Spielt auch in Nürnberg auf Sieg: SVS-Trainer Uwe Koschinat Bild: AS Sportfoto

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Mit einem Sieg oben festsetzen ++ SV Sandhausen will beim 1.FC Nürnberg dreifach punkten

SV Sandhausen | erstellt am Do. 24.09.2020

Der Weg führt ins Frankenland, wo der SVS am Sonntag um 13.30 Uhr beim neunfachen Deutschen Meister 1. FC Nürnberg, der im zweiten Relegationsspiel gegen den FC Ingolstadt gerade noch den Absturz in die Drittklassigkeit vermied, antritt. Ob 20 % des 50.000 Zuschauer fassenden Max-Morlock-Stadions mit Heimfans gefüllt werden kann, hängt wieder von der Entwicklung der Pandemie ab.

Beim 1. FC Nürnberg sah man sich schon mit mehr als einem Auge in der 3. Liga, bis ausgerechnet Ex-SVS-Torjäger Fabian Schleusener in der sechsten Minute der Nachspielzeit in der Zweitliga-Relegation beim Spiel in Ingolstadt die „Clubberer“ in der 2. Liga hielt.

Für eine sorgenfreiere Saison gab es einen deutlichen Einschnitt bei den Franken: Nachdem sein Vertrag als Trainer des Hamburger SV nach dem knapp verpassten Aufstieg nicht verlängert wurde, wechselte der erfahrene Dieter Hecking auf den nicht ganz so wackligen Stuhl als Sportvorstand der Nürnberger und ersetzte damit den glücklosen Robert Palikuca.

Wenige Tage nach seiner Amtsübernahme verpflichtete Hecking als neuen Chefcoach Robert Klauß. In der vergangenen Saison war der 35-jährige Klauß, der in Nürnberg für Interimstrainer Michael Wiesinger übernahm, Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei RB Leipzig. Das Trainertalent verfolgt dabei ähnlich wie in Leipzig eine Spielphilosophie eines schnellen Umschaltspiels.

Der ehemalige Hoffenheimer Flügelstürmer Robin Hack war in der abgelaufenen Saison mit 10 Treffern der einzig wirklich torgefährlichste Nürnberger, wodurch man in der Baustelle Sturm deutlich nachbesserte. Mit Pascal Köpke von Hertha BSC Berlin (davor Erzgebirge Aue) und Manuel Schäffler vom Zweitligaabsteiger aus Wehen Wiesbaden wurden zwei erfahrene Torjäger geholt, die ihre Treffsicherheit in der 2. Liga bereits unter Beweis stellten.

Schäffler konnte bisher wegen Kniebeschwerden allerdings noch kein Pflichtspiel im neuen Dress bestreiten. Ausgeliehen wurden vielversprechende Talente wie Torhüter Christian Früchtl und Flügelstürmer Sarpreet Singh des Drittligameisters Bayern München II oder Tom Krauß, den Klauß aus Leipzig mitbrachte.

Zu einem Problem könnte die in der letzten Saison bei bereits 58 Gegentreffern anfällige Defensive werden, da man obendrein mit Patrick Erras und Konstantinos Mavropanos zwei wichtige Akteure verlor. Dem 0:3-Pokal-Aus gegen das favorisierte Team von RB Leipzig folgte ein 1:1 im bayrischen Derby bei Jahn Regensburg zum Ligaauftakt, bei dem die Clubberer kämpferisch überzeugen konnten.

Am Sportpark Valznerweiher sind die Blicke optimistisch nach vorn gerichtet. Nürnberg könnte für so manche Überraschungen gut sein, ähnlich wie auch der SV Sandhausen. Mit einem zweiten Saisonsieg könnte sich der SVS in der Tabelle oben festsetzen.

Dadurch, dass der von Union Berlin heiß umworbene Torjäger Kevin Behrens wieder einsatzfähig ist, sind die Chancen diesbezüglich um einiges größer. Mit Keita-Ruel, der mit drei Treffern gegen Darmstadt einen sehr gelungenen Einstand feierte, verfügen die Kurpfälzer über deutlich mehr Offensivpower.

Man darf gespannt sein, ob die Koschinat-Truppe am Sonntag die bisherige Negativbilanz mit 10 Niederlagen und 3 Siegen gegen die Franken zumindest etwas verbessern kann. Mit der Moral und Einstellung wie beim Saisonauftakt ist dies der Mannschaft durchaus zuzutrauen.

Mögliche Aufstellungen:
1. FC Nürnberg: Mathenia – Valentini, Mühl, Sörensen, Handwerker – Krauß, Geis – Singh, Nürnberger – Hack, Schleusener (Köpke)
SV Sandhausen: Fraisl – Kister, Zhirov, Nauber – Diekmeier, Taffertshofer, Nartey, Contento – Biada – Keita-Ruel, Behrens

 

 

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