Archivbild. Daniel Keita-Ruel (weiß) trifft mit dem SVSandhausen auf seinen Ex-Club Greuther Fürth Bild: AS Sportfoto

Archivbild. Daniel Keita-Ruel (weiß) trifft mit dem SVSandhausen auf seinen Ex-Club Greuther Fürth Bild: AS Sportfoto

Eine große Herausforderung wartet ++ Der SV Sandhausen empfängt die SpVgg Greuther Fürth

SV Sandhausen | erstellt am Mi. 09.12.2020

Bis zu der nur elf Tage andauernden Winterpause warten jetzt Schlag auf Schlag noch vier schwere Brocken, in denen der SVS den Trend bestätigen und das turbulente „Corona-Jahr“ 2020 positiv abschließen möchte.

Den Anfang macht am Freitag um 18.30 Uhr die Heimpartie gegen den Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth, bevor es in der Englischen Woche am 15.12. zum Hamburger SV geht und am 20.12. der aktuelle Tabellenführer Holstein Kiel am Hardtwald gastiert. Am 23.12. steht das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal beim Bundesligisten VfL Wolfsburg auf dem Programm.

„Zu meiner Philosophie gehört es, den Gegner aggressiv anzulaufen, was nur mit topfitten Spielern klappt“, erklärte der neue SVS-Coach Schiele vor dem Spiel bei seinem Ex-Klub Würzburger Kickers. Sein Team zeigte sich auf alle Fälle verbessert, trat kompakter als zuletzt auf und spielte sich eine Reihe hochkarätiger Chancen heraus. So zeigte sich Schiele nach dem 3:1-Auswärtssieg zufrieden, wohlwissend, dass zuletzt das Selbstvertrauen seiner Mannschaft etwas gelitten hat.

Doch mit den Franken aus Fürth wartet jetzt eine große Herausforderung, denn die spielstarken „Kleeblätter“ stellen das bisher stärkste Auswärtsteam der Liga bei drei Auswärtssiegen und zwei Unentschieden und sind in der Fremde noch ungeschlagen.

Daniel Keita-Ruel zeigte im zweiten Spiel unter Schiele seine bisher beste Leistung im SVS-Dress. Neben Keita-Ruels Abgang zum SV Sandhausen mussten die Fürther mit Wittek nach Arnheim einen zweiten Stammspieler ziehen lassen. Keita-Ruel erzielte in den vergangenen beiden Spielzeiten der 2. Liga 18 Tore für Greuther Fürth, die Treffer für die Sandhäuser in Würzburg waren seine Saisontore Nummer 4 und 5.

Als Schwachstelle zeigt sich nach Paqaradas Abgang aber bisher noch die Position des Linksverteidigers, auf der Diego Contento wie Robin Scheu noch nicht vollständig überzeugen können.

Die Fürther mussten am letzten Spieltag bei der 0:1-Heimniederlage gegen Heidenheim einen kleinen Rückschlag wegstecken und dadurch die Tabellenführung abgeben. Davor siegte die SpVgg fünfmal in Folge, erzielten dabei 15 Tore und spielten in allen sechs Partien zuletzt in unveränderter Startformation, in der kein Neuzugang stand.

Trainer Stefan Leitl und der Sportgeschäftsführer Rachid Azzouzi setzten bei begrenzten finanziellen Möglichkeiten auf die eingespielte Truppe und erhofften sich noch mehr Verantwortung von Akteuren wie Raum, Seguin oder Ernst, was bisher vorzüglich klappt. „Wenn wir uns einen Trainer für Fürth backen könnten, käme Stefan dabei heraus“, sagte Azzouzi über Leitl, unter dem die Fürther nach kriselnden Jahren wieder für einen attraktiven und fußballerischen Spielansatz stehen.

Neben U21-Nationalspieler Paul Jaeckel spielt in der Innenverteidigung der unverzichtbare 34-jährige Mergim Mavraj, der für ein starkes Stellungs- und Aufbauspiel steht. Die Torgefährlichkeit ist bei den Franken auf mehrere Schultern verteilt: Mittelfeldspieler Paul Seguin und der erstligaerfahrene schwedische Stürmer Branimir Hrgota trafen bisher fünfmal, Havard Nielsen dreimal und Julian Green sowie Sebastian Ernst zweimal bei vier Torvorlagen von Ernst.

Die Fürther waren erst einmal am Hardtwald siegreich, seitdem siegte der SVS bei vier Unentschieden zweimal. Ob dies ein gutes Omen ist, wird sich zeigen.

Mögliche Aufstellungen:
SV Sandhausen: Fraisl – Nauber, Röseler, Zhirov – Diekmeier, Nartey, Taffertshofer, Scheu – Biada – Behrens, Keita-Ruel
SpVgg Greuther Fürth: Burchert – Meyerhöfer, Jaeckel, Mavraj, Raum – Sarpei, Seguin, Green, Ernst – Nielsen, Hrgota

 

 

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