Spielszene aus SV Sandhausen-FC St. Pauli - Saison 2019/2020. Bild: AS Sportfoto
Der FC St. Pauli wird für den SV Sandhausen zum echten Prüfstein
SV Sandhausen | erstellt am Mi. 30.09.2020
Im Vergleich zu sonstigen Duellen am Hardtwald, bei denen die Norddeutschen immer zahlreiche lautstarke Zuschauer mitbrachte, ist dem SVS diesmal ein Heimvorteil gewiss, da laut der neuen Pandemie-Bestimmungen erstmals wieder 3.000 Heimfans Stadion dürfen.
Wie beim letzten Gegner 1. FC Nürnberg, wo es eine verdiente 0:1-Auswärtsniederlage für die Kurpfälzer gab, standen beim FC St. Pauli nach einer verkorksten Saison gravierende Änderungen an. Nach einer enttäuschenden letzten Saison mit Platz 14 trennte man sich von Trainer Jos Luhukay und ersetzte ihn durch die interne Lösung mit Timo Schultz. Dieser war von 2005 bis 2011 als aktiver Spieler und danach als Co- und anschließend Jugendtrainer beim Kiezklub tätig und überzeugte Sportchef Bornemann mit seinen Vorstellungen einer mutigen Spielweise und einer Innovationskultur.
Das beinhaltete die Entscheidungen, sich von Klublegende und Co-Trainer Andre Trulsen wie auch den erfahrenen Spielern Johannes Flum und Waldemar Sobota zu trennen und auf zwei jeweils erst 27-jährige neue Co-Trainer zu setzen. Ebenfalls den Verein verlassen haben die drei erfolgreichsten Torschützen Henk Veerman, Dimitrios Diamantakos und Viktor Gykökeres.
Das St. Pauli des 43-jährigen Schultz soll schneller, jünger und gefährlicher aus dem Mittelfeld heraus werden, was in den ersten beiden Saisonspielen schon umgesetzt wurde. Sein Team erzielte bereits 6 Treffer beim 2:2 in Bochum und dem 4:2 am heimischen Millerntor gegen Heidenheim.
Die Hanseaten verstärkten ihre Offensive mit Daniel-Kofi Kyereh, Maximilian Dittgen (beide von Zweitligaabsteiger Wehen Wiesbaden), Jannes Wieckhoff (eigene U23), Rodrigo Zalazar (ausgeliehen von Eintracht Frankfurt) und Guido Burgstaller (FC Schalke 04). Der österreichische Vollblutstürmer wurde kurz vor Schließung des Transferfensters verpflichtet und wird bereits am Freitagabend erstmals im Kader stehen.
Früh in der Saison gibt es die Rückkehr von Leart Paqarada an den Hardtwald. Der Linksverteidiger wird nach sechs Jahren und 160 Spielen für den SV Sandhausen als der Königstransfer beim FCP angesehen und verabschiedete sich mit den Worten „einen neuen Schritt gehen zu wollen.“ In Hamburg trifft er auf seinen ehemaligen SVS-Mannschaftskollegen Marvin Knoll, unverändert Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Paulianer und zweifacher Tor-Vorbereiter im letzten Spiel.
Ein wichtiger Faktor ist auch die Rückkehr von Christopher Avevor, der sich letzte Saison am 2. Spieltag schwer verletzte und fast die ganze Spielzeit ausfiel. Die Bilanz aus den bisherigen 16 Aufeinandertreffen spricht bei 6 Siegen, 6 Unentschieden und 4 Niederlagen für die Gäste aus dem Norden.
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