Archivbild: Denis Linsmayer (weiß) ist wieder ein Option für die Startelf des SV Sandhausen Bild: AS Sportfoto
SV Sandhausen strebt gegen den SC Paderborn den dritten Saisonsieg an
SV Sandhausen | erstellt am Do. 22.10.2020
Nachdem die Kurpfälzer im Spiel beim Karlsruher SC den eigenen Erwartungen nicht gerecht wurden und enttäuschten, soll nun im dritten Saisonheimspiel am Sonntag um 13.30 Uhr gegen Bundesligaabsteiger SC Paderborn Wiedergutmachung betrieben und der dritte Sieg eingefahren werden.
Das Torverhältnis von 4:6 Toren macht deutlich, dass die Wirkung der Umstellung auf eine Dreier-Abwehrkette, was zum Ende der letzten Saison maßgebend für den Klassenerhalt war, etwas verpufft ist und der SVS sich in allen vier bisherigen Spielen zu anfällig zeigte.
Ob eine Rückkehr zur Vierer-Abwehrkette und eine Hereinnahme von Denis Linsmayer im Mittelfeld ein probates Mittel ist, oder wie die kantigen Stürmer Kevin Behrens und Daniel Keita-Ruel besser in Szene gesetzt werden können – die Aufarbeitung des letzten Spiels dürfte jedenfalls umfangreicher sein.
„Wir müssen tiefer in die Analyse gehen, um dieses Spiel so aufzuarbeiten, wie es aufgrund des Ergebnisses nötig ist. Wir müssen hart mit uns ins Gericht gehen, um eine Verbesserung herbeizuführen“, so SVS-Trainer Koschinat. Der SVS muss jedoch auf den zuletzt stark spielenden Julius Biada verzichten. Der Spielmacher zog sich ohne Fremdeinwirkung in Karlsruhe einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und fällt wohl vier bis sechs Wochen aus.
Zugleich bietet sich für Spieler wie Neuzugang Alexander Esswein oder Philipp Türpitz die Möglichkeit, sich wieder in den Fokus zu spielen und für frischen Wind zu sorgen. Ansonsten bleibt man beim SVS vom Verletzungspech verschont, und auch Linsmayer dürfte wieder eine ernsthafte Option sein, nachdem erst wenige Tage vor dem letzten Spiel nach seiner Gehirnerschütterung wieder schwindelfrei war.
Der SC Paderborn erlebte in den letzten fünf Jahren eine Berg- und Talfahrt, die ihresgleichen sucht. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Jahre 2015 wurde man bis in die 3. Liga durchgereicht, stieg danach wieder bis ins Oberhaus auf, bevor dieses Jahr der zweite Abstieg aus der Bundesliga folgte.
Bei 74 Gegentoren war die 1. Liga für das Team von Trainer Steffen Baumgart eine Nummer zu groß, doch der Coach, der seit seinem Amtsantritt 2017 für Offensivfußball im Hurrastil steht, stand nie zur Debatte. Er verweist auf seine Erfolgsbilanz: „Als ich vor gut drei Jahren kam, standen wir kurz vor der Insolvenz. Jetzt sind wir trotz Corona schuldenfrei.“
Die Ziele formuliert der Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth dennoch dezent: „Wir wollen uns in den Top 25 bis 30 des deutschen Fußballs etablieren.“ Für dieses ehrgeizige Ziel verpflichtete man zu Saisonbeginn ein Dutzend neue Spieler. Obwohl man mehrere Male daran schnupperte, wurde erst am vergangenen Sonntag nach 18 sieglosen Spielen der erste Ligasieg seit Januar (2:0 beim SC Freiburg) gefeiert.
Bei den bisherigen Aufeinandertreffen am Hardtwald konnten die Kurpfälzer die Ostwestfalen bereits dreimal besiegen, einmal trennte man sich Unentschieden und einmal siegte der SCP. Aufgrund der stetig steigenden Neuinfektionen im Rhein-Neckar-Kreis hat sich der SV Sandhausen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden dazu entschieden, die Partie ohne Zuschauer durchzuführen.
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