v.li.: Elias Arden (F95, #38), Diego Michel (SV Waldhof, #28) im Zweikampf. Fussball, 3. Liga, SV Waldhof Mannheim - Fortuna Düsseldorf. Foto: IMAGO/foto2press

v.li.: Elias Arden (F95, #38), Diego Michel (SV Waldhof, #28) im Zweikampf. Fussball, 3. Liga, SV Waldhof Mannheim - Fortuna Düsseldorf. Foto: IMAGO/foto2press

Die wohl größte Auswärtshürde in der 3.Liga – Der SV Waldhof muss zu Hansa Rostock

3. Liga | erstellt am Sa. 15.08.2026

sport-kurier. Es ist die möglicherweise höchste Auswärtshürde überhaupt, die man in der 3. deutschen Fußball Liga haben kann. Der SV Waldhof Mannheim muss am Sonntag (Anpfiff ist bereits um 13.30 Uhr) bei Hansa Rostock antreten. An der Ostsee stehen die Fans wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft und die ist außerdem noch sehr gut bestückt.

Hansa zählt zu den Topfavoriten auf den Aufstieg in die 2.Liga. Am ersten Spieltag setzte sich der Ostclub bei der TSG Hoffenheim 2 mit 3:2 durch. Im Kraichgau bewies man auch Nehmerfähigkeiten, denn die Bundesligareserve entpuppte sich als sehr unbequemer Gegner und konnte 2 Mal wieder ausgleichen, ehe Bernie Lennemann in der 55. Spielminute der alles entscheidende Treffer gelungen war.

Doch ein Selbstläufer dürfte es für Rostock nicht werden, schließlich setzte der SVW am ersten Spieltag das noch größere Ausrufezeichen. Die Blauschwarzen gewannen daheim vor knapp über 19.000 Zuschauern gegen den Absteiger aus der 2.Liga Fortuna Düsseldorf mit 2:1. Seitdem ist die Euphorie rings um den Mannheimer Traditionsverein groß. Der Anhang hofft, dass man den Erfolgsweg fortsetzen kann, doch die Aufgaben bleiben äußerst kompliziert. Am Sonntag wartet das Duell in Rostock, am Freitag darauf erwartet die Mannschaften des neuen Coaches Rui Mota im DFB Pokal den 1.FC Kaiserlautern zum Südwestderby im Mannheimer Carl-Benz-Stadion.

Hätten die Fans einen Wunsch frei und müssten sich entscheiden, ob sie lieber in Rostock oder gegen Kaiserslautern gewinnen möchten, würde sich wohl so gut wie jeder für einen Sieg gegen die „Roten Teufel“ entscheiden. Aber das ist Zukunftsmusik, am Freitag stand die Spieltagspressekonferenz zum Gastspiel in Rostock an.

Über 500 Anhänger werden dem SVW dort den Rücken stärken und denen will Mota natürlich auch etwas bieten. Der Respekt vor der Aufgabe ist bei ihm aber nicht zu überhören. Der Portugiese betonte auf der Pressekonferenz: „Dort zu spielen, ist sehr schwierig. Die Unterstützung von den Rängen wird groß für sie sein. In einer Trainerumfrage innerhalb der Liga wurde Hansa Rostock vor der Saison auch als der Topfavorit auf den Titel benannt.“

Man könnte somit meinen, dass es Mota in Rostock eher etwas defensiver angehen lassen möchte, zumindest wenn man den Vergleich zum Auftaktspiel gegen Düsseldorf zieht, wo der SVW seinerseits die Zuschauer im Rücken hatte. Doch Mota verneinte das, laut ihm werde man auch dort sein eigenes Spiel spielen. „Sie agieren teilweise auch sehr hart. Viele Spiele gehen dort nicht mit 11 gegen 11 Mann zu Ende“, erklärte er. „Wir erwarten eine intensive Partie.“

Gut möglich scheint auch zu sein, dass Joey Müller, der letzte Neuzugang der „Buwe“, Einsatzminuten in Rostock bekommt. Der 25-jährige hatte am vergangenen Dienstag beim Pokalspiel beim VfK Diedesheim sein Debüt gegeben, wo der SVW mit 11:0 gewann. Mota betont: „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben. Aber auch mit anderen Spielern. Der Kader ist groß, wir haben viele Optionen, das ist gut und auch der Konkurrenzkampf ist groß.“ Und noch einmal speziell zu Müller: „Bevor wir ihn geholt haben, haben wir uns genau mit ihm beschäftigt.“

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