Sandhausens Alexandr Zhirov (weiß) mit einem Kopfball auf das Karlsruher Tor. Szene aus SVS-KSC (0:0). AS Sportfoto

Sandhausens Alexandr Zhirov (weiß) mit einem Kopfball auf das Karlsruher Tor. Szene aus SVS-KSC (0:0). AS Sportfoto

„Findungsphase nach Umbruch noch nicht abgeschlossen“ – SV Sandhausen peilt Sieg gegen den FC Ingolstadt an

SV Sandhausen | erstellt am Fr. 27.08.2021

– nach dem Sieg des SV Sandhausen in Aue und damit den ersten Auswärtspunkten im Jahr 2021 soll nun im Heimspiel des 5. Zweitligaspieltages am kommenden Freitag um 18.30 Uhr nachgelegt werden, wenn der Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt 04 am Hardtwald gastiert. Wichtig wären nicht nur weitere Punkte, sondern auch weiteres Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben nach der folgenden Länderspielpause zu tanken.

Bei den Kurpfälzern dürfte nach dem großen Umbruch die Findungsphase noch nicht vollständig abgeschlossen sein, und Cebio Soukou, Schütze des dritten Treffers in Aue, sagte: „Für uns war es sehr wichtig, endlich ein Spiel zu gewinnen und Treffer zu erzielen. Wir waren in der Pflicht, mal ein Spiel für uns zu entscheiden.“ Der SVS agiert seit zwei Spielen mit einer Vierer-Abwehrkette im 4-2-3-1 System, wozu Soukou sich auch äußerte: „Die Systemumstellung hat uns insgesamt gutgetan, das sieht man auf dem Platz. Wir stehen kompakter und haben mehr Zugriff in der Offensive“.

Doch mindestens so ausschlaggebend für den ersten Dreier der Saison waren eine verbesserte Passquote von 72 Prozent und der entsprechende Einsatz. Von den 13 Neuzugängen konnten zum zweiten Mal in Folge Arne Sicker und Marcel Ritzmaier, der Führungsqualitäten andeutet, überzeugen, während Torhüter Patrick Drewes schon seit Saisonbeginn überzeugt. Während die Rückkehr von Dennis Diekmeier durchaus möglich ist, wird mit Julius Biada ein weiterer Leistungsträger noch verletzungsbedingt pausieren.

Von den 18 abgegebenen Spielern führt bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison der Weg zweier Akteure zurück an den Hardtwald, denn mit Verteidiger Nils Röseler und Denis Linsmayer sind gleich zwei Spieler zum Ligakonkurrenten aus Ingolstadt gewechselt. Besonders der etwas abrupte Abschied von Publikumsliebling Linsmayer, der mit 253 Pflichtspielen zwischen 2013 und 2021 der Rekordspieler des SV Sandhausen ist, sorgte bei den Fans für Verstimmungen.

Der Punktgewinn aus Derby gegen den 1. FC Nürnberg war jedoch bisher der einzige, bei einem Torverhältnis von 2:11 sind die Ingolstädter gemeinsam mit Holstein Kiel Schlusslicht der Tabelle. Trainer Roberto Pätzold: „Wir sehen den Punktgewinn als positiv und als eine deutliche Reaktion auf das Spiel in der Vorwoche (1:6 in Darmstadt) an. Wir haben läuferisch und mit viel Leidenschaft dagegengehalten.“ Aktuell haben die Schanzer einiges an Verletzungspech zu beklagen und mussten zuletzt unter anderem die Aufstiegshelden Schröck in der Abwehr sowie Stendera, Gaus und Elva im Mittelfeld ersetzen. Zuletzt haben die Schanzer den offensiven Flügelspieler Christian Gebauer von Arminia Bielefeld mit späterer Kaufoption ausgeliehen.

Der Weg des FCI soll es sein, gespickt mit erfahrenen Spielern einige Youngster zu fördern und weiter auf sie zu bauen, nachdem Talente wie Merlin Röhl, Filip Bilbija oder Dennis Eckert Ayensa in der 3. Liga überzeugen konnten und ihren Anteil am Wiederaufstieg nach zwei Jahren Abstinenz aus der 2. Liga hatten. Um den Weg mit jungen Talenten weiterzuführen, wurde der erfahrene Aufstiegstrainer Tomas Oral durch Pätzold ersetzt. Für das Kellerduell am Freitagabend erhofft man sich beim SVS neben dem ersten Saisonheimsieg auch einen positiven Zuschauer-Besuch.

 

 

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