Julian Derstroff Bild: AS Sportfotos

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„Braunschweig hat in der Offensive viel Qualität“ ++ Interview mit SVS-Profi Julian Derstroff

SV Sandhausen | erstellt am Fr. 09.02.2018

Vor dem Heimspiel des 22. Spieltages am Sonntag um 13.30 Uhr gegen Eintracht Braunschweig unterhielt sich der sport-kurier mit dem 26-jährigen gebürtigen Zweibrückener über seine Situation und die aktuelle Lage beim SVS.

Wie lautet Ihr Resümee nach fast zwei Jahre am Hardtwald?

Julian Derstroff: Ich bin generell sehr selbstkritisch und will als Offensivspieler mehr Tore machen und Vorlagen geben. Da ist noch Luft nach oben, aber die Verletzung vor vier Monaten hat mich unheimlich zurückgeworfen. Sich wieder hineinzufinden war schwer, aber ich ein Typ, der immer versucht das Beste aus der Situation zu machen und Gas gibt.

Der Konkurrenzkampf ist groß

Derstroff: Ich denke, dass es in Sandhausen nicht schwerer ist, wie woanders. Unser Trainer verlangt viel Defensivarbeit, weswegen wir auch die beste Abwehr haben. Auch wir Offensivspieler müssen viel nach hinten arbeiten, und daran arbeite ich tagtäglich beim Training.

Sehen Sie den SVS gegen Braunschweig in der Favoritenrolle?

Derstroff: Das würde ich nicht sagen – Braunschweig hat eine Mannschaft mit viel Qualität. Sie haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie über eine gute Offensive verfügen und die Mannschaft eine gute Mischung aufweist. Sie werden uns alles abverlangen, und wenn wir nicht bei hundert Prozent sind, wird es ein ganz schweres Spiel.

Sie wechselten im Alter von zehn Jahren nach Kaiserslautern und spielten in der U23 von Dortmund und Mainz. Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Derstroff: Meine Stärken sehe ich in der Dynamik und Schnelligkeit, dem Zug zum Tor und dem Abschluss mit dem linken Fuß. Der 1. FCK ist für mich noch immer eine Herzensangelegenheit. Ich komme aus der Region, spielte dort in den Jugendmannschaften, wurde mit den A-Junioren Deutscher Vizemeister und habe meine ersten Bundesligaspiele für den FCK bestritten. Mainz und Dortmund waren super Stationen für meine persönliche Entwicklung.

Hat Sandhausen im Sturm ein Effektivitätsproblem seit dem Abgang von Lucas Höler, mit dem Sie schon in Mainz zusammen spielten?

Derstroff: Ich habe seinen Wechsel nach Freiburg sehr bedauert. Nicht nur als Freund, sondern auch, weil ein Spieler mit Qualität den Verein verlassen hat. Luci hat in seiner Zeit hier nochmal einen Riesenschritt nach vorne gemacht. In Bezug auf den SVS alles an Luci Höler festmachen würde ich nicht. Man muss sehen, dass vieles unglücklich gelaufen ist, und wenn wir den Elfer in Düsseldorf verwandeln oder eine weitere Chance nutzen, fragt niemand danach.

Philipp Klingmann wird aufgrund seines Schädelbruchs der Mannschaft noch länger fehlen

Derstroff: Zunächst freut es uns alle, dass es ihm besser geht und er wieder zu Hause ist. Mich hat die schlimme Verletzung ein, zwei Tage sehr beschäftigt, da man oft erst danach realisiert, wie gefährlich es im Sport sein kann. Auf dem Platz sich Gedanken darüber zu machen wäre falsch, da man sonst ängstlich in den Zweikampf geht. Manchmal gerät Fußball in gewissen Momenten in den Hintergrund.

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