Archivbild: SV Sandhausen vs. Holstein Kiel - Nr. 7 Philipp Tuerpitz (Sandhausen) am Ball. AS Sportfoto

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Die Sorge auf einen Abstiegsplatz abzurutschen ++ SV Sandhausen erwartet Tabellenführer Holstein Kiel

SV Sandhausen | erstellt am Fr. 18.12.2020

… beim Hamburger SV, obwohl der kurpfälzische Zweitligist dabei eine gute Leistung bot und zu mehr Torchancen kam. Der SVS rutschte durch die Niederlage auf den 16. Tabellenplatz, was angesichts der Erwartungen zu Saisonbeginn als große Enttäuschung zu bewerten gilt.

„Wir werden die Köpfe hochnehmen und nochmal alles raushauen bis zum Weihnachtsfest“, sagte dennoch der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca nach dem Spiel im Hinblick auf das letzte Heimspiel des Jahres am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr gegen Tabellenführer Holstein Kiel. Die Fortsetzung der aufgrund der Pandemie ungewöhnlichen Saison lässt aber nicht lange auf sich warten, da der SVS bereits am 3. Januar am 14. Spieltag bei Hannover 96 gastiert.

Bei aktuell 25 Gegentreffern nach zwölf Spieltagen trifft am Sonntag die drittschwächste Defensive auf die Stärkste der Liga, denn die Kieler „Störche“ haben erst elf Gegentore zugelassen. Garanten für die starke Defensive sind unter anderem Kapitän Hauke Wahl, der mit 78 Prozent gewonnener Zweikämpfe ein Top-Verteidiger der 2. Liga ist. Der Deutsch-Grieche Ioannis Gelios zwischen den Pfosten kann ebenfalls Topwerte aufweisen. Neuzugang Thomas Dähne war zunächst als neue Nummer 1 im Tor vorgesehen, doch nachdem bei Dähne im Oktober ein positiver Corona-Test diagnostiziert wurde, stand Gelios wieder zwischen den Pfosten.

Bereits öfter in der Saison hat eine Leistungssteigerung in der 2. Hälfte die Wende zum Guten gebracht. Beim 3:0-Sieg in Hannover zeigten sich die Störche sehr effektiv und erzielten im zweiten Abschnitt binnen vier Minuten drei Tore, doch auch das Heimspiel gegen Bochum wurde mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten entschieden.

Nach einigen Veränderungen in den letzten Jahren stehen Geschäftsführer Uwe Stöver und Trainer Ole Werner seit 2019 für eine neue Kontinuität bei den Norddeutschen. Werner übernahm vor einem Jahr die Störche als Nachfolger von Andre Schubert auf Rang 16 stehend und ist Verfechter des Offensivfußballs. Von den Neuzugängen hat sich besonders der 33-jährige Fin Bartels in den Vordergrund gespielt, der von Werder Bremen zu seinem Jugendverein zurückkehrte. Bartels gehörte in den letzten fünf Spielen bei drei Toren und vier Assists zu den Erfolgsgaranten. Zusammen mit dem schnellen südkoreanischen Nationalspieler Jae-Sung Lee bildet er ein starkes Duo im offensiven Mittelfeld.

Bester Torschütze der Norddeutschen ist der schussstarke Antreiber Alexander Mühling mit sechs Treffern. Für Mühling steht eine abermalige Rückkehr an den Hardtwald an, denn von 2014 bis 2016 spielte er unter seinem Geburtsnamen Bieler noch für den SV Sandhausen.

Mit zwei Heimsiegen und zuletzt einem Remis hat der SVS eine positive Heimbilanz gegen die Kieler. Angesichts der prekären Situation im Abstiegskampf müssen die Sandhäuser gegen den hohen Favoriten dringend punkten, um nicht zum Jahresabschluss direkt auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Für das Team des neuen Trainers Michael Schiele gilt es dabei vor allem die krassen Fehler im Defensivverhalten abzustellen und in der Offensive deutlich effektiver zu agieren.

Oft entscheiden Kleinigkeiten ein Spiel, beim SVS war dies zuletzt häufig im negativen Aspekt zu Gunsten des Gegners der Fall. Mit einem Überraschungserfolg über den Spitzenreiter könnte ein von Höhen und Tiefen geprägtes sportlich außergewöhnliches Jahr 2020 zumindest hoffnungsvoll abgeschlossen werden. Bei einer Niederlage würde bereits nach einem Saisondrittel das Abstiegsgespenst wieder schneller als lieb durch den Hardtwald geistern.

 

 

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