich in der Defensive Nils Röseler zu einem immer größeren Rückhalt entwickelt. Der Schütze zum 1:0 gegen Nürnberg überzeugte zuletzt mit Offensivqualitäten, was zwei Toren und zwei Torvorlagen nach starken Pässen in den letzten fünf Partien belegen. Neuzugang Janik Bachmann debütierte wenige Tage nach seiner Verpflichtung aus Kaiserslautern und hatte gegen den Club mit einer Passquote von 70 % und einer Zweikampfquote von 75 % die besten Werte aufzuweisen.
Die Schwarz-Weißen treffen auf einen formstarken FC St. Pauli, der dem 1. FC Heidenheim nach 22 ungeschlagenen Heimspielen deren erste Niederlage beibrachte. FC-Trainer Timo Schultz: „Das Spiel in Heidenheim ist ein Spiegelbild unserer bisherigen Saison. Wir betreiben einen enormen Aufwand, machen viele Sachen sehr gut, erspielen uns Torchancen und machen Tore, bekommen hinten aber Gegentore, die eigentlich leicht zu verteidigen sind“.
Verteidiger Philipp Ziereis resümierte nach nur einer Niederlage aus den letzten sechs Partien: „Wir veranstalten momentan in jedem Spiel ein Spektakel“. Eng verknüpft ist der Aufschwung der Hamburger mit den treffsicheren Offensivkräften Guido Burgstaller und der Wolfsburg-Leihe Omar Marmoush. Der 31-jährige ehemalige österreichische Nationalspieler und Ex-Schalker Burgstaller erzielte in den letzten vier Spielen jeweils einen Treffer, was seinen Trainer Schultz ins Schwärmen bringt: „Guido ist allein wegen seiner Präsenz für uns wichtig. Er hat eine Klarheit am Ball, die schon beeindruckend ist“.
Ein weiterer Grund warum die Offensive immer besser in Schwung kommt, liegt auch an den beiden Neuzugänge Zalazar und Daniel-Kofi Kyereh. Die insgesamt 29 Torerfolge sind der siebtbeste Wert in der Liga. Für die zu anfällige Defensive wurden in der gerade zu Ende gegangenen Transferperiode der schwedische Juniorennationalspieler Eric Smith von KAA Gent sowie der neue Stammtorhüter Dejan Stojanovic vom FC Middlesbrough ausgeliehen. Die Elf der St. Paulianer hat allgemein nicht viel gemein mit der Mannschaft aus der letzten Saison.
Nach dem 14. Tabellenplatz wurde eine Runderneuerung – angefangen beim neuen Trainer Timo Schultz, der bereits seit 15 Jahren zunächst als Spieler, dann als Co- und Jugendtrainer beim Kiezklub tätig ist – vollzogen. Leart Paqarada galt vor der Saison als Königstransfer. Der Linksverteidiger hat sich nach sechs Jahren und 160 Spielen für Sandhausen vom Hardtwald verabschiedet und kam für St. Pauli bisher zu 15 Einsätzen, in denen er in den letzten vier Partien zwei Tore vorbereitete.
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